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Muss ich mein Korsett nach der OP noch Monate tragen??

Verfasst: Fr, 05.02.2016 - 22:08
von Istmiregalegaaal
Ich trage momentan bis zu meiner OP im März ein Korsett. Ich habe absolut keine Lust mehr auf das Ding und habe mich schon gefreut, es nach der OP auslassen zu dürfen. Nur jetzt ist mir der Gedanke gekommen, dass ich es nach der OP noch ein paar Monate tragen muss. Muss man das?!

Re: Muss ich mein Korsett nach der OP noch Monate tragen??

Verfasst: Fr, 05.02.2016 - 22:30
von general-rammstein
uiuiui jetzt schon kein bock mehr auf`n korsett, aber scharf auf die OP :eek:

was denkste was es mit der OP auf sich hat... zauberei vielleicht?

sorry wenn ich so ... frage

Re: Muss ich mein Korsett nach der OP noch Monate tragen??

Verfasst: Sa, 06.02.2016 - 06:39
von Tammi
Hallo istmiregalegaaal,

bei modernen OP-Techniken ist alles sofort stabil, es gibt nur im ersten Jahr gewisse Verbote, die man auch streng einhalten sollte, daher wird in der Regel kein Korsett benötigt.

Liebe Grüße
Tammi

Re: Muss ich mein Korsett nach der OP noch Monate tragen??

Verfasst: Sa, 06.02.2016 - 10:16
von nati1611
general-rammstein hat geschrieben:uiuiui jetzt schon kein bock mehr auf`n korsett, aber scharf auf die OP
was soll denn der dumme kommentar? du kennst weder die person, noch die diagnose *kopfschüttel*
Istmiregalegaaal hat geschrieben:Nur jetzt ist mir der Gedanke gekommen, dass ich es nach der OP noch ein paar Monate tragen muss. Muss man das?
normalerweise nicht. nur falls du dich in der wwk operieren lässt kann dir das passieren. so wie ich gelesen habe operieren die immer noch nicht alle primärstabil.

Re: Muss ich mein Korsett nach der OP noch Monate tragen??

Verfasst: Sa, 06.02.2016 - 10:42
von general-rammstein
man liest sich vorherige post`s durch... und antwortet... oder man schreit gleich UNGERECHTIGKEIT ;)

und was haben böcke denn mit diagnosen gemeinsam?

Re: Muss ich mein Korsett nach der OP noch Monate tragen??

Verfasst: Sa, 06.02.2016 - 11:45
von Raven
Istmiregalegaaal hat geschrieben:Ich trage momentan bis zu meiner OP im März ein Korsett. Ich habe absolut keine Lust mehr auf das Ding und habe mich schon gefreut, es nach der OP auslassen zu dürfen. Nur jetzt ist mir der Gedanke gekommen, dass ich es nach der OP noch ein paar Monate tragen muss. Muss man das?!
Falls nach der OP ein Korsett nötig wird - das ist selten der Fall, aber war bei mir noch so - wird ein neues angepasst.
Das Korsett von vor der OP würde gar nicht mehr passen. Außerdem handelt es sich nach der OP um kein Korrekturkorsett, sondern ein Stützkorsett - sieht äußerlich ähnlich aus, ist auch aus Kunststoff, hat aber keine Pelotten. Es hat die Funktion, den Oberkörper zu schienen, falls die Versteifung sehr tief in die LWS geht oder zu erwarten ist, dass die Implantate nicht gut einwachsen (eher bei älteren Patienten).


@general-rammstein
Auch wenn eine OP keine "schnelle Sache" ist und bleibende Einschränkungen und auf jeden Fall eine erstmal harte Zeit mit sich bringt, kann man sich doch trotzdem darüber freuen, dann kein Korsett mehr zu brauchen.
Es ging "selbst" mir so - die Th3-L5-Versteifung mit (bei mir war das noch so) mind. 6 Monate Korsett, mind. 5 Monate Sitzverbot (und zwar konsequentes - also auch Toilette im Stehen "groß" und "klein"), monatelang keine Schule, war beileibe keine rosige Aussicht. War damals noch nichtprimärstabiles Verfahren. Erklärt wurde alles, hatte Kontakt zu zuvor operierten Patienten, wusste also, was auf mich zukommt.
Trotzdem habe ich mich darauf gefreut, bald kein Korsett mehr zu brauchen. Nicht, weil ich lieber die OP wollte als das Korsett (ich fragte sogar, ob man es vielleicht noch mit dem Korsett weiterprobieren könne und hatte riesige Bammel vor der OP), sondern weil es ein kleiner (!) Lichtblick war, wenn denn die OP schon sein muss (trotz fleißig getragenem Korsett immer schlechter geworden), die Aussicht zu haben, wenigstens bald das Korsett los zu sein.
Auch von anderen Patienten, die sich sehr der Konsequenzen einer OP bewusst sind, kenne ich die kleine Vorfreude darauf, kein Korsett mehr zu benötigen, sich andere Kleidung kaufen zu können und im nächsten Sommer nicht mehr so sehr zu schwitzen.
Insofern kann ich jeden verstehen, der sich darauf freut, nach der OP kein Korsett mehr zu brauchen.

