Erwerbsunfähigkeitsrente wegen operierter Skoliose?
Verfasst: So, 05.09.2021 - 00:52
Hallo ihr lieben,
Ich hätte mal eine Frage an euch die ich mir in letzter Zeit gestellt habe.
Erstmal zu meiner Situation:
Ich bin 21 Jahre alt.
Ich wurde im April 2015 aufgrund einer Bikonvexen Skoliose der BWS und LWS: Rechtskonvexe BWS Skoliose von 91 Grad, Linkskonvexe LWS Skoliose von 80 Grad.
Rippenbuckel von 17 Grad operiert.
Das Ergebnis war eine Versteifung der Wirbelsäule von TH4 bis L3,
Restkrümmung von: BWS: 33,9 Grad, LWS: 33,7 Grad.
Seit 2017 habe ich einen Schwerbehindertenausweis von 50% ohne Merkzeichen
Ich muss sagen im Vergleich zu vor der OP sind die Schmerzen natürlich besser doch in beruflicher Sicht geht es bei mir durch das ganze nicht weiter. Ich habe 2018 eine Ausbildung zur Maßschneiderin begonnen gehabt. Dort habe ich 8 Std am Tag Genäht und alles was dazu gehört. Diese Ausbildung habe ich aufgrund von Schmerzen abgebrochen. Dann hatte ich ab Novemver 2019 in einer Bäckerei gearbeitet. Zunächst auf Minijobbasis dann Teilzeit mit 100 Std im Monat. Auch hier hatte ich nach meinen Schichten fast immer Starke Rückenschmerzen und lag den restlichen Tag nurnoch im Bett weil Sitzen unangenhem war. Ich hatte auch dort während der Arbeit auch mal Zeit zum sitzen. Dort habe ich dann aufgehört da ich eine Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten bekommen habe. Ich will garnicht erst anfangen wie es mir geht, die Busfahrt nach Hause über lag ich schon fast auf den Sitzen vor Schmerzen. War auch oft krank geschrieben deswegen und habe diese Ausbildung dann dieses Jahr abgebrochen. Nun bin ich seit Februar in einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme. Dort sitzt man den ganzen Tag und löst Aufgaben in verschiedenen Fächern. Nur die Pausen geben einem mal Zeit wenigstens ein wenig aufzustehen. Ich habe dort aber schon schnell gemerkt dass ich das nicht schaffe so lang zu sitzen.
Durch langes sitzen am Stück bekomme ich starke Schmerzen an dem verbliebenen Rippenbuckel und im unteren LW Bereich in den Wirbeln die nicht versteift sind.
Also hat man sich dort geeinigt dass ich den halben Tag dort vor Ort Unterricht mache und den Rest des Unterrichts zu Hause wo ich dann meistens zwischendrin liege.
Nun wurde dann ein Amtsätztliches Gutachten angefertigt. Ich muss dazu sagen ich wurde dort nicht vorgeladen und nicht untersucht sondern das ganze lief nur über meine Unterlagen zu der Operation. Wieso weiß ich nicht. Darin wurde ich als voll Arbeitsfähig eingestuft (also 6 Stunden pro Tag oder mehr). Es wurde angegeben dass die Arbeit in wechselnder Tätigkeit sein sollte (Sitzen, gehen stehen) und dass die körperliche Arbeitsschwere leichte bis mittelschwere Arbeit sein könnte. Ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen (zumal ich in verschiedenen Arten von Tätigkeiten aktiv war) dass ich das vollzeit nicht schaffe. Es ist in meinen Augen nicht sinn des Arbeitens und einer Ausbildung wenn man nach der Schicht nichts mehr im Haushalt schafft und sich kein Essen kocht weil man vor Schmerzen kaum sitzen kann.
Nun hat mein Freund mich gefragt ob ich nicht Erwerbsminderungsrente oder Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen kann. Ich selber hatte auch darüber nachgedacht, kenne mich aber garnicht damit aus.
Wie sieht das aus? Hat man mit diesem Krankheitsbild die Möglichkeit wenigstens als Erwerbsgemindert eingestuft zu werden?
