Neu hier..Brauche Rat..

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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Justine
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Registriert: Do, 21.08.2014 - 22:49
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose

Neu hier..Brauche Rat..

Beitrag von Justine »

Hallo ihr Lieben :) Ich bin echt froh dieses Forum gefunden zu haben vllt. könnt ihr mir ja helfen.
Erstmal stelle ich mich vor (Sry wenn man sich woanders vorstellen sollte^^)
Ich bin die Justine aus Lübeck und bin 22 Jahre alt und habe Skoliose seid meiner Kindheit + Hohlkreuz
Seid etwa 6 Wochen habe ich starke Schmerzen im lendenwirbelbereich.
Mein Hausarzt ging von einer Nierentzündung aus und ich bekam 7 Tage Antibotikum.
Trozdem blieb der Schmerz bestehen und ich ging zum Urologen die Niere war ok also ging ich ganz stark davon aus das es vom Rücken kommt.
Ich wurde trotz Schmerzen nicht beim Orthopäden angenommen und sollte ernsthaft 3-4 wochen auf einen Termin warten.
Am Mittwoch hielt ich es aber nichtmehr aus und fuhr ins Krankenhaus da auch keine Schmerzmittel mehr halfen.
Man sagte mir sofort das es an der Skoliose liegt und ich unbedingt in eine Reha sollte.
Am Donnerstag ging ich also nochmal zum Hausarzt er wollte das ich mir so schnell wie möglich eine Überweisung vom Orthopäden hole da ich es schnell in angriff nehmen soll auch wenn meine Skoliose nicht so Stark ausgeprägt ist hätte ich einen anspruch auf die Reha weil es sich nicht verschlimmern soll.
Von der Krankengymnastik riet er mir sofort ab weil nicht jeder damit umgehen könnte und es mir 2 mal die Woche nichts bringen würde da ich auch sehr viel bei den übungen falsch machen könnte.In Der Klinik wäre ich besser aufgehoben.
Ich fand die Idee Klasse mir hat damals die Krankengymnastik schon nichts gebrachthat.Habe als Kind 4-5 mal die Woche Krankengymnastik bekommen und der Schmerz verschlimmerte sich ständig.
Nun ging ich also heute zum Orthopäden und ich dachte ich falle aus allen Wolken..
Man nahm mich kein Stück ernst..Belächelte mich sogar..
Der Arzt wollte mich noch nicht einmal Röngten und sagte mir das es schon nicht so schlimm wäre.
Eine Überweisung für die Klinik gab er mir nicht da es angeblich nur OP Patienten kriegen und ich nur eine 10 Grad verkrümmung habe(Was aber nicht stimmen kann weil sie damals Schlimmer war und mein letzter Orthopäde mir sagte das es sich ständig verschlimmert).Nun bin ich verwirrt..Mein Hausarzt sagte mir das jeder Skoliose Patient Reha bekommen kann.
Ich weiß einfach nicht weiter..
Ich kann nicht gehen nicht liegen und vorallem kaum noch sitzen weil ich so starke Schmerzen habe :(
Von meinem Hausarzt bekam ich 'Arcoxia 60 mg' die schmerzen bleiben aber weiter bestehen und es wird jede Stunde schlimmer..
Ich kann mich einfach nichtmehr bewegen und bin wircklich nur am weinen weil es ebend so wehtut..
Ich bin wircklich verzweifelt..Ich mein ich bin erst 22 Jahre da sollte man doch noch nicht solche Rückenprobleme haben..
Ich mache seid etwa 2 Jahren Sport aber auch nach dem Sport habe ich ständig Rückenschmerzen es hilft mir einfach nicht.
Kann der Hausarzt mir denn keine Überweisung geben?
Soweit ich weiß würde es auch meine KrankenKasse zahlen..
Habt ihr Rat ?:(

Würde mich über antworten freuen..

Liebe Grüße Justine
Saphira
Profi
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Beiträge: 1511
Registriert: Mo, 07.06.2010 - 13:49
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose: hochthorakal 15°, thorakolumbal 19°;
Hüftdysplasie bds.
Therapie: "normale" KG; Schroth-Reha in Sobi 04.2011 und 12.2013; seit 11.2013 Korsett von CCtec -> Mitte 2014 wg. Hüft- und Knieproblemen samt OPs abgebrochen

Re: Neu hier..Brauche Rat..

Beitrag von Saphira »

Hallo Justine,

und erstmal :welcome: .

Schmerzen zu haben ist nicht schön. Das, was du bei deinem Orthopäden erlebt hast ist auch nicht schön. Leider nehmen viele Orthopäden eine Skoliose nicht ernst. Mir scheint, dein Hausarzt scheint da mehr Ahnung von zu haben. Prinzipiell kann auch dein Hausarzt solch eine Reha einleiten. Allerdings wäre eine fundierte Diagnose mit entsprechenden Röntgenbildern (Wirbelsäulenganzaufnahmen, also komplette Wirbelsäule am Stück auf einem Bild von vorn und von der Seite→ was leider technisch nicht jedem Orthopäden möglich ist; aber vllt. gibt es bei dir in der Nähe eine Radiologiepraxis oder Klinik, die sowas anfertigen können) und den Gradzahle für den Rehaantrag von Vorteil.

