Berentet wegen Skoliose?
Verfasst: Di, 27.04.2004 - 17:51
Durch Zufall bin ich auf dieses Forum gekommen.
Ich bin 43 und habe außer Skoliose u. a. noch Hornhautverkrümmung der Augen, was mit komplizierten Gläsern
(Unterschiedsausgleich beider Augen 9 Dioptrien) einigermaßen ausgeglichen werden konnte. Durch die krumme Wirbelsäule (fühle mich schief) und den Augenfehler habe ich Unsicherheitsgefühle beim Gehen usw. Das allein ist schon hinderlich.
Seit Sommer habe ich - außer meinen Schmerzen im rechten Rippenbuckel beim Gehen - in der LWS einen ununterbrochen anhaltenden Schmerz, verbunden mit dem Gefühl der Steifheit. Dazu hat sich im Herbst eine Art Ischiasschmerz in der Hüfte gesellt, was mich seither nicht mehr in Ruhe lässt, mich in jeder Lage, zu jeder Tageszeit belästigt. Die Fachärzte wissen nicht weiter und meine Hausärztin schickte mich nach 6 Wochen wieder auf Arbeit mit der Bemerkung, ich solle mich nicht so haben und Arbeit lenke schließlich ab. Das war im Winter. Kurz darauf schrieb sie mich noch einmal krank. Der Krankheitsschlüssel nannte eine psychische Erkrankung, in der Richtung „eingebildete Krankheit“. Das verärgerte mich sehr und ich bin nach drei Tagen sofort wieder auf Arbeit gegangen, da mir das einfach zu blöd war und ich merkte, dass mich die Ärztin nicht verstand. (Sie hat sämtliche Krankenunterlagen und weiß auch von der Skoliose.) Seither schleppe ich mich täglich auf meine Arbeit. Mittlerweile fühle ich mich total erschöpft. Für mich gibt es seit langem keine Freizeitbeschäftigungen außer Haus mehr, kann kaum meinen Sohn (12) betreuen, bin zu erschöpft zum Einkaufen gehen, Essen zubereiten, die sozialen Kontakte schlafen ein, da ich Freunden absagen muss usw., weil ich meine freie Zeit nur zum regenerieren brauche. Momentan sehe ich keinen Ausweg mehr. Ich arbeite praktisch auf Kosten meiner Gesundheit. Das kann es doch nicht gewesen sein.
Im September war ich sogar zu einer Reha in einer BfA-Klinik, die man mit der Bemerkung „arbeitsfähig“ abschloss, mir aber sonst in keiner Weise geholfen hat. (Den Ärger habe ich ja hinterher erst bekommen, nachdem der Hüftschmerz angefangen hat.)
Zur Zeit bin ich bei einer Rheumatologin in Behandlung. Aber die Mühlen mahlen seit Herbst so langsam, dass auch da noch kein Ergebnis vorliegt und der Neurochirurg möchte erst warten, was die Rheumaärztin sagt … Zwischenzeitlich gehe ich Arbeiten, als ob nichts wäre … aber ich habe das Gefühl, bald zusammenzubrechen.
Hat jemand Erfahrung mit Rentenanträgen? Hat jemand wegen Skoliose eine EU-Rente oder Teilrente? Würde ein Rentenantrag in meinem Fall einen Sinn machen, oder wird man ihn abschmettern? Welche Beweise muss man vorbringen, außer dem Satz, dass man „auf Kosten seiner Gesundheit arbeitet“, was ja voll bei mir zutrifft?
Für euere Antworten bedanke ich mich im Voraus.
Saxonia
Ich bin 43 und habe außer Skoliose u. a. noch Hornhautverkrümmung der Augen, was mit komplizierten Gläsern
Seit Sommer habe ich - außer meinen Schmerzen im rechten Rippenbuckel beim Gehen - in der LWS einen ununterbrochen anhaltenden Schmerz, verbunden mit dem Gefühl der Steifheit. Dazu hat sich im Herbst eine Art Ischiasschmerz in der Hüfte gesellt, was mich seither nicht mehr in Ruhe lässt, mich in jeder Lage, zu jeder Tageszeit belästigt. Die Fachärzte wissen nicht weiter und meine Hausärztin schickte mich nach 6 Wochen wieder auf Arbeit mit der Bemerkung, ich solle mich nicht so haben und Arbeit lenke schließlich ab. Das war im Winter. Kurz darauf schrieb sie mich noch einmal krank. Der Krankheitsschlüssel nannte eine psychische Erkrankung, in der Richtung „eingebildete Krankheit“. Das verärgerte mich sehr und ich bin nach drei Tagen sofort wieder auf Arbeit gegangen, da mir das einfach zu blöd war und ich merkte, dass mich die Ärztin nicht verstand. (Sie hat sämtliche Krankenunterlagen und weiß auch von der Skoliose.) Seither schleppe ich mich täglich auf meine Arbeit. Mittlerweile fühle ich mich total erschöpft. Für mich gibt es seit langem keine Freizeitbeschäftigungen außer Haus mehr, kann kaum meinen Sohn (12) betreuen, bin zu erschöpft zum Einkaufen gehen, Essen zubereiten, die sozialen Kontakte schlafen ein, da ich Freunden absagen muss usw., weil ich meine freie Zeit nur zum regenerieren brauche. Momentan sehe ich keinen Ausweg mehr. Ich arbeite praktisch auf Kosten meiner Gesundheit. Das kann es doch nicht gewesen sein.
Im September war ich sogar zu einer Reha in einer BfA-Klinik, die man mit der Bemerkung „arbeitsfähig“ abschloss, mir aber sonst in keiner Weise geholfen hat. (Den Ärger habe ich ja hinterher erst bekommen, nachdem der Hüftschmerz angefangen hat.)
Zur Zeit bin ich bei einer Rheumatologin in Behandlung. Aber die Mühlen mahlen seit Herbst so langsam, dass auch da noch kein Ergebnis vorliegt und der Neurochirurg möchte erst warten, was die Rheumaärztin sagt … Zwischenzeitlich gehe ich Arbeiten, als ob nichts wäre … aber ich habe das Gefühl, bald zusammenzubrechen.
Hat jemand Erfahrung mit Rentenanträgen? Hat jemand wegen Skoliose eine EU-Rente oder Teilrente? Würde ein Rentenantrag in meinem Fall einen Sinn machen, oder wird man ihn abschmettern? Welche Beweise muss man vorbringen, außer dem Satz, dass man „auf Kosten seiner Gesundheit arbeitet“, was ja voll bei mir zutrifft?
Für euere Antworten bedanke ich mich im Voraus.
Saxonia