Behandlungsvakuum<10°Skoliose-wie Verschlechterung vorbeugen
Verfasst: Di, 20.09.2011 - 15:11
Erst mal vielen Dank an die Betreiber und Pfleger dieses Forums! Ich habe hier viele Informationen und Tipps erhalten, die ich sonst zumindest nicht von den konventionellen Ärzten bekommen hätte. (Nur mein Osteopath hat z.B. auf KG nach Schroth hingewiesen)
Der Orthopäde nannte die Skoliose idiopathisch (Ursache unbekannt), deshalb schreibe ich in dieses Unterforum. Ich sehe aber einen Zusammenhang mit den überstreckbaren Gelenken und den Blockaden, daher ev. verschieben?
Es bleiben aber noch viele Fragen und im Verlauf der intensiven Beschäftigung mit dem Thema habe ich auch einige Ideen, die ich zur Diskussion stellen möchte und für die es ggf. Sinn macht einen Extrathread zu öffnen, erst aber einmal die Krankengeschichte:
Meine Tochter hat kürzlich bei einem Orthopäden die Diagnose „Leichte Skoliose“ bekommen (6½° am frontalen Röntgenbild mittels PC Programm ermittelt- ein seitliches Röntgenbild wurde nicht gemacht) Sie ist erst 11 Jahre und 2 Monate alt, aber schon 167cm groß und schlank.
Zur Vorgeschichte:
Rückenkrankheiten (Scheuermann und Skoliose existieren in beiden Verwandschaftslinien) und überdehnbare (hypermobile) Gelenke sind in der Familie vertreten.
Meine Tochter hat hypermobile oder überstreckbare Gelenke, hatte als (Klein)Kind immer wieder heftige Beschwerden (Schmerzen) in den Gelenken, X-Beine, steifer Gang, der Rücken war immer sehr verspannt. Mit den Händen kam sie beim Vorbeugen nur bis knapp unter die Knie. Die Schmerzen in den Gelenken waren manchmal so schlimm, dass sie beim Aufstehen morgens geweint hat oder sich geweigert hat überhaupt aufzustehen.
Ich war mit ihr in der Vergangenheit deshalb bei 5 Orthopäden (3 in Hannover, einer in Celle und einer in Lüneburg), und 3 Kinderärzten - allesamt nicht hilfreich.
Von der Empfehlung, Schmerzmittel gegen die vermuteten „Wachstumsschmerzen“ zu geben(Kinderarzt ), oder die, sie beim Ballett anzumelden und dem Kommentar: „die Muttis von Heute laufen bei jedem kleinen Zipperlein zum Arzt“ (Orthopäde) bis zu Fehldiagnosen (Leistenbruch)(Orthopäde) war so ziemlich das volle Spektrum an Ärzteunfähigkeit dabei.
Selbst rumratend haben wir sie auch auf Borreliose und Rheuma testen lassen.
Auf Empfehlung eines Kollegen meines Mannes haben wir dann als sie ca. 7 war, einen Osteopathen aufgesucht –und- siehe da, beim ersten Termin hat er sie so gut behandelt (ich nenne es einrenken, aber das hört er nicht so gerne) dass sie mit den Händen die Fußspitzen berühren konnte, ihr Gang war viel geschmeidiger und es ging ihr wirklich gut. Es wurden die Gelenke, das Becken, der Rücken und der Nacken „bearbeitet“. Die Gelenkschmerzen sind seither nie wieder gekommen. Nur im Lendenwirbelbereich blieb die Muskulatur ziemlich verspannt.
Leider sind die Blockaden/Schiefstellungen im Becken und im Rücken danach immer wieder mal aufgetreten, meist nach Remplern und vom Trampolinspringen. Auch richtig verschobene Wirbel nach Remplern kamen vor. (?Möglicherweise handelte es sich nur verdrehte Wirbel, denn auf dem Röntgenbild jetzt, war das, was ich für verschoben gehalten habe eine Verdrehung, so dass der Dornfortsatz ca. 1 cm weiter links war) Also habe ich, um die Wartezeiten von bis zu einem halben Jahr im Notfall zu vermeiden, ab ihrem 8ten Lebensjahr regelmäßige Termine alle vier Wochen wahrgenommen. Meist war dann nur eine Kleinigkeit, aber da Sie zu dem Zeitpunkt noch ein Trampolin hatte, kam es durch das Trampolinspringen häufiger zu Beckenverschiebungen. (das Trampolin hat ihr der Osteopath dann verboten).