Um an eine solche Reha zu kommen, brauchst du einen Antrag von deinem Arzt für einen Antrag auf stationäre Rehabilitationsmaßnahmen. Dann muss geprüft werden, welcher Kostenträger dafür zuständig ist und bei diesem zuständigen Kostenträger wird der Rehaantrag dann gestellt. Bei Berufstätigen ist im Normalfall die Rentenversicherung der zuständige Kostenträger, bei den anderen die Krankenkasse. Bei diesen Anträgen gibt es einen Teil, den du als Patient ausfüllen musst und einen Teil, den dein Arzt ausfüllen muss. Als Kliniken für Skoliose- und Hyperkyphosepatienten gibt es hier in Deutschland zwei Kliniken, die nach der Methode von Katharina-Schroth arbeiten und das wären die Asklepios-Katharina-Schroth-Kliniken in Bad Sobernheim und in Bad Salzungen. Das sollte auf dem Antrag auf jeden Fall angegeben werden.

Das jetzt nur mal so in Kurzform ;) . Für die Reha brauchst du also keine Überweisung oder Einweisung, sondern musst einen entsprechenden Rehaantrag stellen. Aber eine vernünftige fundierte Diagnose wäre von Vorteil. Es ist auch nicht sicher gesagt, dass eine Skoliose unbedingt Schmerzen verursachen muss. Es könnten auch andere Faktoren dahinter stecken (z.B. Bandscheibenschäden, Gleitwirbel, abgelaufener Morbus Scheuermann etc.), was abgeklärt werden sollte, ebenso wie die Ausprägung der Skoliose und auch des Hohlkreuzes oder eines evtl. vorhandenen Rundrückens (Hyperkyphose, geht oft einher mit einem Hohlkreuz und wird von Orthopäden meist noch mehr vernachlässigt als eine Skoliose, kann aber genauso Schmerzen verursachen).

Grüßle,

Saphira
Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.
Justine
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Diagnose: Skoliose

Re: Neu hier..Brauche Rat..

Beitrag von Justine »

Saphira hat geschrieben:Hallo Justine,

und erstmal :welcome: .

Schmerzen zu haben ist nicht schön. Das, was du bei deinem Orthopäden erlebt hast ist auch nicht schön. Leider nehmen viele Orthopäden eine Skoliose nicht ernst. Mir scheint, dein Hausarzt scheint da mehr Ahnung von zu haben. Prinzipiell kann auch dein Hausarzt solch eine Reha einleiten. Allerdings wäre eine fundierte Diagnose mit entsprechenden Röntgenbildern (Wirbelsäulenganzaufnahmen, also komplette Wirbelsäule am Stück auf einem Bild von vorn und von der Seite→ was leider technisch nicht jedem Orthopäden möglich ist; aber vllt. gibt es bei dir in der Nähe eine Radiologiepraxis oder Klinik, die sowas anfertigen können) und den Gradzahle für den Rehaantrag von Vorteil.

Um an eine solche Reha zu kommen, brauchst du einen Antrag von deinem Arzt für einen Antrag auf stationäre Rehabilitationsmaßnahmen. Dann muss geprüft werden, welcher Kostenträger dafür zuständig ist und bei diesem zuständigen Kostenträger wird der Rehaantrag dann gestellt. Bei Berufstätigen ist im Normalfall die Rentenversicherung der zuständige Kostenträger, bei den anderen die Krankenkasse. Bei diesen Anträgen gibt es einen Teil, den du als Patient ausfüllen musst und einen Teil, den dein Arzt ausfüllen muss. Als Kliniken für Skoliose- und Hyperkyphosepatienten gibt es hier in Deutschland zwei Kliniken, die nach der Methode von Katharina-Schroth arbeiten und das wären die Asklepios-Katharina-Schroth-Kliniken in Bad Sobernheim und in Bad Salzungen. Das sollte auf dem Antrag auf jeden Fall angegeben werden.

Das jetzt nur mal so in Kurzform ;) . Für die Reha brauchst du also keine Überweisung oder Einweisung, sondern musst einen entsprechenden Rehaantrag stellen. Aber eine vernünftige fundierte Diagnose wäre von Vorteil. Es ist auch nicht sicher gesagt, dass eine Skoliose unbedingt Schmerzen verursachen muss. Es könnten auch andere Faktoren dahinter stecken (z.B. Bandscheibenschäden, Gleitwirbel, abgelaufener Morbus Scheuermann etc.), was abgeklärt werden sollte, ebenso wie die Ausprägung der Skoliose und auch des Hohlkreuzes oder eines evtl. vorhandenen Rundrückens (Hyperkyphose, geht oft einher mit einem Hohlkreuz und wird von Orthopäden meist noch mehr vernachlässigt als eine Skoliose, kann aber genauso Schmerzen verursachen).

