Seite 1 von 1

wütend

Verfasst: Di, 11.05.2004 - 11:22
von olivera
Hallo.

So, ich wollte ja berichten, was der Termin beim Orthopäden ergeben hat. Es war eher umsonst.
Letzte Woche Dienstag hatte ich ja abends diese starken Schmerzen bei jeder Bewegung, ich hatte starke Angst bekommen, ich dachte jeden Moment passiert etwas schlimmes im Rücken. Der Orthotermin war erst gestern, ich hätte es nervlich und körperlich so nicht noch eine Woche ausgehalten. Also liße ich mich ja wonaders schon röntgen.
Tja, als ich gestern da war, bekam ich erst mal einige Vorwürfe. Ich wußte nicht mehr das ich 97 und 2000 bei ihm war, habe ich wohl vergessen, verdrängt, keine Ahnung. Jedenfalls hatte ich natürlich Röntgenbilder mit, was die Sekrrtärin am Telefon auch verlangte. Er: "warum kommen sie denn nicht direkt zu mir?" "sie bringen immer Bildchen mit" das haben wir doch 2000 schon gesehen das mit den Stäben nichts ist!"

Ich sah ihn mit großen Augen an und sagte, ich habe es aber nicht mehr ausgehalten letzte Woche. Die Schmerzen wurden immer schlimmer, ich hatte Panik, das etwas schlimmeres ist. Er wackelte mit dem Kopf, nahm mich kaum ernst. Als er dann fragte wo ich mich habe röntgen lassen, und ich antwortete, im Krankenhaus, motzte er wieder. "Was? wieso denn da...."

Er verstand mich überhaupt nicht.

Dann drückte er kurz die Schmerzstellen ab, fragte tut das weh, drehte meinen Kopf nach links und rechts, ich sollte mich nach vorne beugen, so weit es geht. Wies ja oft so ist, sind die Schmerzen wenn man beim Arzt ist, schwächer. Er: Tja, ich kann im moment nichts feststellen, sie bewegen sich doch gut, scheint ja wohl besser zu werden oder nicht" Ich: "Ja, weil ich Ibuprofen schlucke, wenn ich die absetzte wirds warscheinlich wieder stärker"

Er fragte dann wie oft ich noch Krankengymnastik habe, danach soll ich mich nochmal melden. Das wars dann.

Ich fühlte mich ehrlich gesagt besch***en, verar****.

Da sorge ich selber dafür was für meinen Rücken zu tun, mache Dampf bei meinem Hausarzt, und ich bekomme als Dank Vorwürfe und Antworten, die ich lächerlkich finde.

Als ich das Thema einer eventuellen kleinen Blockade ansprach, lächelte er und sagte," wie sollen Sie denn Blockaden haben bei ihrer Versteifung, kann ja nicht" das selbe sagte auch mein Hausarzt. Aber das ist doch Quatsch oder? Ok, vielleicht keine Blockade im direkte OP Bereich, aber die Hauptschmerzen sind ja auch links im Beckenbereich, unter den Stäben.

Er fragte auch garnicht, ob ich den Rücken überbelastet habe, Sport mache, welchen Beruf ich ausübe.
Also ob es Sinn macht demnächst wieder zu ihm zu gehen ich weiß es nciht.

Ich war gestern wütend und sehr entäuscht, heulte wieder. Ich fühle mich so unverstanden und alleine gelassen mit dem Rücken.

Wo soll man denn hin, wenn man Schwierigkeiten hat.

ich würde die Ärzte mal gerne sehen, wenn sie da stehen, starke Schmerzen haben, und bereits seit 2 Monaten genervt sind, weil die Schmerzen hin und her wandern, dann auch noch Schmerzen im Rippen und Kniebereich auftauchen. Das man dabei nicht locker lustig sein kann ist für mich klar. Meine Krankengymnastin ist wohl die einzige die zumindest das gut verstehen konnte.

Es tut mir leid, wenn ich jetzt andere verunsichert habe, es gibt sicherlich auch gute Fachärzte die sich mit Rückenproblemen auskennen, aber ich bin jetzt sehr sauer.

Ich denke mit dem Thema Bad Sobernheim brauche ich dem Orthopäden gar nicht erst anzukommen, dann lacht er warscheinlich und sagt, wieso wollen sie denn da hin, sie haben doch nichts.


