Hallo zusammen,
ich habe eine Skoliose die vor zehn Jahren operiert wurde. Damals betrug die Verkrümmung knapp 70 Grad und versteift wurden BWK 6- BWK 12.
Laut neuesten Untersuchungen ist soweit alles noch okay, aber seit meinem Praktikum im Einzelhandel habe ich wieder starke Rückenschmerzen, vor allem am unteren Rücken. Dazu muss ich gestehen, dass ich erst vor kurzem wieder mit Rückentraining begonnen habe. Schwer heben muss ich in dem Praktikum nicht ( konnte ich mit den Mitarbeitern klären), aber das Bücken etc lässt sich nicht vermeiden. Habe wieder starke Beschwerden und gelesen, dass nach einer operierten Skoliose die nicht versteiften Wirbel umso höherer Belastung unterliegen wodurch sich auch die Verkrümmung verstärken kann.
Meine Frage ist jetzt, bevor ich eine falsche Berufswahl eingehe:
Was begünstigt solche Verschlechterungen der freien Wirbel?
Ist es auch das immer wiederkehrende Bücken ( trotz rückengerechter Ausführung) ?
Nach vorne beugen etc?
Was sonst noch?
Gibt es hier jemanden der im Einzelhandel oder einem vergleichbaren Bereich mit ( operierter) Skoliose arbeitet?
Mir wurde schon ständiges Sitzen empfohlen, wovon ich aber aus Erfahrung sagen kann, dass das für meinen Rücken alles andere als gut ist und ich auch davon abgesehen damit nicht klar komme...
LG Skoli
Gefahr der Verschlechterung nach operierter Skoliose. Wann?
- Kaffeetrinker
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Reha BaSa 02/03 2014
es war geil und vermiss die Leute echt :) (und die Quälerei^^) - Wohnort: Südpfalz
Re: Gefahr der Verschlechterung nach operierter Skoliose. Wa
Die Rückenschmerzen bei solchen Berufen werden dich ständig begleiten, da haben schon "nrmale" Rücken Probleme damit auch wenns "rückengerecht" ausgeführt wird.
Die Wirbel der unversteiften WS müssen seit der OP ne große Menge an Belastungen abfangen was sonst auf die gesamte WS verteilt wäre, das bekommen die unteren Wirbekl umsomehr ab-zusätzlich zur normalen Belastung.
Nicht umsonst darf ich auch nur noch ständig leichte Tätigkeiten machen mit weiteren Einschränkungen(Gutachten per DRV)
Ich mache bald Umschulung zum Bürojob, was mit einem vernünftigen Stuhl möglich ist, zusätzlich natürlich gehe ich ins Studio.
Trotzdem habe ich weiterhin Schmerzen aber weitaus weniger als in dem belastenden Beruf den ich hatte und nicht mehr ausführen darf/kann.
Bin nicht operiert und das bleibt auch so weil sie die Lendenwirbel auch immer mehr melden, wen ich jetzt ne OP machen würde könnte ich in naher Zukunft unten auch noch ne OP gebrauchen, das will ich nicht.
Die Wirbel der unversteiften WS müssen seit der OP ne große Menge an Belastungen abfangen was sonst auf die gesamte WS verteilt wäre, das bekommen die unteren Wirbekl umsomehr ab-zusätzlich zur normalen Belastung.
Nicht umsonst darf ich auch nur noch ständig leichte Tätigkeiten machen mit weiteren Einschränkungen(Gutachten per DRV)
Ich mache bald Umschulung zum Bürojob, was mit einem vernünftigen Stuhl möglich ist, zusätzlich natürlich gehe ich ins Studio.
Trotzdem habe ich weiterhin Schmerzen aber weitaus weniger als in dem belastenden Beruf den ich hatte und nicht mehr ausführen darf/kann.
Bin nicht operiert und das bleibt auch so weil sie die Lendenwirbel auch immer mehr melden, wen ich jetzt ne OP machen würde könnte ich in naher Zukunft unten auch noch ne OP gebrauchen, das will ich nicht.
- Raven
- Profi

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- Registriert: Fr, 21.01.2011 - 21:33
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
- Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade
Re: Gefahr der Verschlechterung nach operierter Skoliose. Wa
Hallo,
Gut sind für mich Tätigkeiten mit Stehen und Sitzen im Wechsel, am besten funktioniert Büroarbeit oder allgemein Arbeit am Tisch, bei der es jederzeit möglich ist, zwischendurch aufzustehen. Sitztätigkeiten, bei denen ich am Platz bleiben muss, sind für mich fast genauso schlecht wie Tätigkeiten mit viel Bücken.