Da ich das schnelle Wachstum in Verbindung mit den überstreckbaren Gelenken für die wiederkehrenden Probleme verantwortlich gemacht habe, wollte ich dass Sie Muskeln aufbaut, um den Halteapparat zu kräftigen. Deshalb hatte ich das Trampolin gekauft und sie im Schwimmverein angemeldet. Trotz guter Erfolge dort-sie durfte auch schon mal aufs Siegertreppchen bei Wettkämpfen- blieb die Haltung leicht „hohlkreuzig“. Krankengymnastik hatte sie zwischendurch auch schon mal verschrieben bekommen, da war ihr Widerwillen aber so heftig, dass ich mir keine Folgeverschreibungen für sie habe geben lassen. Sie sollte jetzt eigentlich das Schwimmtraining ausweiten.
Ihren Rücken hatte auch ich selbst häufig unter Sichtkontrolle (auch Vorbeugetest). Anfang des Sommers 2011 war da noch alles Tipp top. In der letzten Augustwoche 2011 waren( nach einer Rempelei??) Blockaden mit Schmerzen da, die beim Osteopathen erst beim 3ten Termin behoben werden konnten, beim Vorbeugen und Abtasten der Wirbel viel auf, dass 2 Dornfortsätze ca. 1 cm nach links versetzt waren. Da sich wie in einer Kettenreaktion nach den ersten Terminen auf die vorhandene(n) Blockade(n) wieder weitere aufbauten, wollte der Osteopath ein Röntgenbild des Rückens sehen.
Also hab ich sie hierzu bei einem weiteren Orthopäden angemeldet, diesmal einer auf Empfehlung eines Nachbarn.
In der Erwartung, dass sie beim Orthopäden auf die Streckbank gelegt wird oder zu einem kräftigen Chiropraktiker weiterverwiesen wird, bekam sie nun aber die obige Diagnose. Die Wirbel, deren Dornfortsätze abweichen, sind verdreht und nicht verschoben, das kann auch ein Laie gut am Röntgenbild sehen. Nach dem Lesen dieses Forums zweifle ich aber an der Fachkompetenz dieses Arztes:
1. Habt ihr hier im Forum geschrieben, dass zu einer Diagnose auch ein seitliches Röntgenbild gehört, dieses wurde aber nicht gemacht
2. Nannte er als Gegenmaßnahmen allgemeinen Muskelaufbau mittels u.a. Leichtathletik und Bodenturnen- wovon -soweit ich die Beiträge im Forum verstanden habe- sich die Skoliose nicht bessert, sondern sogar verschlechtern kann
3. Da er auch einen Beckenschiefstand sowie deshalb eine Beinverkürzung diagnostizierte, vermute ich, dass die Blockadekaskade sich bei ihr wieder auf den Beckenbereich ausgewirkt hat.- sobald das Becken wieder gerade ist, sind auch die Beine wieder gleich lang…. und wenn das Becken schief steht, wirkt sich das meiner Meinung nach auch auf die Stellung der Wirbelsäule aus- dies könnte die Skoliose dann vortäuschen.
4. Macht es nicht bei einer beginnenden Skoliose in diesem Alter Sinn, gleich mit „richtiger“ Krankengymnastik zu beginnen? Es wurden zwar 6 Krankengymnastikstunden aufgeschrieben, aber von spezieller Therapie war nicht die Rede und von Schroth habe ich auch zuerst hier gehört…
Vor allem zu Punkt Drei und Vier wäre es toll eure Meinung zu hören! Ich werde mit ihr auf jeden Fall erst nochmal zum Osteopathen und dann zu einem der von Euch empfohlenen Ärzte gehen. Es ist echt super, dass es dieses Forum gibt und die kompetenten Ärzte auch genannt werden.
Übrigens nannte der Orthopäde die Skoliose mit 6 ½° als nur ½° über dem, was noch als Normbereich angesehen wird. Diesen Wert hat er per PC-Programm im Röntgenbild anhand der Stellung zweier Wirbel zueinander ermittelt. Auf die Verdrehung der beiden Wirbel mit den abweichenden Dornfortsätzen ist er nicht weiter eingegangen. Wenn ich den Mittelpunkt der Rotation mit 4cm Abstand annehme (ich habe zu den Abmaßen der Wirbel keine Daten gefunden ist eh nur eine grobe Schätzung) dann ist diese Abweichung bei ca. 15° (Verdrehung um die longitudinale Achse.)
Inzwischen habe ich sie bei einer Krankengymnastin, die nach Schroth arbeitet, angemeldet (reha podbi-park). Bis zu dem Termin hatte sich schon wieder eine Beckenschiefstellung und eine Blockade gebildet)
1. -diese sagt, dass bis 10° bei der KG noch symmetrisch gearbeitet wird.
2. -Empfiehlt reflektorische* Einlagen (keine einseitige Erhöhung), um die Muskulatur anzuregen die Füße und damit die Beine aus einer asymmetrischen x-Beinstellung herauszubekommen, die die Beckenverschiebung bewirken.
*(ist das eigentlich das Gleiche wie propriozeptive Einlagen?)
