Völlig verunsichert und enttäuscht (vosicht, langer Text)
Verfasst: Sa, 29.05.2010 - 15:02
Hallo,
ich warte noch auf meine Freischaltung daher schreibe ich jetzt erst mal als Gast.
Ich (w. und bald 38 J.) bin seit gestern völlig von der Rolle denn da erhielt ich die Diagnose Skoliose von meinem Knochendok.
Ich bin seit 7 Jahren bei ihm in Behandlung wegen diverser Rückenprobleme die bisher immer mit Spritzen und Tabletten behandelt wurden.
Es erfolgten lediglich 2004 zwei Röntgenbilder sowohl von der WS als auch von der Hüfte welche aber nicht mit mir besprochen wurden sondern ich erhielt die Aussage das mit der Hüfte alles ob sei und die WS Verschleißerscheinungen aufweise. Es wäre ein degenerativer Prozess, somit chronisch und ich müsse mich damit abfinden da es nicht besser werden würde. Man drückte mir zwei Bögen für Rückengymnastik in die Hand und das war’s.
So dümpelte ich die Jahre dahin mit mäßiger bis starker Schmerzen. Es folgten auch mal Phasen in denen ich fast schmerzlos war (ein leichter Druckschmerz blieb aber immer doch an diesen hatte ich mich bereits gewöhnt).
Im laufe der Jahre stellten sich aber noch einige andere Probleme ein weshalb ich immer wieder Fachärzte konsultierte.
Ich bekam Probleme mit Magen – Darm, der Blase und auch mit der Atmung.
An der Blase wurde ich (wegen gelegentlicher Inkontinenz) zweimal operiert. Einmal um mir was einsetzen zu lassen, das andere Mal um es wieder entfernen zu lassen, da sich keinerlei Besserung nach zwei Jahren einstellte.
Zwei Darmspiegelungen wegen dreijähriger Durchfallerkrankungen die nicht auf bakterieller oder viraler Erkrankungen zurückzuführen waren und eine Bauchspeicheldrüsenerkrankung die mittels CT ebenfalls ausgeschlossen werden konnte.
Man entfernte mir auch den Blinddarm vorsorglich weil ich unter weiterhin unter unklarer Unterbauchbeschwerden litt.
Es kamen hinzu: Magenspiegelung und zwei weitere Bauchspiegelungen sowie eine neurologische Untersuchung auf Polyneuropathie wegen Gefühlsstörungen (Ameisenkribbeln und zeitweise Taubheit) in den Beinen.
Ebenso hatte ich einmal einen Hörsturz der erfolgreich behandelt werden konnte. Als ich kurz danach wieder unter Schwindelattacken litt vermutete ich einen Rückfall, doch dem war nicht so. Nach einem Schwindeltest bei einer HNO Ärztin im Notdienst fand sie heraus das es an der HWS liegen müsse also zum Knochendock wo ich Spritzen erhielt.
Als ich bei meinem Arzt ein anderes Mittel als üblich in den Rücken gespritzt bekam regierte ich allergisch drauf. Ich bekam nicht nur riesige Blasen am ganzen Körper sondern litt unter akuter Atemnot (Gefühl als läge ein Ring um meinen Brustkorb welcher sich zuzöge) und konnte sowohl Rumpf als auch Kopf nicht mehr bewegen.
Ich wurde entsprechend behandelt und an meinen behandelnden Arzt verwiesen da man der Meinung war das es an der WS liegen müsse.
Dieser jedoch meinte nein, spritzte mich dennoch und schickte mich zum Lungenfacharzt. Dort wurde ein Asthma diagnostiziert welches aber nicht auf eine Allergie begründet, sondern spychosomatischer Natur sei. Das Asthmaspray (Kortison) hilft auch überhaupt nicht weshalb ich darauf verzichte.
Bei allem suchte ich immer wieder auch meine Hausärztin auf mit immer wieder dem selben Ergebnis das sie mich zum behandelnden Knochendok schickte. Sie war immer der Meinung das müsse WS bedingt sein.
