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evtl. Bandscheibenvorfall... mit 20!!! HILFE

Verfasst: Di, 17.02.2009 - 20:51
von Linchen88
Hallo zusammen.
Brauche dringend einen Rat! Kurze Beschreibung meiner Vorgeschichte:
Diagnose bei meiner Geburt war ein Schiefhals u eine Skoliose.
Habe Krankengymnastik bekommen.
Hatte nie irgendwelche Beschwerden. (studiere Sport, deswegen auch keine muskuläre Schwäche im Rücken vorhanden)

Hatte jetzt einen Wirbel ausgerengt/verschoben, welcher auf den Ischiasnerv drückte. War beim Arzt: SCHOCK !!!
Sie meinte das sie es Wahnsinn fände das man so einen enormen Beckenschiefstand in Verbindung wohl mit der Skoliose nie bemerkt hätte. (Aber was hätte man dann anders gemacht?) Die Krankengymnastik bekam ich wo ich klein war. Damals hieß es: Man kann nichts machen.

Habe jetzt eine Überweisung zum MRT der LWS, da meine Ärztin im Schlimmsten Fall einen Bandscheibenvorfall vermutet. Bzw. den Grad des Beckenschiefstands mal gerne erfahren würde.

Was kann ich tun ??? :( Der Ischiasnerv ist so gereizt, meine halbe Pobacke ist taub, schlafen kann ich nicht mehr, geschweigedenn meinen Beruf ausüben... Kann so ein Schiefstand behandelt werden, bzw die Skoliose? Krankengymnastik ist unnütz, Sport treibe ich genug!
Bitte um Hilfe !!! =) Danke schon mal im Vorraus

Re: evtl. Bandscheibenvorfall... mit 20!!! HILFE

Verfasst: Di, 17.02.2009 - 23:23
von minimine
Hallpo Linchen,
Linchen88 hat geschrieben: Was kann ich tun ??? :( Der Ischiasnerv ist so gereizt, meine halbe Pobacke ist taub, schlafen kann ich nicht mehr, geschweigedenn meinen Beruf ausüben... Kann so ein Schiefstand behandelt werden, bzw die Skoliose? Krankengymnastik ist unnütz, Sport treibe ich genug!
Die KG, die du als unnütz und die du früher wohl bekommen hast, war bestimmt nicht KG nach Schroth, oder?
Bei Skoliose geht es nicht nur um Muskelaufbau, nicht alle haben auch automatisch schwache Rückenmuskeln. Vielmehr besteht eine Muskeldysbalance und die wird durch Schroth-KG ausgeglichen. Während meiner Reha war ein Mitpatient dort, der aussah wie ein Bodybuilder und trotzdem hatte er eine Skoliose und hat die Schroth-Methode erlernt.

Was kannst du tun:
Erst mal brauchst du eine vernünftige Diagnose, d.h. Wirbelsäulen-Ganzaufnahme, so dass erstmal das Ausmaß der Skoliose festgestellt werden kann. Gegen die Skoliose kommen dann KG nach Schroth (am besten während einer Reha erlernt), evtl. auch ein (Nacht-)Korsett oder wenn du eine ganz starke Skoliose haben solltest auch eine OP in Frage, wobei aber erst alles andere probiert werden sollte.

Ich meine, dass bei meiner Reha auch eine Frau mit Bandscheibenproblemen anwesend war, die auch Schroth machte.

LG
Minimine

Verfasst: Mi, 18.02.2009 - 10:49
von Linchen88
Diese Art der KG sagt mir gar nichts. Also habe ich noch nie gehört.
Hast du zufällig eine gute Quelle darüber?
Hab mal Yoga für den Anfang noch überlegt zur Dehnung....

Ich habe eine Überweisung für die Radiologie u für einen Orthopäden bekommen. Termine erst Ende März !!!! =( Bis dahin ist es noch ein ganzer Monat u ich weiß nicht wie ich diese Zeit rumkriegen soll.
In Verbindung mit Sport sind die Schmerzen nämlich schrecklich =(

Verfasst: Mi, 18.02.2009 - 12:00
von minimine
Hallo Linchen,
zur Schroth-KG gibt es jede Menge Literatur, schau mal oben rechts in die Ecke, da sind Buchempfehlungen. Hier kannst du das gelbe Buch zum Teil auch Online lesen:
http://books.google.de/books?id=kq9bEn- ... dq=Schroth

Über Yoga wurde glaub ich schon einiges hier geschrieben und ich meine, dass es nicht unbedingt positiv ist. Es käme sowieso nur ergänzend zur Schorth-Methode in Frage, denn das ist die einzige Methode, die bei Skoliose hilft. Du solltest halt generell darauf achten, dass du nichts mobilisierendes machst, sondern nur stabilisierend trainierst. Wie sich das mit deinem Studium vereinbaren lässt, weiß ich natürlich nicht. Kommt dann auch auf die Stärke deiner Krümmung darauf an.