Gruß olivera

Verfasst: Mi, 12.05.2004 - 12:39
von Knatterliesl
Liebe Olivia,

och kann Dich gut verstehen - Schmerzen können absolut zermürben. So wie es klingt, bist Du ja aufgrund der Skoliose operiert worden (weil Du Stäbe im Rücken hast).

Ich habe zwar keine Stäbe im Rücken, aber auch ganz oft Schmerzen, die nerven, weil sie eben fast immer da sind bzw. sich regelmäßig "melden".

Als Weg, das Thema in Angriff zu nehmen, empfehle ich Dir den Besuch eines Schmerztherapeuten (Facharzt für Anästhesie). Das klingt zwar am Anfang krasser, ist es aber nicht. Diese Ärzte nehmen sich ewig Zeit für die Angangsdiagnos - da wird nach allem geguckt. Bei mir hat diese Diagnose 2,5h gedauert. Das Ziel ist immer Schmerzfreiheit. Und wenn man die Ursache nicht (mehr) bekämpfen kann, dann die Schmerzen.

Ich hatte den Termin im Januar und habe lange überlegt, ob ich da wirklich hingehen soll. Heute bin ich sooo froh, dass ich dort war und immer noch in Behandlung bin. An Adressen kommst Du über die Schmerzliga und/ oder Recherche im Internet.

Ansonsten - ich weiß nicht, ob Du schon in der Reha warst - würde ich Dir einen Reha-Aufenthalt empfehlen - selbstverständlich in einer Skoliose-Fachklinik und da kommen nur Bad Salzungen oder Sobernheim in Frage.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir von ganzem Herzen alles Gute und baldige Schmerzfreiheit!

Liebe Grüße
*Knatti*

Verfasst: Mi, 12.05.2004 - 12:58
von Gast
Ein Osteopathe kann bei akuten Schmerzen auch sehr gut und schnell therapieren.

Verfasst: Fr, 14.05.2004 - 06:50
von Skoliosegirly
Es gibt so viele schwarze Schafe (oder besser Orthopäden ;-) ) im Skoliosebereich, das ist echt schlimm. Sie kennen sich mit nichts aus und wollen einen einfach nicht verstehen. Es ist immer wieder traurig, wenn ich solche Beiträge wie den von dir lese.

Wo wohnst du denn? Ist bei dir in der Nähe kein Facharzt zu dem du dann fahren könntest? Wechsle doch den Hausarzt, damit dich ein besserer weiter überweisen kann, um in eine Fachklinik zu kommen?!

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und schmerzfreie Tage,
Sabine :-)

neuer versuch

Verfasst: Fr, 14.05.2004 - 10:52
von olivera
Hallo.

Danke für eure Antworten, auf mein posting wütend.
Ich hatte gestern wieder Krankengymnastik und berichtete von dem Besuch beim Orthopäden, als ich den Namen sagte, verdrehte sie schon die Augen, er scheint nicht sehr beliebt zu sein.
Während sie mich massierte und ich sie fragte ob sie nicht einen anderen Orthopäden kennen würde, viel ihr einer ein, den sie noch aus ihrer Ausbildungszeit kennt. Ein Orthopäde, spezialisiert auf Skoliose. Das klang für mich schon mal sehr gut, endlich ein Arzt, der nicht nur nebenbei in einem Semester etwas vom Rücken gerlernt hat, sondern ein Spezialist. Ich habe einen Termin ergattert, ich bin ihr dankbar. Ich hoffe jetzt, das er etwas mehr auf meine Fragen und Schmerzen eingeht. Es ist schon besser geworden, zum Glück. Das an den Stäben nichts ist weiß ich ja jetzt auch mit ziemlicher Sicherheit.
Selbst wenn die Beschwerden bis zum Arzttermin fast weg sind, ist es gut ihn einmal kennenzulernen und ihm allgemeine Fragen zu stellen. Zum Beispiel, wie ich mich verhalten soll, wenn irgendwann in den nächsten Jahren wieder Schmerzen auftauchen. Ob ich erst zur Physio soll, oder erst zu ihm usw.

Mich macht immer noch stutzig, warum ich Schmerzen beim sitzen, liegen und aufstehen habe.
Bis jetzt vermuten alle Muskelprobleme. Mal schauen.

Schönen Tag noch und bis denne
Gruß olivera