OP mit 5 Jahren - was kommt da auf uns zu???????

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Steppi

OP mit 5 Jahren - was kommt da auf uns zu???????

Beitrag von Steppi »

Hallo,
meine Tochter hat seid ihrem 3. Lebensjahr Skoliose (70°) und trägt seitdem brav ihr Corsett, aber jetzt muß sie operiert werden. Sie wird von vorne operiert und die betroffenen Wirbeln werden versteift. Für uns ist das totales Neuland und wir würden gerne wissen, was da auf uns und vorallem auf meine Tochter zukommt. Wird sie nach der OP große Schmerzen haben, wie lange dauert es danach, bis sie sich wieder "normal" bewegen kann, wie verhalten wir (Eltern) uns am besten, ....... ??????????????????
Wer kann mir da Information geben oder hat das Ganze vielleicht schon selber durchgemacht? Oder gibt es eine Lektüre darüber?
Danke für die Hilfe!
Steppi
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo Steppi,

es gibt ein sehr lesenswertes OP-Tagebuch eines Forumsmitglieds (stonewoman):

http://www.skoliose-op.info/

Wo wird deine Tochter denn operiert? Von wem hat sie das Korsett? Korrigiert es gut?

Liebe Grüße,
Dalia
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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Ciara
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OP mit 5...

Beitrag von Ciara »

Hallo Steppi,

ich wurde mit 6 Jahren das erste Mal operiert, das war 1976. Deshalb ist mein Beitrag vermutlich nicht mehr wirklich aussagekräftig. Bei mir war die Skoliose auch schon im Kindesalter sehr stark ausgeprägt; Fachkliniken gab es zu der Zeit kaum. Ich wurde dann in Berlin im Oskar-Helene-Heim nach der Methode Dwyer operiert. Diese Methode (Schrauben in Wirbelkörpern der Hauptkrümmung, verbunden mit einem Titankabel zwecks Wuchslenkung) hat sich nicht bewährt und war damals wohl noch recht neu. Bei mir ist das auch schief gegangen, da das Kabel auf Grund der Wachstumskräfte gebrochen ist und somit die Konstruktion keine Wirkung mehr hatte.

Deshalb frage ich mich ohnehin, ob eine so frühe OP so sinnvoll ist? Natürlich kann man die heutigen Möglichkeiten nicht mit der Technik von vor nahezu 30 Jahren vergleichen.

Und klar soll die Wirbelsäule noch flexibel sein, um die bestmögliche Korrektur zu erreichen, aber eine Versteifung ist eben auch eine endgültige Sache und eine normale Beweglichkeit nicht mehr gegeben. Bei mir ist in einer zweiten OP (1983) die BWS versteift worden (Harrington); wie ich es in Foren und auch aus Berichten mitbekommen habe, sind bei den heutigen OPs die versteiften Bereiche wesentlich länger.

Da frage ich auch mal ganz unbedarft die Mediziner im Forum: Hat das neben den Vorteilen (eine Verschlechterung der "Gegenkrümmung" ist nicht mehr möglich) nicht auch Nachteile, wenn nahezu die komplette WS versteift ist? Werden dadurch die wenigen, noch beweglichen Wirbel ober- und unterhalb des versteiften Bereiches nicht noch mehr belastet, gerade auch, wenn so früh im Kindesalter operiert wird?

Noch mal zu meinen eigenen Erfahrungen mit Krankenhaus, Schmerzen und so: Das Krankenhaus war furchtbar; damals war 1x am Tag Besuchszeit für eine Stunde, das ist für ein kleines Kind natürlich der Horror! An die Schmerzen kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich habe lange Zeit Gips getragen und anschließend noch ein Korsett - ich denke, etwa ein Jahr lang nach der OP war ich "gepanzert". Das ist heute sicherlich auch anders...

Hm, ich bin wohl etwas vom Thema abgekommen zwischendrin - aber ich hoffe, dass kluge Köpfe etwas zu meinen Fragen sagen können. Mir fällt halt auf, dass viele, die heute operiert werden, trotz der verbesserten Techniken nach der OP mehr Schwierigkeiten und Schmerzen haben als ich, obwohl die Methode mit dem einfachen Stab ohne Verschraubung und Derotation aus heutiger Sicht wohl mittelalterlich anmuten lässt... ;)

Ich bin gespannt auf Rückmeldungen!

Liebe Grüße,
Ciara
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Gruseline
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Beitrag von Gruseline »

Hallo Steppi
70 Grad sind schon eine OP -Indikation.
Leider sagtst Du nicht wie alt Eure Tochter heute ist und ganz wichtig wie korrigiert das Korsett.
Welche Klinik habt ihr Euch ausgesucht,wer rät zum jetztigen Zeitpunkt zur OP?
HAT SICH DIE Gradzahl trotz Korsett verschlechtert?
Habt ihr wirklich alles an konservativen Mitteln ausgeschöpft?
Reha /KG täglich nach Schroth /gutes Korsett?
Ansonsten wenn kein Weg an der OP vorbei geht ,siehe Dir unter Links auf der Hauptseite, einige Berichte an.
Nach welcher Methode soll den die OP durchgeführt werden?
LG
Gruseline
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micros
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Beitrag von micros »

Hallo Gruseline,

die Tochter ist 5 Jahre alt ( siehe Überschrift des Themas).
Lache wenn es nicht zum Weinen reicht
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bluecat
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Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
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Beitrag von bluecat »

@ Steppi: Wenn ich recht verstanden habe ist eure Kleine erst 5, oder?
Es ist bestimmt sehr sehr schwer dazu eine Entscheidung zu finden. :/

Bitte seit bei der Wahl des Operateurs sehr kritisch! Ich habe 96 ein Mädchen kennengelernt, das wurde operiert, schon sehr jung, und wieder operiert und wieder und wieder und wieder. Das Ergebnis: Schmerzen, kaputte Kinderseele, unmengen RöBis, bei der keiner mehr den Durchblick hatte und eine total von OP´s "verstümmelte" WS und einen sehr ausgeprägten Buckel. Das Kind war gebrochen, viel traurig und hatte zu Ärzten kein Vertrauen mehr, weil ihr permanent falsche unrealistische Versprechungen gemacht wurden.

Ich weiß, dass ich hier sehr negativ schreibe.... ICH WILL EUCH KEINE ANGST MACHEN!!! Aber versucht zu einem der hier genannten Ärzte und Kliniken zu gehen, sucht Leute mit Erfahrungen, z.B. Prof. Halm oder einen Arzt der WWK, Dr.Hoffmann oder Dr. Steffan usw.

Viele Ärzte sind sich zu selbstsicher und das Opfer ist euer Kind und Ihr selbst!
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