Die von dir beschriebene Tätigkeit könnte ich sicherlich nicht ohne große Probleme ausüben.
Große Schwierigkeiten hatte ich z.B. bei der Tätigkeit in technischen Laboren und Werkstätten; war Teil der Praktika in meinem Studium. Dauerschmerzen (insbesondere unterhalb der Versteifung sowie in den Schultern) und große, auch nach einiger Zeit der "Gewöhnung" nicht nachlassende körperliche Erschöpfung (also nicht nur auf ungewohnte Tätigkeit oder irgendeine "Untrainiertheit" zurückzuführen, sondern grundsätzlich nicht geeignet) waren die Auswirkung, als Beruf ginge das keinesfalls. Diese Tätigkeiten umfassten das Arbeiten in unergonomischen Positionen am Tisch, z.T. vornüber gebeugt, Arbeiten in Hocke, Heben von Gegenständen im Bereich ca. 5 kg aus ungünstigen Positionen, häufiges Ziehen und Drücken an sowie Halten von Gegenständen, allgemein handwerkliche Tätigkeiten, Pausen nur zu festgelegten Zeiten.
Viele Grüße
Raven
von ständigem Sitzen kann ich nur abraten. Habe selbst eine operativ versteifte Wirbelsäule.Mir wurde schon ständiges Sitzen empfohlen, wovon ich aber aus Erfahrung sagen kann, dass das für meinen Rücken alles andere als gut ist und ich auch davon abgesehen damit nicht klar komme...
Gut sind für mich Tätigkeiten mit Stehen und Sitzen im Wechsel, am besten funktioniert Büroarbeit oder allgemein Arbeit am Tisch, bei der es jederzeit möglich ist, zwischendurch aufzustehen. Sitztätigkeiten, bei denen ich am Platz bleiben muss, sind für mich fast genauso schlecht wie Tätigkeiten mit viel Bücken.
Die von dir beschriebene Tätigkeit könnte ich sicherlich nicht ohne große Probleme ausüben.
Ist bei mir genauso: Bürotätigkeit, wechselnd stehen und sitzen, darf keine Tätigkeiten mit Zwangshaltungen, unsicherem Stand, Heben über x kg (die x stehen genauer im Gutachten), ... machen. Ich abeite im Büro, technischer Bereich (vor allem IT; IT-Ausbildung und Studium), und habe das Glück, keine festen Arbeitszeiten zu haben, sondern mir Pausen und Dauer des Arbeitstages, sowie die Aufteilung Büro und Homeoffice, selbst einteilen zu können. Ist keine spezielle Regelung für mich, sondern in dem Beruf und bei dem Arbeitgeber für alle regulär der Fall, und passt zu meinen Bedürfnissen natürlich sehr gut. Unter den Bedingungen kann ich schmerzfrei arbeiten.Kaffeetrinker hat geschrieben:Nicht umsonst darf ich auch nur noch ständig leichte Tätigkeiten machen mit weiteren Einschränkungen(Gutachten per DRV)
Große Schwierigkeiten hatte ich z.B. bei der Tätigkeit in technischen Laboren und Werkstätten; war Teil der Praktika in meinem Studium. Dauerschmerzen (insbesondere unterhalb der Versteifung sowie in den Schultern) und große, auch nach einiger Zeit der "Gewöhnung" nicht nachlassende körperliche Erschöpfung (also nicht nur auf ungewohnte Tätigkeit oder irgendeine "Untrainiertheit" zurückzuführen, sondern grundsätzlich nicht geeignet) waren die Auswirkung, als Beruf ginge das keinesfalls. Diese Tätigkeiten umfassten das Arbeiten in unergonomischen Positionen am Tisch, z.T. vornüber gebeugt, Arbeiten in Hocke, Heben von Gegenständen im Bereich ca. 5 kg aus ungünstigen Positionen, häufiges Ziehen und Drücken an sowie Halten von Gegenständen, allgemein handwerkliche Tätigkeiten, Pausen nur zu festgelegten Zeiten.
Viele Grüße
Raven
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
OP-Röntgenbilder
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