3. Die Hausärztin empfiehlt zudem, von E-Gitarre auf ein Blasinstrument umzusteigen
Bei Herrn Dr. Hoffman in Leonberg/Stuttgart habe ich nun einen Termin und werde weiteres berichten
Der Orthopäde nannte die Skoliose idiopathisch (Ursache unbekannt), deshalb schreibe ich in dieses Unterforum. Ich sehe aber einen Zusammenhang mit den überstreckbaren Gelenken und den Blockaden, daher ev. verschieben?
Es bleiben aber noch viele Fragen und im Verlauf der intensiven Beschäftigung mit dem Thema habe ich auch einige Ideen, die ich zur Diskussion stellen möchte und für die es ggf. Sinn macht einen Extrathread zu öffnen, erst aber einmal die Krankengeschichte:
Meine Tochter hat kürzlich bei einem Orthopäden die Diagnose „Leichte Skoliose“ bekommen (6½° am frontalen Röntgenbild mittels PC Programm ermittelt- ein seitliches Röntgenbild wurde nicht gemacht) Sie ist erst 11 Jahre und 2 Monate alt, aber schon 167cm groß und schlank.
Zur Vorgeschichte:
Rückenkrankheiten (Scheuermann und Skoliose existieren in beiden Verwandschaftslinien) und überdehnbare (hypermobile) Gelenke sind in der Familie vertreten.
Meine Tochter hat hypermobile oder überstreckbare Gelenke, hatte als (Klein)Kind immer wieder heftige Beschwerden (Schmerzen) in den Gelenken, X-Beine, steifer Gang, der Rücken war immer sehr verspannt. Mit den Händen kam sie beim Vorbeugen nur bis knapp unter die Knie. Die Schmerzen in den Gelenken waren manchmal so schlimm, dass sie beim Aufstehen morgens geweint hat oder sich geweigert hat überhaupt aufzustehen.
Ich war mit ihr in der Vergangenheit deshalb bei 5 Orthopäden (3 in Hannover, einer in Celle und einer in Lüneburg), und 3 Kinderärzten - allesamt nicht hilfreich.
Von der Empfehlung, Schmerzmittel gegen die vermuteten „Wachstumsschmerzen“ zu geben(Kinderarzt ), oder die, sie beim Ballett anzumelden und dem Kommentar: „die Muttis von Heute laufen bei jedem kleinen Zipperlein zum Arzt“ (Orthopäde) bis zu Fehldiagnosen (Leistenbruch)(Orthopäde) war so ziemlich das volle Spektrum an Ärzteunfähigkeit dabei.
Selbst rumratend haben wir sie auch auf Borreliose und Rheuma testen lassen.
Auf Empfehlung eines Kollegen meines Mannes haben wir dann als sie ca. 7 war, einen Osteopathen aufgesucht –und- siehe da, beim ersten Termin hat er sie so gut behandelt (ich nenne es einrenken, aber das hört er nicht so gerne) dass sie mit den Händen die Fußspitzen berühren konnte, ihr Gang war viel geschmeidiger und es ging ihr wirklich gut. Es wurden die Gelenke, das Becken, der Rücken und der Nacken „bearbeitet“. Die Gelenkschmerzen sind seither nie wieder gekommen. Nur im Lendenwirbelbereich blieb die Muskulatur ziemlich verspannt.
Leider sind die Blockaden/Schiefstellungen im Becken und im Rücken danach immer wieder mal aufgetreten, meist nach Remplern und vom Trampolinspringen. Auch richtig verschobene Wirbel nach Remplern kamen vor. (?Möglicherweise handelte es sich nur verdrehte Wirbel, denn auf dem Röntgenbild jetzt, war das, was ich für verschoben gehalten habe eine Verdrehung, so dass der Dornfortsatz ca. 1 cm weiter links war) Also habe ich, um die Wartezeiten von bis zu einem halben Jahr im Notfall zu vermeiden, ab ihrem 8ten Lebensjahr regelmäßige Termine alle vier Wochen wahrgenommen. Meist war dann nur eine Kleinigkeit, aber da Sie zu dem Zeitpunkt noch ein Trampolin hatte, kam es durch das Trampolinspringen häufiger zu Beckenverschiebungen. (das Trampolin hat ihr der Osteopath dann verboten).
Da ich das schnelle Wachstum in Verbindung mit den überstreckbaren Gelenken für die wiederkehrenden Probleme verantwortlich gemacht habe, wollte ich dass Sie Muskeln aufbaut, um den Halteapparat zu kräftigen. Deshalb hatte ich das Trampolin gekauft und sie im Schwimmverein angemeldet. Trotz guter Erfolge dort-sie durfte auch schon mal aufs Siegertreppchen bei Wettkämpfen- blieb die Haltung leicht „hohlkreuzig“. Krankengymnastik hatte sie zwischendurch auch schon mal verschrieben bekommen, da war ihr Widerwillen aber so heftig, dass ich mir keine Folgeverschreibungen für sie habe geben lassen. Sie sollte jetzt eigentlich das Schwimmtraining ausweiten.
