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Rippenbuckel? Was kann man dagegen tun?

Verfasst: Fr, 14.11.2003 - 15:10
von DMX
Ich habe eine leichte Skoliose im BWS-Bereich, die mich aber überhaupt nicht stört.
Was mich viel mehr stört, sind meine krummen, hängenden Schultern und die abstehenden Schulterblätter. Ist das ein Rippenbuckel oder ein anderer Haltungsschaden? Was kann man dagegen machen ? Ich habe schon jahrelang Muskelaufbau gemacht, dadurch ist die Skoliose zwar nicht schlechter geworden, am Aussehen hat sich aber nichts geändert.
Ich habe gehört, man kann sich gezielt einige Rippen brechen lassen, damit die Fehlstellung behoben wird. Die zweite Methode ist, sich Rippenstücke entfernen zu lassen, die dann in eine "normale" Position nachwachsen.
Bleiben bei so einer OP wirklich große Narben? (besonders bei der ersten Variante)? Wie teuer ist so eine OP und wo kann man sich informieren?
(bin m/18 Jahre und will nicht mein Leben lang krumm rumlaufen)

Verfasst: Fr, 14.11.2003 - 15:34
von LavaSonne
Hi DMX,
ich weiß nichts über diese Ops, aber ich denke mann sollte sich erst dann operieren, wenn es kein Altenativen mehr gibt! Hast du schon mal schrothen ausprobiert bzw. erlernnt? Ich habe eine Kur in Bad Sobernheim gemacht und damit gut Ziele erreicht! Mann muss nur am Ball bleiben. Ich meine eine Op birkt IMMER eine Menge RISIKOS in sich und deshalb sollte mann sich gut beraten lassen!
Liebe Grüße
LavaSonne

Verfasst: Fr, 14.11.2003 - 22:51
von DMX
Hi LavaSonne,
von Schroth habe ich schon viel gelesen auf dieser Seite, ich habe es selber aber nie gemacht. Wo finde ich denn einen geeigneten Therapeuten? Lassen sich damit dauerhafte erfolge erzielen wenn ich es regelmäßig mache? Auf OP habe ich auch nicht wirklich Lust, weil ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe =). Danke für die Antwort!

Verfasst: Sa, 15.11.2003 - 20:49
von qtstar
Hallo DMX!!!
Ich bin 13. Bei mir stehen die Schulterblätter auch total ab. Manchmal stört mich das echt! Ich hasse es wenn man im Schwimmbad ist oder so und dann denke ich immer alle gucken. Außerdem kann ich keine Spaghetti-shirts anziehn weil das dumm aussieht (kann jetzt erst recht nicht wegen meinem Korsett)!
Naja, das hört sich irgendwie schlimm an sich die Rippen brechen zu lassen...also ich kann dir aber leider nicht helfen! Ich kenne mich mit sowas nicht aus. Viel Glück bei allem!!!
Tschüssi

Verfasst: Sa, 15.11.2003 - 23:20
von Toni
Als einizige wirklich wirksame konservative Methode gegen den Rippenbuckel ist die Derotation durch ein hochkorrigierendes Korsett und gutes Schrothen. Was eine angeblich ausgewachsene 50° Skoli mit einem Rahmouni in 4 Monaten und 4 Wochen Schroth (auch) IN BAD SALZUNGEN erreichen kann seht Ihr auf diesen Bildern!
Das "Paket" (der Rippenbuckel) ist deutlich kleiner!

Verfasst: So, 16.11.2003 - 00:14
von Dalia
Hallo Toni,

ich hatte die Bilder im Testforum schon gesehen und habe zuerst gedacht, das sei eine Operierte. WOW!

Dalia

Verfasst: So, 16.11.2003 - 01:16
von Toni
Hallo Dalia
ich hab schon einige Operierte gesehen, die hatten nach der OP immer noch mehr "Paket" als die 16-jährige "Nichtoperierte" auf den Bildern jetzt hat! Habe sie erst gestern ohne Korsett gesehen. Es ist inzwischen sogar nochmal besser geworden! :ja:
Aber sie arbeitet hart an sich, schrothet fleißig und steckt täglich 23 h in ihrem sehr gut korrigierenden Rahmouni.
Von nix kommt nix!
Gruß Toni

Verfasst: So, 16.11.2003 - 15:11
von DMX
Ich bekomme echt ein schlechtes Gewissen, wenn ich euch bei meiner leichten Skoliose was von krummen Schultern vorjammere, wo ihr teilweise 50° und mehr habt...
Ich werde auf jeden Fall die Schroth-Therapie mal probieren zur Derotation. Kann man damit dauerhafte Erfolge erzielen wenn man es regelmäßig betreibt?
2. Frage: Ich habe ca. 1cm Beinlängendifferenz. Wenn ich die durch Einlagen behebe, wird sich dann auch die Skoliose verbessern?
(jetzt 15-20°, Rotation ist aber stärker)

Verfasst: So, 16.11.2003 - 15:41
von Toni
Du lernst mit Schroth gezielte Übungen gegen Deine muskuläre Dysbalance genau spezifisch für Deine Wirbelsäulenform, Du lernst Deine Atmung gezielt in die engen und schwachen Stellen hineinzulenken und damit zu weiten und das Paket zu "raffen". Dazu brauchst Du zuerst qualifizierte fachliche Anleitung. Das geht am Besten in einer Schroth-Klinik wie z.B. Bad Sobernheim oder bad Salzungen. Ich hab berechtigte Zweifel, ob dich eine niedergelassenen Schroth-Therapeutin in absehbarer Zeit auf den Status bringen kann, den Du in einer Intensiv-Reha in 3-4 Wochen erreichst.
Dann aber musst Du ein Leben lang täglich ca. halbe Stunde schrothen. "Wirbelsäulenpfleger" ist DEIN ZWEITBERUF! Dabei kann Dir dann eine niedergelassene Schroh Therapeutin ab und zu helfen.
Ich hab an mir und genug Anderen gesehen was Schrothen bringen und bewirken kann. Ich hab da gar keine Zweifel mehr!
Das mit der 1 cm Erhöhung kannst Du schon mal ausprobieren z.B. mit einem Viscoheel Fersenkissen. Schwer zu sagen ob es was bringt.
Gruß Toni

Verfasst: So, 16.11.2003 - 18:51
von LavaSonne
Hi DMX,
wie gesagt, ich kann Schroth nur empfelen und ich kann mich Toni nur anschließen. Ein Kur ist das Einzigste, wo man es wirklich gezielt erlernnen kann und wo du gleich, wenn du dich bemühst, ein Erfolg sehen kann. Zu mindestesn war es bei mir so!
Also versuch es, operiern kannst du dich immer noch!
Liebe Grüße
LavaSonne