Vielen Dank im Vorraus für die Antworten und ein schönes Wochenende
Ich hätte mal eine Frage an euch die ich mir in letzter Zeit gestellt habe.
Erstmal zu meiner Situation:
Ich bin 21 Jahre alt.
Ich wurde im April 2015 aufgrund einer Bikonvexen Skoliose der BWS und LWS: Rechtskonvexe BWS Skoliose von 91 Grad, Linkskonvexe LWS Skoliose von 80 Grad.
Rippenbuckel von 17 Grad operiert.
Das Ergebnis war eine Versteifung der Wirbelsäule von TH4 bis L3,
Restkrümmung von: BWS: 33,9 Grad, LWS: 33,7 Grad.
Seit 2017 habe ich einen Schwerbehindertenausweis von 50% ohne Merkzeichen
Ich muss sagen im Vergleich zu vor der OP sind die Schmerzen natürlich besser doch in beruflicher Sicht geht es bei mir durch das ganze nicht weiter. Ich habe 2018 eine Ausbildung zur Maßschneiderin begonnen gehabt. Dort habe ich 8 Std am Tag Genäht und alles was dazu gehört. Diese Ausbildung habe ich aufgrund von Schmerzen abgebrochen. Dann hatte ich ab Novemver 2019 in einer Bäckerei gearbeitet. Zunächst auf Minijobbasis dann Teilzeit mit 100 Std im Monat. Auch hier hatte ich nach meinen Schichten fast immer Starke Rückenschmerzen und lag den restlichen Tag nurnoch im Bett weil Sitzen unangenhem war. Ich hatte auch dort während der Arbeit auch mal Zeit zum sitzen. Dort habe ich dann aufgehört da ich eine Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten bekommen habe. Ich will garnicht erst anfangen wie es mir geht, die Busfahrt nach Hause über lag ich schon fast auf den Sitzen vor Schmerzen. War auch oft krank geschrieben deswegen und habe diese Ausbildung dann dieses Jahr abgebrochen. Nun bin ich seit Februar in einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme. Dort sitzt man den ganzen Tag und löst Aufgaben in verschiedenen Fächern. Nur die Pausen geben einem mal Zeit wenigstens ein wenig aufzustehen. Ich habe dort aber schon schnell gemerkt dass ich das nicht schaffe so lang zu sitzen.
Durch langes sitzen am Stück bekomme ich starke Schmerzen an dem verbliebenen Rippenbuckel und im unteren LW Bereich in den Wirbeln die nicht versteift sind.
Also hat man sich dort geeinigt dass ich den halben Tag dort vor Ort Unterricht mache und den Rest des Unterrichts zu Hause wo ich dann meistens zwischendrin liege.
Nun wurde dann ein Amtsätztliches Gutachten angefertigt. Ich muss dazu sagen ich wurde dort nicht vorgeladen und nicht untersucht sondern das ganze lief nur über meine Unterlagen zu der Operation. Wieso weiß ich nicht. Darin wurde ich als voll Arbeitsfähig eingestuft (also 6 Stunden pro Tag oder mehr). Es wurde angegeben dass die Arbeit in wechselnder Tätigkeit sein sollte (Sitzen, gehen stehen) und dass die körperliche Arbeitsschwere leichte bis mittelschwere Arbeit sein könnte. Ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen (zumal ich in verschiedenen Arten von Tätigkeiten aktiv war) dass ich das vollzeit nicht schaffe. Es ist in meinen Augen nicht sinn des Arbeitens und einer Ausbildung wenn man nach der Schicht nichts mehr im Haushalt schafft und sich kein Essen kocht weil man vor Schmerzen kaum sitzen kann.
Nun hat mein Freund mich gefragt ob ich nicht Erwerbsminderungsrente oder Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen kann. Ich selber hatte auch darüber nachgedacht, kenne mich aber garnicht damit aus.
Wie sieht das aus? Hat man mit diesem Krankheitsbild die Möglichkeit wenigstens als Erwerbsgemindert eingestuft zu werden?
Vielen Dank im Vorraus für die Antworten und ein schönes Wochenende