Ihren Rücken hatte auch ich selbst häufig unter Sichtkontrolle (auch Vorbeugetest). Anfang des Sommers 2011 war da noch alles Tipp top. In der letzten Augustwoche 2011 waren( nach einer Rempelei??) Blockaden mit Schmerzen da, die beim Osteopathen erst beim 3ten Termin behoben werden konnten, beim Vorbeugen und Abtasten der Wirbel viel auf, dass 2 Dornfortsätze ca. 1 cm nach links versetzt waren. Da sich wie in einer Kettenreaktion nach den ersten Terminen auf die vorhandene(n) Blockade(n) wieder weitere aufbauten, wollte der Osteopath ein Röntgenbild des Rückens sehen.
Also hab ich sie hierzu bei einem weiteren Orthopäden angemeldet, diesmal einer auf Empfehlung eines Nachbarn.
In der Erwartung, dass sie beim Orthopäden auf die Streckbank gelegt wird oder zu einem kräftigen Chiropraktiker weiterverwiesen wird, bekam sie nun aber die obige Diagnose. Die Wirbel, deren Dornfortsätze abweichen, sind verdreht und nicht verschoben, das kann auch ein Laie gut am Röntgenbild sehen. Nach dem Lesen dieses Forums zweifle ich aber an der Fachkompetenz dieses Arztes:
1. Habt ihr hier im Forum geschrieben, dass zu einer Diagnose auch ein seitliches Röntgenbild gehört, dieses wurde aber nicht gemacht
2. Nannte er als Gegenmaßnahmen allgemeinen Muskelaufbau mittels u.a. Leichtathletik und Bodenturnen- wovon -soweit ich die Beiträge im Forum verstanden habe- sich die Skoliose nicht bessert, sondern sogar verschlechtern kann
3. Da er auch einen Beckenschiefstand sowie deshalb eine Beinverkürzung diagnostizierte, vermute ich, dass die Blockadekaskade sich bei ihr wieder auf den Beckenbereich ausgewirkt hat.- sobald das Becken wieder gerade ist, sind auch die Beine wieder gleich lang…. und wenn das Becken schief steht, wirkt sich das meiner Meinung nach auch auf die Stellung der Wirbelsäule aus- dies könnte die Skoliose dann vortäuschen.
4. Macht es nicht bei einer beginnenden Skoliose in diesem Alter Sinn, gleich mit „richtiger“ Krankengymnastik zu beginnen? Es wurden zwar 6 Krankengymnastikstunden aufgeschrieben, aber von spezieller Therapie war nicht die Rede und von Schroth habe ich auch zuerst hier gehört…
Vor allem zu Punkt Drei und Vier wäre es toll eure Meinung zu hören! Ich werde mit ihr auf jeden Fall erst nochmal zum Osteopathen und dann zu einem der von Euch empfohlenen Ärzte gehen. Es ist echt super, dass es dieses Forum gibt und die kompetenten Ärzte auch genannt werden.
Übrigens nannte der Orthopäde die Skoliose mit 6 ½° als nur ½° über dem, was noch als Normbereich angesehen wird. Diesen Wert hat er per PC-Programm im Röntgenbild anhand der Stellung zweier Wirbel zueinander ermittelt. Auf die Verdrehung der beiden Wirbel mit den abweichenden Dornfortsätzen ist er nicht weiter eingegangen. Wenn ich den Mittelpunkt der Rotation mit 4cm Abstand annehme (ich habe zu den Abmaßen der Wirbel keine Daten gefunden ist eh nur eine grobe Schätzung) dann ist diese Abweichung bei ca. 15° (Verdrehung um die longitudinale Achse.)
Inzwischen habe ich sie bei einer Krankengymnastin, die nach Schroth arbeitet, angemeldet (reha podbi-park). Bis zu dem Termin hatte sich schon wieder eine Beckenschiefstellung und eine Blockade gebildet)
1. -diese sagt, dass bis 10° bei der KG noch symmetrisch gearbeitet wird.
2. -Empfiehlt reflektorische* Einlagen (keine einseitige Erhöhung), um die Muskulatur anzuregen die Füße und damit die Beine aus einer asymmetrischen x-Beinstellung herauszubekommen, die die Beckenverschiebung bewirken.
*(ist das eigentlich das Gleiche wie propriozeptive Einlagen?)
3. Die Hausärztin empfiehlt zudem, von E-Gitarre auf ein Blasinstrument umzusteigen
Bei Herrn Dr. Hoffman in Leonberg/Stuttgart habe ich nun einen Termin und werde weiteres berichten