Grüßle,

Saphira

Hallo und danke für die schnelle antwort :)

Habe noch vergessen das ich den Orthopäden nach langem Diskutieren doch noch dazu gebracht habe mich zu röngten.
Es wurde die obere und untere Wirbelsäule geröngt einmal von vorne und von der Seite.
Ich fand es sehr schade das man mich überhaupt nicht ernst nahm man wollte mir einen Rückenstrecker verkaufen.
Doch leider fehlt das Geld weil ich seid einigen Jahren Chronische Depressionen habe und Krankgeschrieben bin.
Es kam mir einfach so vor als ob er nur verdienen wollte.
Als ich eine Spritze gegen die Schmerzen ablehnte wurde er schnell schnippisch und sagte mir das die Schmerzen dann nicht so schlimm sein könnten.
Was ich eine ziemliche Frechheit fand nicht jeder mag Spritzen und nur weil man keine will heisst es noch lange nicht das es auszuhalten ist.
Wäre es denn auch noch sinnvoll meine alten röngtenbilder dazu zu legen?
Ich werde es dann mal gleich am Montag zu meinem Hausarzt gehen damit das endlich geklärt wird.

Muss ich den antrag denn bei der Krankenkasse einreichen oder tut dies der Arzt?
Sonst würde es noch die möglichkeit geben es beim Arbeitsamt einzureichen sagte mein Hausarzt da würde es angeblich immer klappen aber da hab ich so meine bedenken..

Welche ist denn die bessere Klinik? Mein Arzt riet mir die in Bad Sobernheim

Ich hatte damals einen super Orthopäden der jetzt leider nur noch Privat Patienten behandelt und er sagte mir das es durch die Skoliose und dem Hohlkreuz kommt weswegen ich dann auch Krankengymnastik bekam was mir aber leider gar nicht geholfen hat.
Habe auch erst am Mittwoch von so einer Reha erfahren
Aber danke dir jetzt bin ich um einiges schlauer :)

Liebe Grüße Justine
minimine
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Re: Neu hier..Brauche Rat..

Beitrag von minimine »

Hallo Justine,

erst einmal herzlich willkommen hier im :forum:

Vor einer Behandlung, egal welcher!, sollte zunächst die Diagnostik stehen. Du schreibst selbst, dass die Krankengymnastik nichts gebracht hat, woher willst du denn selbst beurteilen, ob das bei einer Reha (die zu 90% ebenfalls aus Krankengymnastik besteht!!) anders wäre. Das muss schon ein Arzt beurteilen, ob das für dich überhaupt in Frage kommt oder ob nicht andere Möglichkeiten zuerst erfolgen sollten. Generell gilt sowieso, dass zuerst ambulante Maßnahmen ausgeschöpft sein müssen, bevor eine Reha eingeleitet wird, sprich es sollte schon ambulante KG erfolgt sein. Evtl. kommt auch ein Korsett bei dir in Frage.

Meiner Meinung nach kommst du nicht drum herum nochmal zu einem anderen Orthopäden, bevorzugt natürlich gleich ein Spezialist, zu gehen. Es muss erst geklärt werden, wie stark deine Skoliose ist und ob sie überhaupt dein Hauptproblem ist. Vielleicht ist auch die seitliche Problematik, also Rundrücken und/oder Hohlkreuz das Hauptproblem. Das muss aber vor einer Reha geklärt werden.
Auch sollte geklärt werden, ob nicht noch andere Ursachen für die Schmerzen vorliegen, z.B. Bandscheibenproblematik. Es ist immer sehr leicht, alles gleich auf die Skoliose zu schieben. ;) Außerdem sollte man auch immer die Ausprägung der Krümmung kennen, damit man später vergleichen kann, ob sie besser oder schlimmer wurde und wie sie sich langfristig entwickelt.
Wie gesagt, wenn möglich solltest du einen der hier genannten Spezialisten aufsuchen. Aus welcher Gegend kommst du denn?

Was die akuten Schmerzen angeht, so kann eine Spritzentherapie schon helfen. Man muss auch erstmal den Schmerzkreislauf unterbrechen, damit man sich wieder normal bewegt und nicht noch mehr verspannt. Habe selbst schon welche bekommen und würde mich auch jederzeit im akuten Fall wieder welche geben lassen. Sicher muss dann langfristig auch eine geeignete Therapie stattfinden, aber so schnell geht das nun mal nicht. Eine Reha z.B. muss erst mal eingereicht und genehmigt werden und dann kommt es noch darauf an, wie schnell die Klinik einen Platz frei hat. Das kann gut 3-6 Monate dauern!
LG
Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
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