Skoliose 22 Grad-wieviel darf ich heben?

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Strumpfi

Skoliose 22 Grad-wieviel darf ich heben?

Beitrag von Strumpfi »

Hallo,
ich bin 18 und bei mir wurde vor kurzem auch Skoliose diagnostiziert (Lumbalgie bei Skoliose 22 Grad) Leide schon seit Jahren unter ständigen Rückenschmerzen, wurde nur nie genau geschaut, von was die Schmerzen kommen. Mehrmals am Tag muss ich meine Wirbelsäule "knaxen" lassen, weil ich sonst zo starke Schmerzen habe...brauche oftmals ne Wärmflasche extra für den Rücken weil ich es sonst nicht aushalte... Ich befinde mich Momentan in einer Ausbildung zu Einzelhandelskauffrau. Habe eine 6 Tage woche und mein Rücken hat praktisch nie Pause vom Heben. Täglich muss ich um die 10 Kg heben (Musste auch schon über 20 Kg von weit über meinem Kopf rüberlupfen). Meine Krankengymnastin hat gemeint, ich darf nicht mehr als 5 Kg heben, kommt das hin (Ich bin 1,62m groß, 55 Kg, weiblich) Auf der Arbeit wird meine Krankheit nur belächelt und ich stoße auf wenig Verständnis...was kann ich tun??
Freue mich über jede Antwort!
Liebe Grüße
Jenny
minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Strumpfi,
Mehrmals am Tag muss ich meine Wirbelsäule "knaxen" lassen, weil ich sonst zo starke Schmerzen habe.
Ohje, mach das bloß nicht. Damit machst du alles nur noch schlimmer.
Ich befinde mich Momentan in einer Ausbildung zu Einzelhandelskauffrau. Habe eine 6 Tage woche und mein Rücken hat praktisch nie Pause vom Heben. Täglich muss ich um die 10 Kg heben (Musste auch schon über 20 Kg von weit über meinem Kopf rüberlupfen
Ganz ehrlich, aber du tust dir damit keinen Gefallen. Ich hab vor meinem Studium auch eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau gemacht. Die Folge waren jahrelange Schmerzen und im Hinterkopf bereits das Wissen, dass ich das nie Jahre oder Jahrzehntelang durchstehen würde. Wie lange hast du denn noch in der Ausbildung? Ich würde die zuende machen und mich dann nochmal neu orientieren. Du hast zwar "nur" 22 Grad, aber es gibt nunmal keine Zusammenhang zwischen der Gradzahl und den Schmerzen.
Auf der Arbeit wird meine Krankheit nur belächelt und ich stoße auf wenig Verständnis...was kann ich tun??

Als erstes brauchst du mal eine gescheide Diagnose von einem guten Arzt. Wurde bei dir bisher nur die LWS untersucht? Ich will dir keine Angst machen, aber vielleicht hast du darüber ja noch eine Krümmung, die entweder leichter ist, oder auch schlimmer ist.
Dann solltest du eine Schroth-Reha anstreben, auch schon jetzt in der Ausbildung.
Wie gesagt, dann Ausbildung fertig machen und versuchen dich neu zu orientieren.

LG
Minimine
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Strumpfine
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Beitrag von Strumpfine »

Hallo minimine,

danke für Deine Stellungname!

Meine Ausbildung geht zum Glück "nurnoch" bis August 2010. Ich möchte die Ausbildung keinesfalls beenden, die zwei Jahre sollen bisher nicht umsonst gewesen sein, doch habe ich schon genaue Vorstellungen, was ich nach der Ausbildung tun werde: Abitur und dann Studieren. Hab mich da schon ausreichend erkundigt und bin mir meiner Sache sicher. Jetzt habe ich noch das eine Jahr vor mir...klingt einerseits kurz, andererseits kann ich mir momentan nicht vorstellen, wie ich meine Arbeit mit diesem Rücken noch erledigen kann :( Ich habe die Hoffnung, dass die Übungen, die mir meine Krankengymnastin gezeigt hat, anschlagen und zum Muskelaufbau führen...die werde ich jetzt täglich brav machen und weiterhin mir KG verschreiben lassen. Im September gehe ich noch zu einem Ortopäde, der sich mit Skoliose besonders gut auskennt. Ich hoffe, dass er mir weiterhelfen kann...

