Rippenbuckel-OP und Krankenkasse - Wie verhält sich das?

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Jonny11
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Rippenbuckel-OP und Krankenkasse - Wie verhält sich das?

Beitrag von Jonny11 » Mo, 21.05.2018 - 17:30

Tach liebe Leute,

ich habe eine Frage bezüglich der Rippen OP. Ich habe eine Skoliose, die aber nicht OP-bedürftig ist. Ich würde mir jedoch gerne die Rippen operieren lassen, da mich der Rippenbuckel extrem stört und mitverfolgt. Jedesmal wenn ich mich anlehne, spüre ich ihn. Jedes mal wenn ich den Arm ausstrecke, auf der sich der Rippenbuckel befindet, fühle ich wie die Haut oder der Buckel Widerstand leistet (Beim anderen Arm ist das nicht der Fall). Schmerzen kommen auch hin und wieder. Mein Selbstbewusstsein ist am Boden. Ich kann die Arme nicht ausstrecken ohne unter Komplexen zu leiden, da der Buckel dann zum Vorschein kommt. Ich kann nicht an den Strand. Ich kann nicht zum Schwimmen.
1. Frage: Kann man die Rippen operieren lassen ohne die Wirbelsäule zu versteifen?
2. Frage: Übernimmt die Krankenkasse die Kosten, wenn man extrem psychisch belastet ist und sich ein Leben mit einem Rippenbuckel nicht mehr vorstellen kann? Bei vielen ähnlichen Zuständen macht die KK ja auch oft Ausnahmen. Wie ist das hier?

AthousandColours
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Re: Rippenbuckel-OP und Krankenkasse - Wie verhält sich das?

Beitrag von AthousandColours » Fr, 25.05.2018 - 14:26

Hallo,

deine Fragen, ob so eine OP überhaupt möglich wäre und die Kosten übernommen werden, kann ich dir leider nicht beantworten.
Ich kenn die ganzen Probleme sehr gut, hab schließlich selber einen Rippenbuckel :/

Ich frag mich nur, ob es nicht sinnvoller wäre mit einem Psychologen, Arzt... daran zu arbeiten dein Selbstbewusstsein diesbezüglich aufzubauen, anstatt durch eine OP Risiken einzugehen die vermieden werden könnten. Schließlich wird bei einer OP wahrscheinlich eine Narbe entstehen, die dann natürlich auch wieder optisch auffällt, im schlimmsten Fall könnte die OP(falls es so eine überhaupt gibt) gar keinen Erfolg erzielen.

Ich möchte dich damit nicht kritisieren und fang auch nicht mit so Sachen wie "Dein Rücken ist schön so wie er ist" an. Auch wenn er das natürlich ist, nur hast du das bestimmt schon oft gehört und wenn dir das schon helfen würde wäre der Gedanke an die OP wahrscheinlich gar nicht da :)
Mit professioneller Unterstützung denk ich ist es aber bestimmt möglich, Selbstbewusstsein und Akzeptanz für deinen Körper aufzubauen.

Bin auch sehr gespannt auf andere Meinungen dazu :)

Lg Julia

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minimine
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Re: Rippenbuckel-OP und Krankenkasse - Wie verhält sich das?

Beitrag von minimine » Sa, 26.05.2018 - 15:39

Hallo Jonny,

wie stark ist denn deine Skoliose?
Hast du dir schon einmal Gedanken über eine Korsetttherapie gemacht?
Mein Rippenbuckel wurde dadurch deutlich kleiner und ist es auch nach Abschluss der Therapie (2,5 Jahre) geblieben.
Zugegeben, das ist keine einfache Therapie und je nachdem wie stark die Skoliose ist, wird immer was sichtbar bleiben.
Auch ich habe hier einige "Makel", die mich stören. Aber deswegen eine OP?
Dafür hättest du dann halt eine sichtbare Narbe.
LG
Minimine

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Re: Rippenbuckel-OP und Krankenkasse - Wie verhält sich das?

Beitrag von fischotter » Di, 12.06.2018 - 10:49

Hallo,
hab nach der ersten Op auch einen Buckel. Die Ärtze meinten es wäre keine Schönheitsop gewesen, sondern leben erhaltend. Ein anderer Arzt war der Meinung, wenn er mich operiert hätte, wäre es nicht so weit gekommen. Auf meine Frage ob man ihn weg machen könnte, kam die Anwort Nein. Er sagte dafür müssten Knochen gebrochen werden und die Gefahr dadurch Querschnittgelähmt zu werden.

Ciao
Peter

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