Viele Grüße
Raven

Re: Muss ich mein Korsett nach der OP noch Monate tragen??

Verfasst: Sa, 06.02.2016 - 12:53
von general-rammstein
es ging mir nicht darum, dass sie sich nach der op nicht darauf freuen soll, keines mehr zu brauchen. ich habe eher den eindruck, dass ärzte verunsicherte teenies und eltern einfach das blaue vom himmel runter versprechen und die leute dann denken... "ach lass ich mich mal kurz operieren und dann ist wieder alles in butter".

ich habe den eindruck, dass "istmirallesegal" hier nicht die nötige aufklärung bekommen hat. natürlich haben jugendliche andere "probleme" wie erwachsene. aber wenn ich vor so einem eingriff stehe, dann sollte man "auch in diesem alter schon" verstehen, dass derlei aufklärung vom arzt kommen sollte. oder sehe ich das falsch mit der aufklärung, wenn ein junges mädchen schon den op termin hat, aber nichtmal weiß ob das op-ergebnis gleich stabil ist oder ein korsett vonnöten ist. ja ich werfe hier ärzten manchmal durchaus unverantwortliche berufsauffassung vor!

und ich weiß auch das meine antworten manchmal provokativ oder spitzfindig sind und vielleicht für den ein oder anderen unverständlich . aber manche fragen, vorallem in gewissem kontext zwingen mir mal den ein oder anderen kommentar ab, der niemanden beleidigen, sondern zum nachdenken anregen soll. kontroversen sollten auch in einem forum erlaubt sein, besonders wenn es um themen mit den unterschiedlichsten ansichten geht.

Re: Muss ich mein Korsett nach der OP noch Monate tragen??