Du sagtest, dass das knaxen lassen nicht gut für den Rücken ist... komischerweise hat meine Krankengymnastin was anderes gemeint o.o. Ich glaube allerdings auch, das das auf Dauer nicht gut ist, aber wenn ich das nicht mache bin ich in meiner Bewegung sehr eingeschränkt und ich hab noch schlimmere Schmerzen.

Bei mir wurden Röntgenaufnahmen von vorne und von hinten gemacht und auf dem Röntgenbild war so weit ich weiß alles zu sehen, aber vielleicht teusche ich mich ja...

Meinst Du wirklich es wäre möglich, während der Ausbildung eine Schroth-Reha zu besuchen? Muss man soetwas selber finanzieren? Und wie lange ist dort der Aufenthalt?

Wäre super wenn Du mir nochmal antworten könntest :)

Liebe Grüße
Strumpfi
minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Strumpfine,
Meine Ausbildung geht zum Glück "nurnoch" bis August 2010. Ich möchte die Ausbildung keinesfalls beenden, die zwei Jahre sollen bisher nicht umsonst gewesen sein, doch habe ich schon genaue Vorstellungen, was ich nach der Ausbildung tun werde: Abitur und dann Studieren.
Ich hab das damals genauso gemacht :D Ich hatte damals hauptsächlich Probleme, den ganzen Tag stehen zu müssen, musste Gott sei dank nichts heben, sonst wäre das vielleicht noch schlimmer gewesen.
Ich habe die Hoffnung, dass die Übungen, die mir meine Krankengymnastin gezeigt hat, anschlagen und zum Muskelaufbau führen...die werde ich jetzt täglich brav machen und weiterhin mir KG verschreiben lassen.
Unter Links&Adressen oben findest du eine Telefonnummer unter der man dir KG-Praxen nennen kann, die KG nach Schroth anbieten. Wenn du jetzt schon KG machst, dann bitte nur KG nach Schroth.
Meinst Du wirklich es wäre möglich, während der Ausbildung eine Schroth-Reha zu besuchen? Muss man soetwas selber finanzieren? Und wie lange ist dort der Aufenthalt?
Ja unbedingt. Du kannst ja einen Teil in Schulferien verlagern, so dass du nicht allzu viel in der Berufsschule verpasst. Du hast ja geschrieben, dass deine Ausbildung bis August geht und du danach weiter zur Schule gehen willst. Deshalb lieber jetzt gleich zur Reha als dann später, wenn das Abitur naht.
Der zuständige Kostenträger ist bei dir dann die Rentenversicherung. Eine Reha dauert beim ersten Aufenthalt idR 4 Wochen.

LG
Minimine
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Strumpfine
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Beitrag von Strumpfine »

ok, danke für Deine Mühe! Werd versuchen Deine Ratschläge umzusetzen :)

LG
Jenny
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BZebra
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Registriert: Mo, 20.05.2002 - 15:06

Beitrag von BZebra »

Ich kann dir zwar nicht genau sagen was die Kriterien sind, habe aber mitbekommen, dass es viele Leute mit Rückenproblemen gibt, die vom Werksarzt das Verbot bekommen (oder wie immer man es nennen will) nicht mehr als 5 kg zu heben, und die haben keine Skoliose sondern nur Rückenprobleme.

Der Grad der Skoliose ist also nicht unbedingt relevant dafür.

Du müsstest deinem Arbeitgeber und Kollegen vielleicht auch klarmachen, dass das dein Versuch ist, dich selbst leistungsfähig zu halten und dass es keinem hilft, wenn du dich überhebst und dann arbeitsunfähig bist; jeder hat halt seine Schwachstellen auf die er sich einstellen muss, und deine ist eben nicht für das Heben schwerer Gewichte gebaut zu sein.
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