Bevor du zu irgendeinem Orthopäden gehst, informiere dich, ob er auch Wirbelsäulen-Ganzaufnahmen machen kann, Teilaufnahmen gehen bei Skoliose nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist nicht besonders groß, dass er welche machen kann. Schau mal hier, ob für deine Gegend ein Arzt empfohlen wird:
viewforum.php?f=25

LG
Minimine

Verfasst: Mi, 18.02.2009 - 15:08
von Elbac
Hallo Linchen,
wenn du aber doch mit Verdacht auf BSV zum Orthopäden gehen sollst, musst du doch auch als Notfall dazwischen geschoben werden könne, oder? Ich habe an einem Tag die Überweisung zum Neurologen bekommen und hatte mit einer Notfallüberweisung am nächsten Tag einen Termin und musste noch nicht einmal lange warten! Ich würde da entweder noch einmal anrufen oder einfach gleich hingehen und sagen, dass du es nicht mehr aushältst. Denn es kann ja auch nicht sein, dass du nun bis Ende März kaum Schlaf bekommst.
Ach so, und fürs MRT hatte ich ca. 5 Tage später den Termin. Mir war halt auch Tag und Uhrzeit egal. Hauptsache, es kann schnell gemacht werden.

Also ich würde an deiner Stelle noch einmal beim Radiologen und Orthopäden anrufen und mit Nachdruck um einen früheren Termin bitten. Und sonst sollen sie dich vermerken, dass wenn jemand absagt, dass du dann angerufen wirst.

Alles Gute, Elbac

Verfasst: Mi, 18.02.2009 - 17:34
von Ramses
Hallo Linchen,

erstmal brauchst Du eine gesicherte Diagnose und wenn sich der verdacht dann bestätigt und Du tatsächlich einen Bandscheibenvorfall hast, musst Du erstmal den behandeln lassen. DA hilft dir Schroth nur wenig, es gibt da besssere und effekivere Behandlungsmethoden in der Krankengymnastik.

Der durch den Vorfall eingeklemmte Nerv muss wieder vom Druck befreit werden um Spätschäden zu verhindern. Nerven erholen sich nur sehr langsam und wenn die Kompression zu lange andauert kann es auch zu dauerhaften Schäden kommen. Danach kannst Du Dich um Schroth kümmern.

Gruß

Ramses

Verfasst: Do, 19.02.2009 - 00:02
von Linchen88
Ein direkter Verdacht auf BSV ist ja nicht. Sie meinte: Im schlimmsten Fall wäre es schon so...
Auf der Überweisung steht halt auch nur: Abklärung Skoliose / Beckenschiefstand Ausmaß. Und in unserer kleinen Stadt gibt es eh nur 2 Orthopäden. Zu dem einen gehe ich halt auch jetzt extra, da er auch kurz nach meiner Geburt die Skoliose diagnostiziert hat, bzw den damaligen Ausmaß / Zustand in den Unterlagen hat.
Bevor ich mich für eine Therapie entscheide, warte ich ja sowieso erst die entgültige Diagnose ab... ob KG nach Schrott oder was es da wohl sonst noch alles gibt =)
(An Minimine: Eine muskuläre Dysbalance besteht bei mir nicht. Das ist sicher. Ermittelte Messwerte zur Darstellung der Verhältnisse zueinander zeigen eindeutig keine muskulären Unterschiede / Differenzen / Dysbalancen. Oder wie meintest du das? =))

Hauptsächlich geht es mir grade darum meine MOMENTANEN Beschwerden zu lindern. Ob mir in einem Monat einer sagt ich habe einen BSV oder nicht, kann ich heute eh nicht mehr ändern =)
Ich werde noch verrückt hiermit =) Die Reizung wird immer schlimmer. Ist ja auch klar, da ich mich jeden Tag bewegen muss. Ruh halten wäre mal nicht schlecht, ich weiß =) Massage wird wahrscheinlich auch nicht empfohlen weil es die Reizung weiter verstärken kann, Dehnen finde ich persönlich super zur Linderung der Schmerzen für 4-5 Sekunden während der Dehnübung =) aber wird es empfohlen? Hier gibt es wahrscheinlich auch wieder verschiedenste Ansichten... =(
Ich weiß nur das ich es nicht beibehalten kann nur durch Schmerzmittel liegen zu können. =(
Bitte um Tipps !!! Vielen Dank schonmal über die netten Auskünfte =)