Verfasst: Sa, 06.02.2016 - 15:12
von Raven
general-rammstein hat geschrieben:es ging mir nicht darum, dass sie sich nach der op nicht darauf freuen soll, keines mehr zu brauchen. ich habe eher den eindruck, dass ärzte verunsicherte teenies und eltern einfach das blaue vom himmel runter versprechen und die leute dann denken... "ach lass ich mich mal kurz operieren und dann ist wieder alles in butter".
Ich stimme dir zu - hin und wieder ist mir das bei Patienten aufgefallen. Es wurde z.B. nicht unterschieden, welche der Dinge, die nach OP langfristig meist möglich sind, problemlos oder doch nur mit Einschränkungen möglich sind (z.B. Sport: oft Aussagen wie "man darf alles außer Fallschirmspringen", was so wirken kann, als ginge jeder Sport problemlos - tja, ich kann prinzipiell schon vieles... fragt sich bloß, wie es dabei oder hinterher weh tut oder wie ich mich "anstelle"), oder Zeiträume wurden (ohne das hervorzuheben) eher für den bestmöglichen Verlauf und die bestmöglichen Bedingungen genannt (z.B., wann Schulbesuch möglich ist: es werden oft Zeiträume genannt, die eher für jemanden realistisch sind, der zur Schule gebracht werden kann und auf den viel Rücksicht in der Schule genommen wird).
Eine OP sollte keinesfalls so angegangen werden, dass man denkt - mal plakativ gesagt - "ich lass' das mal jetzt wegoperieren, und dann trage ich die schicken Tops". Dergleichen habe ich auch schon bei Patienten erlebt, tendenziell noch jünger und mit wesentlich geringeren Cobb-Werten. Da wurde sich tatsächlich vorgestellt, eine Woche ins Krankenhaus, Korsett weg, und man hat einen normalen Rücken und könne die Versteifung vollständig kompensieren. War in den Fällen aber bevor das überhaupt mit Ärzten besprochen wurde, die Patienten noch weit von der OP-Indikation entfernt.
general-rammstein hat geschrieben:natürlich haben jugendliche andere "probleme" wie erwachsene.
Und aus eigener Erfahrung mit Versteifung seit dem 13. Lebensjahr: als Jugendlicher fällt die Bewegungseinschränkung nach einer OP noch mehr auf als als Erwachsener, weil man viel häufiger mit der Situation konfrontiert ist, dass in einer Gruppe eine Beweglichkeit angenommen wird, die man einfach nicht hat. Mit jetzt 32 muss ich wesentlich seltener um Rücksichtnahme bitten als mit 13.... und es wird auch von anderen ernster genommen.
Bin daher der Meinung, dass die Konsequenzen einer Versteifung sowieso auch einem Jugendlichen sehr bewusst sein sollten, da zwar meist viele jugendtypische Aktivitäten machbar sind (auch ich habe da von Zeltlager, Disco, Abschlussfahrten, Gruppenfahrten, Freund haben, Praktika machen, Ausbildungsplatz finden... viel mitgemacht), aber man dennoch auffallen wird. Und tendenziell, so meine Erfahrung aus eigener Sicht und von anderen, wird man vielleicht das ein oder andere "Jugendproblem" von zuvor nochmal überdenken und ein Stück erwachsener werden, wenn man sich erst recht (!) nach OP viele Gedanken über Gesundheit, Ergonomie etc. machen muss.
general-rammstein hat geschrieben: natürlich haben jugendliche andere "probleme" wie erwachsene. aber wenn ich vor so einem eingriff stehe, dann sollte man "auch in diesem alter schon" verstehen, dass derlei aufklärung vom arzt kommen sollte.
Ich stimme dir voll und ganz zu!
general-rammstein hat geschrieben: oder sehe ich das falsch mit der aufklärung, wenn ein junges mädchen schon den op termin hat, aber nichtmal weiß ob das op-ergebnis gleich stabil ist oder ein korsett vonnöten ist. ja ich werfe hier ärzten manchmal durchaus unverantwortliche berufsauffassung vor!
Details der Aufklärung finden - leider! - oft erst bei einem weiteren Termin wenige Wochen vor OP statt. Oft werden OP-Termine sehr lange im Voraus vergeben, v.a., wenn ein OP-Termin nach Möglichkeit in die Schulferien gelegt werden soll.
Mein OP-Termin wurde damals ca. ein Jahr (!) im Voraus vergeben. Es fand zu dem Zeitpunkt auch schon eine Aufklärung statt (die, trotz meines jungen Alters, nicht verharmlosend war, inklusive der Aufklärung, was eine Versteifung der LWS üblicherweise bedeutet, ebenso, dass die Versteifungsstrecke erst kurzfristig anhand des weiteren Verlaufs festgelegt werden kann). Die ganz konkrete (da ging es z.B. auch um die deutlichere Festlegung der Versteifungsstrecke auf "von Th3 oder Th4 bis L4 oder L5", Konkretisierung von Verhaltensregeln bei L5-Versteifung, Klärung ob Korsett oder Gips) war dann ca. 6 Wochen vor OP.

Bin sowieso der Meinung, dass man nur sehr gut vorbereitet eine WS-OP durchführen lassen soll (andere planbare ebenso), und mein Motto ist "schön, wenn man die OP nicht braucht, aber gut, dass es sie gibt".

Viele Grüße
Raven

Re: Muss ich mein Korsett nach der OP noch Monate tragen??

Verfasst: Sa, 06.02.2016 - 18:45
von Lego66
general-rammstein hat geschrieben:uiuiui jetzt schon kein bock mehr auf`n korsett, aber scharf auf die OP :eek:

was denkste was es mit der OP auf sich hat... zauberei vielleicht?
Es wäre vielleicht besser, erstmal zu überlegen, wie Kommentare ankommen, bevor man sie absendet. Vor Allem Jugentlichen oder Kindern gegenüber!

Wo stand denn, dass sie "scharf ist auf ne OP? Wir wollen uns hier doch gegenseitig helfen, und den Anderen nicht schocken oder frustrieren. Ein Kommentar sollte konstruktiv sein, und nicht destruktiv! Und er sollte so geschrieben werden, dass der Andere eine Chance hat zu verstehen, worauf man hinauswill. Unangebrachte Provokation oder Profilierung auf Kosten Dritter finde ich hier fehl am Platz.

-Sorry wenn ich das so... sage-

Gruß, Gaby

Re: Muss ich mein Korsett nach der OP noch Monate tragen??

Verfasst: Sa, 06.02.2016 - 21:00
von general-rammstein
liebste gaby,

ich bedanke mich herzlich für den vermeintlichen versuch einer retourkutsche auf etwas, was du nicht verstanden hast (auch deine umformulierung im anderen thread macht deinen standpunkt nicht richtiger).

sorry... wenn ich das jetzt so behaupte um mich zu profilieren ;-)

ich ziehe mich hier besser zurück, da es eh offtopic ist und nicht zielführender wird.