Kürzlich litt (leide noch immer) ich wieder verstärkt unter LWS Schmerzen. Hinzu kamen ein reißen und brennen in den Innenschenkeln und am Druckpunkt der LWS als auch im Schienbein das Gefühl als kratze jemand direkt an meinem Knochen. Hinzu kamen abermals diffuse Unterbauchbeschwerden die mich zu meinen Gynäkologen führte. Zwei Besuche dort konnten die Ursache nicht klären da organisch alles in Ordnung sei.
Somit führte mich mein Weg abermals zu meinem Knochendok. Dort musste ich mich beugen, auf die Zehenspitzen stellen, auf der Ferse abrollen (ach ihr kennt sicher das Prozedere). Dann tastete er mich an der LWS ab. Auf Höhe L4/L5 stellten sich starke Schmerzen ein, dann bog er mich nach rechts (tat mäßig weh) dann nach links wobei ich aufjaulte und mein rechtes Bein sofort anfing zu zittern. Mir wurde schwarz vor Augen, bekam Herzrasen und Übelkeit stieg in mir auf.
Daraufhin vermutete er was mit den Bandscheiben. Nach einer Diskussion ob ich schon mal dort geröntgt wurde oder nicht (sie haben die Aufnahmen nicht mehr *hmpf) wurde ein erneutet Röntgenbild gemacht.
Als ich dann wieder zu ihm rein musste und meine Bilder sah staunte ich nicht schlecht (Hatte ja noch nie meine WS gesehen). Er erklärte mir das es nicht so schön aussähe. Ich hätte eine Skoliose die wohl schon seit meiner Kinderzeit bestünde. Ich solle Sport machen um die Rückenmuskulatur aufzubauen, daneben meine Rückengymnastik wieder aufnehmen (die ich vernachlässigt hatte aufgrund meiner Schmerzen und so die meisten Übungen nicht mehr durchführbar sind).
Sprach´s und hinfort war er. Ich hatte nicht mal mehr Gelegenheit noch die anderen Dinge aufzuzählen, geschweige denn einen neuerlichen Termin für ein Aufklärungsgespräch. Kein Wort davon was es für mich in der Zukunft bedeutet, kein Wort wie ich nun mit den Schmerzen umgehen soll und schon dreimal nicht ob nicht dennoch was mit der BS sein könnte. Ich ging also Heim mit dem was ich eh schon hatte und zusätzlich mit zitterndem Bein.
Ich bin wirklich perplex gewesen denn nach 7 Jahren dort hätte ich so was nicht erwartet denn bisher hatte ich mich in der Praxis immer gut aufgehoben gefühlt. Auch das man mir vor 7 Jahren nicht schon mal was gesagt hatte, denn wenn die Skoliose schon seit meiner Kindheit bestehen soll hätte auf dem damaligen Röntgenbild auch schon was zu sehen sein müssen.
Nun bin ich doppelt enttäuscht und zugleich völlig verunsichert denn was ich bis gestern von Skoliose nur wusste war das es eine krumme WS ist und hauptsächlich Kinder beträfe oder eben Erwachsene die schon als Kinder die Diagnose erhalten haben.
Ich machte mich gleich daran im Netz zu recherchieren und war entsetzt was alles mit der Skoliose einhergehen kann und welche der oft genannten Komplikationssymptome schon bei mir vorhanden sind.
Ich las was von Gradeinheiten welche ich natürlich auch nicht weiß und auch das KG immer angebracht sei.
Da fällt mir ein das ich vor Jahren schon mal nach KG gefragt hatte aber diese wurde mir verwehrt.
Nun stehe ich da mit meinem Talent und weiß nicht weiter.
Ich las hier wohl das die Uniklinik Essen eine Skoliosesprechstunde habe zu welcher ich mich auch gerne anmelden würde aber da gibt es ein Problem.
Mein Knochendok ist kein Orthopäde sondern Chirurg der auch in Orthopädie macht.
Ich suchte diesen Damals auf nachdem ich mit den hier ansässigen Orthopäden leidige Erfahrungen machen musste.
Da mein Dok ja nun kein Orthopäde ist kann er mich wohl auch nicht in die Uniklinik überweisen da kein Facharzt.
Meine Hausärztin (Internistin) die es sicherlich tun würde ebenfalls nicht.
Vielleicht hat ja hier irgendwer einen Tipp wo in Essen ich einen Orthopäden finde der mich in die Uniklinik überweisen würde?!