Verfasst: Do, 19.02.2009 - 10:13
von Lady S
Du hast eine "taube Pobacke"? Und akzeptierst einen MRT-Termin Ende März??? Wie Ramses und Elbac schon geschrieben haben, solltest Du Dich dringend(!) um eine sofortige Abklärung kümmern.
Bitte ggf. Deine Orthopädin oder Deinen Hausarzt, aufgrund der unerträglichen Schmerzen einen Termin in einer entsprechenden Praxis / Klinik für Dich zu vereinbaren.
Solange Du nicht weisst, wodurch die Schmerzen verursacht werden, dürfte es schwierig sein mit irgendwelchen Tips ausser Schmerzmittel...
Eine muskuläre Dysbalance besteht bei mir nicht. Das ist sicher. Ermittelte Messwerte zur Darstellung der Verhältnisse zueinander zeigen eindeutig keine muskulären Unterschiede / Differenzen / Dysbalancen.
Das kommt mir bei einer Skoliose doch sehr unwahrscheinlich vor... ist Deine Skoliose vielleicht ganz gering (wieviel Grad?) und gar nicht Dein eigentliches Problem?

Grüsse, Lady S

Verfasst: Do, 19.02.2009 - 11:06
von Linchen88
nicht ganz taub, halt so gribbelnd, wenn ihr versteht was i meine =)

Skoliose ist die diagnose von 1988 aöso kurz nach meiner geburt.
der nächste orthopädische termin ist dann ja erst ende märz...

Verfasst: Do, 19.02.2009 - 11:38
von Lady S
der nächste orthopädische termin ist dann ja erst ende märz...
Also mal ehrlich...dann kann's ja nicht so schlimm sein, wenn Du Dich nicht um einen früheren Termin bemühst.
Sensibilitätsstörungen sollten ein Grund sein, Dich sofort darum zu kümmern; evtl. zur Ambulanz eines Krankenhauses gehen!
Wie Ramses schreibt:
Der durch den Vorfall eingeklemmte Nerv muss wieder vom Druck befreit werden um Spätschäden zu verhindern. Nerven erholen sich nur sehr langsam und wenn die Kompression zu lange andauert kann es auch zu dauerhaften Schäden kommen.
Grüsse, Lady S

Verfasst: Do, 19.02.2009 - 12:07
von Linchen88
5 von 5 Orthopäden im Umkreis von 40km: Termine erst Ende März

Ambulan im Krankenhaus: Da habe ich Spritzen bekommen damit die Muskulatur nicht weiter verkrampft, u schmerzstillend

Als ob ich es nicht probieren würde...
Habe aber für morgen früh einen Termin beim Osteopathen bekommen.
Kenne viele die dort sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

Verfasst: Do, 19.02.2009 - 12:58
von Linchen88
Lady S: Das kommt mir bei einer Skoliose doch sehr unwahrscheinlich vor... ist Deine Skoliose vielleicht ganz gering (wieviel Grad?) und gar nicht Dein eigentliches Problem?
Dazu muss ich glaub ich nochmal kurz was zu meiner Vorgeschichte hinzufügen:
Ich kam mit Hilfe einer Saugglocke zur Welt. Es wurde damals ein Schiefhals festgestellt, der durch KG versucht wurde zu behandeln.
Ich musste mein 1. Lebensjahr fast jeden Tag zur KG.
Eine Skoliose wurde damals vorsichtig ausgedrückt: "erwähnt".
Eine weitere KG-Serie folgte im Kleinkindsalter. Ein leichter Beckenschiefstand wurde auch festgestellt, aber keine unterschiedliche Beinlänge.

Es war immer so, auch heute noch, das ich meinen Kopf überwiegend nach rechts neige. Glaube aus Bequemlichkeit... es ist nicht so das ich in der bewegung da eingeschränkt bin.
zudem sagte meine Mutter mir immer schon: stell dich doch mal grade hin, weil ich wohl immer eine Fehlhaltung hatte (eine Hüftseite weiterrausschob, bzw nach links).
Aber von der ärztlichen Seite wurde NIEWIEDER darauf eingegangen. Es war halt von geburt an bekannt, aber meine Mutter erinnert sich noch dran das die geleistete Krankengymnastik wohl das "Maximum" an Behandlung darstellte u die Sache danach als "erledigt" hingestellt wurde.

Frage: Da ist es doch wahrscheinlich das eine Skoliose oder irgendwie eine andere Fehlstellung nur gering war u sich halt im laufe der Jahre durch nichtbeachtung/nichtbehandlung verschlimmert hat, oder?

Irgendwie verstehe ich die möglichen Zusammenhänge zwischen Schiefhals, Skoliose u Beckenschiefstand nicht. Was ist da eine Folge von was? Bzw was hat sich im laufe der jahre entwickelt, und wodurch?
LG