Silas hat geschrieben:Bei allem Respekt, Klaus, aber ich kann absolut nicht nachvollziehen, dass Du Krankengymnastik und Geistheilung hier allen Ernstes miteinander vergleichst..
Das mache ich doch gar nicht!
Klaus hat geschrieben:Und man muss wohl auch bedenken, dass die KG nach Schroth sich immer noch nicht vollständig durchgesetzt hat, weil von noch zu vielen als angeblich veraltet und wirkungslos beschrieben. Hier bin ich froh, dass es da keine entsprechenden Gesetze gegeben hat, die die Entwicklung bis zu der Einrichtung der beiden Schroth Kliniken hätte verhindern können
Wenn Du das meinst, lies das bitte noch mal ganz genau.
Ich rede jetzt hier hauptsächlich von Erwachsenen!
Es geht um Deine geforderten schärferen Gesetze und da sollte man schon bedenken, dass diese in der
Vergangenheit die Aussenseitermethode von Katharina Schroth hätten behindern können. Damals konnten sich die wenigsten vorstellen, dass das irgendetwas bringen könnte. Selbst heute ist das nicht so anerkannt, wie es eigentlich sein sollte.
Und möglicherweise gibt es neue Methoden, von der wir noch nichts ahnen, die aber nicht genügend erprobt werden könnten, weil die Gesetze bzw. Verordnungen das nicht zulassen würden. Die sind leider oft so undifferenziert, dass zwischen Erfolg und nicht Erfolg versprechenden kaum unterschieden werden kann und jegliche Neuentwicklung blockiert werden könnte.
Damit meine ich, dass man in einer solchen "freien Situation" damit leben muss, dass es Methoden wie die "Geistheilung" gibt, die man selbst einschätzen muss.
Das ist für uns Aufgeklärte natürlich kein Vergleich (!!), aber schon für viele andere, die sich erst orientieren müssen. Denen kann man das nicht einfach "verbieten"

, sondern sollte schon konkrete Informationen liefern.
(Du hast allerdings recht, dass man u.U. Kinder vor Eltern schützen muss!)
Dazu gehört ganz eindeutig, dass es nun mal suggestive Methoden gibt, die anders sind, als die rein physikalischen Methoden.
Bei Skoliose/Hyperkyphose kommt es auf die Korrektur von Fehlstellungen an, die man in den meisten Fällen nur durch hohe pysikalische Kräfte angehen kann. Das ist mit Suggestion allein sicher nicht zu erreichen.
So muss es auch nicht verwundern, dass es keine Grad Angaben bei den entsprechenden Usern bzw. Foren gibt. Die Leute behaupten, es gehe ihnen besser. Das zu widerlegen ist aber schon eine heikle Angelegenheit, weil dazu auch jedes
subjektive positive Gefühl nach z. Bsp. Massagen, Magnetfeldtherape, Autogenes Training, Therapie nach Dorn usw. usw. gehört. Je mehr Geld das kostet, desto überzeugter sind die Leute und desto weniger sind sie bereit, auch zuzugeben, dass das eigentlich immer nur eine temporäre Sache ist.
Wir können hier nur davon überzeugen, dass möglichst viele
objektive Gesichtspunkte einfliessen müssen, um auch langfristig tatsächlich von einer Verbesserung sprechen zu können. Und die suggestiven ganz persönlichen Vorlieben helfen als Unterstützung, aber nicht als alleinge Maßnahme. Das ist hier im Forum sicherlich völlig unbestritten.
Wenn jemand sein Bett an einen anderen Ort platziert, weil ein Wünschelrutengänger dort eine "Wasserader" lokalisiert hatte (in Deutschland liegt das Grundwasser flächig vor, d.h. es gibt keine Wasseradern), ist das Privatvergnügen und sollte jedem überlassen sein
Solche "Glaubensfragen" sind auch suggestive Dinge, die selbstverständlich wie alle anderen suggestiven passiven und aktiven Methoden Privatsache sein sollten.
Und da die Dummen nie aussterben werden, muss man manche Menschen vor sich selbst schützen.
Da hast Du wohl Recht.
Aber bei aller Reglementierung trifft das leider auch die Patienten von inkompetenten Orthopäden, die die Leute vor optimaler Therapie "schützen". Und viele nehmen den "Gott in weiß" ernst.
Gruss
Klaus