Vielen Dank fürs lesen und liebe Grüße
Taranee
ich warte noch auf meine Freischaltung daher schreibe ich jetzt erst mal als Gast.
Ich (w. und bald 38 J.) bin seit gestern völlig von der Rolle denn da erhielt ich die Diagnose Skoliose von meinem Knochendok.
Ich bin seit 7 Jahren bei ihm in Behandlung wegen diverser Rückenprobleme die bisher immer mit Spritzen und Tabletten behandelt wurden.
Es erfolgten lediglich 2004 zwei Röntgenbilder sowohl von der WS als auch von der Hüfte welche aber nicht mit mir besprochen wurden sondern ich erhielt die Aussage das mit der Hüfte alles ob sei und die WS Verschleißerscheinungen aufweise. Es wäre ein degenerativer Prozess, somit chronisch und ich müsse mich damit abfinden da es nicht besser werden würde. Man drückte mir zwei Bögen für Rückengymnastik in die Hand und das war’s.
So dümpelte ich die Jahre dahin mit mäßiger bis starker Schmerzen. Es folgten auch mal Phasen in denen ich fast schmerzlos war (ein leichter Druckschmerz blieb aber immer doch an diesen hatte ich mich bereits gewöhnt).
Im laufe der Jahre stellten sich aber noch einige andere Probleme ein weshalb ich immer wieder Fachärzte konsultierte.
Ich bekam Probleme mit Magen – Darm, der Blase und auch mit der Atmung.
An der Blase wurde ich (wegen gelegentlicher Inkontinenz) zweimal operiert. Einmal um mir was einsetzen zu lassen, das andere Mal um es wieder entfernen zu lassen, da sich keinerlei Besserung nach zwei Jahren einstellte.
Zwei Darmspiegelungen wegen dreijähriger Durchfallerkrankungen die nicht auf bakterieller oder viraler Erkrankungen zurückzuführen waren und eine Bauchspeicheldrüsenerkrankung die mittels CT ebenfalls ausgeschlossen werden konnte.
Man entfernte mir auch den Blinddarm vorsorglich weil ich unter weiterhin unter unklarer Unterbauchbeschwerden litt.
Es kamen hinzu: Magenspiegelung und zwei weitere Bauchspiegelungen sowie eine neurologische Untersuchung auf Polyneuropathie wegen Gefühlsstörungen (Ameisenkribbeln und zeitweise Taubheit) in den Beinen.
Ebenso hatte ich einmal einen Hörsturz der erfolgreich behandelt werden konnte. Als ich kurz danach wieder unter Schwindelattacken litt vermutete ich einen Rückfall, doch dem war nicht so. Nach einem Schwindeltest bei einer HNO Ärztin im Notdienst fand sie heraus das es an der HWS liegen müsse also zum Knochendock wo ich Spritzen erhielt.
Als ich bei meinem Arzt ein anderes Mittel als üblich in den Rücken gespritzt bekam regierte ich allergisch drauf. Ich bekam nicht nur riesige Blasen am ganzen Körper sondern litt unter akuter Atemnot (Gefühl als läge ein Ring um meinen Brustkorb welcher sich zuzöge) und konnte sowohl Rumpf als auch Kopf nicht mehr bewegen.
Ich wurde entsprechend behandelt und an meinen behandelnden Arzt verwiesen da man der Meinung war das es an der WS liegen müsse.
Dieser jedoch meinte nein, spritzte mich dennoch und schickte mich zum Lungenfacharzt. Dort wurde ein Asthma diagnostiziert welches aber nicht auf eine Allergie begründet, sondern spychosomatischer Natur sei. Das Asthmaspray (Kortison) hilft auch überhaupt nicht weshalb ich darauf verzichte.
Bei allem suchte ich immer wieder auch meine Hausärztin auf mit immer wieder dem selben Ergebnis das sie mich zum behandelnden Knochendok schickte. Sie war immer der Meinung das müsse WS bedingt sein.
Kürzlich litt (leide noch immer) ich wieder verstärkt unter LWS Schmerzen. Hinzu kamen ein reißen und brennen in den Innenschenkeln und am Druckpunkt der LWS als auch im Schienbein das Gefühl als kratze jemand direkt an meinem Knochen. Hinzu kamen abermals diffuse Unterbauchbeschwerden die mich zu meinen Gynäkologen führte. Zwei Besuche dort konnten die Ursache nicht klären da organisch alles in Ordnung sei.
Somit führte mich mein Weg abermals zu meinem Knochendok. Dort musste ich mich beugen, auf die Zehenspitzen stellen, auf der Ferse abrollen (ach ihr kennt sicher das Prozedere). Dann tastete er mich an der LWS ab. Auf Höhe L4/L5 stellten sich starke Schmerzen ein, dann bog er mich nach rechts (tat mäßig weh) dann nach links wobei ich aufjaulte und mein rechtes Bein sofort anfing zu zittern. Mir wurde schwarz vor Augen, bekam Herzrasen und Übelkeit stieg in mir auf.
Daraufhin vermutete er was mit den Bandscheiben. Nach einer Diskussion ob ich schon mal dort geröntgt wurde oder nicht (sie haben die Aufnahmen nicht mehr *hmpf) wurde ein erneutet Röntgenbild gemacht.
Als ich dann wieder zu ihm rein musste und meine Bilder sah staunte ich nicht schlecht (Hatte ja noch nie meine WS gesehen). Er erklärte mir das es nicht so schön aussähe. Ich hätte eine Skoliose die wohl schon seit meiner Kinderzeit bestünde. Ich solle Sport machen um die Rückenmuskulatur aufzubauen, daneben meine Rückengymnastik wieder aufnehmen (die ich vernachlässigt hatte aufgrund meiner Schmerzen und so die meisten Übungen nicht mehr durchführbar sind).
Sprach´s und hinfort war er. Ich hatte nicht mal mehr Gelegenheit noch die anderen Dinge aufzuzählen, geschweige denn einen neuerlichen Termin für ein Aufklärungsgespräch. Kein Wort davon was es für mich in der Zukunft bedeutet, kein Wort wie ich nun mit den Schmerzen umgehen soll und schon dreimal nicht ob nicht dennoch was mit der BS sein könnte. Ich ging also Heim mit dem was ich eh schon hatte und zusätzlich mit zitterndem Bein.
Ich bin wirklich perplex gewesen denn nach 7 Jahren dort hätte ich so was nicht erwartet denn bisher hatte ich mich in der Praxis immer gut aufgehoben gefühlt. Auch das man mir vor 7 Jahren nicht schon mal was gesagt hatte, denn wenn die Skoliose schon seit meiner Kindheit bestehen soll hätte auf dem damaligen Röntgenbild auch schon was zu sehen sein müssen.
Nun bin ich doppelt enttäuscht und zugleich völlig verunsichert denn was ich bis gestern von Skoliose nur wusste war das es eine krumme WS ist und hauptsächlich Kinder beträfe oder eben Erwachsene die schon als Kinder die Diagnose erhalten haben.
Ich machte mich gleich daran im Netz zu recherchieren und war entsetzt was alles mit der Skoliose einhergehen kann und welche der oft genannten Komplikationssymptome schon bei mir vorhanden sind.
Ich las was von Gradeinheiten welche ich natürlich auch nicht weiß und auch das KG immer angebracht sei.
Da fällt mir ein das ich vor Jahren schon mal nach KG gefragt hatte aber diese wurde mir verwehrt.
Nun stehe ich da mit meinem Talent und weiß nicht weiter.
Ich las hier wohl das die Uniklinik Essen eine Skoliosesprechstunde habe zu welcher ich mich auch gerne anmelden würde aber da gibt es ein Problem.
Mein Knochendok ist kein Orthopäde sondern Chirurg der auch in Orthopädie macht.
Ich suchte diesen Damals auf nachdem ich mit den hier ansässigen Orthopäden leidige Erfahrungen machen musste.
Da mein Dok ja nun kein Orthopäde ist kann er mich wohl auch nicht in die Uniklinik überweisen da kein Facharzt.
Meine Hausärztin (Internistin) die es sicherlich tun würde ebenfalls nicht.
Vielleicht hat ja hier irgendwer einen Tipp wo in Essen ich einen Orthopäden finde der mich in die Uniklinik überweisen würde?!
Vielen Dank fürs lesen und liebe Grüße
Taranee
