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Krankengymnastik

Verfasst: Di, 11.11.2003 - 12:55
von Jasmin
Hallo Ihr Lieben,

ich lese nun schon eine ganze Weile mit, was Ihr hier so nettes schreibt. Und bin mit eineigem nicht ganz einig.
Ich bin auch Skoliose Patient. Erkannt wurde es durch meine Mom. Ich bekam mit 9 ein Korsett verpasst im Klinikum Markgröningen / Ba-Wü. Ich hatte 2mal die Woche Krankengymnastik nach Vojta. Ich hatte am Anfang 23 Grad - damals mit 7. In Markgrönningen bekam ich dann ein Elektro Therapie Gerät, dass den Muskelaufbau um die Wirblesäule herum stärken sollte, was nicht geschah und ich irgendwann bei 33 Grad war. Und dann kam das Korsett. Und es war der Albtraum schlecht hin. Ich hab das Korsett gehasst, ich hab meine Eltern gehasst, dass Sie mir das antun konnten und konnte irgendwann keinen Arzt und keinen Techniker mehr sehen. Ich hab das Korsett 8 Jahre getragen und es dann entsorgt, weil ich es nciht mehr schaffte physisch wie psychisch.

Jetzt nun meine eigentliche Frage: Warum empfehlt Ihr immer nur die KG nach Schroth? IIst die Behandlung nach Vojta nicht gut oder soviel schlechter? Ich weis nur das es sehr anstrengend ist - aber ist es deshalb schlechter?

Verfasst: Di, 11.11.2003 - 16:18
von Toni
Hallo Jasmin
Interessant Deine Geschichte!
Hattest Du wenigstens Erfolg mit Deinen Korsetten?
Wieviel Korrektur hast Du geschafft?
Bei wieviel Grad COBB bist Du "gelandet"?
Hattest Du die ganze Zeit VOJTA 2 mal die Woche?
Was und wieviel hast Du an den Tagen gemacht, als Du nicht vojtigiert wurdest?
Nach meinen Informationen ist Vojta etwas für Kleinkinder und geistig behinderte Personen, die nicht in der Lage sind, physiotherapeutische Anweisungen zu verstehen und in Bewegungsmuster umzusetzen.
Bei Vojta braucht man grundsätzlich jemand, der die Ausweich-Reize setzt.
Vojta ist auch unangenehm, mit äußerem Zwang verbunden, kann stellenweise weh tun.
Sehr anstrengend ist SCHROTH auch! (Von nix kommt nix!!!)
Wenn man SCHROTH richtig gelernt hat ( z.B. in einer REHA in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen), braucht man niemand (außer guten Spiegeln und ab und zu jemand der qualifiziert korrigieren kann, damit sich keine Fehler einschleichen.
Ich hasse es langsam immer wieder Dr. H.-R. Weiß zu zitieren, aber als Autor ist er wirklich gut! Er schreibt in seinem neuen Buch, daß 2 mal die Woche 20 -30 Minuten KG bei einer niedergelassenen Physiotherap. sogar SCHLECHTER (!!!) sind als nichtstun!!!!!!!!
Nur konsequentes halbstündiges tägliches SCHROTHEN hat echten positiven Einfluss auf Skoliose und Kyphose/Lordose.
Vojta wurde ursprünglich nicht gegen Skoliose entwickelt. Die Skoliosenbehandlung mit Vojta ist nur ein Nebenprodukt und eine Notlösung!
*Nur Schroth wurde von einer Skoliose (Katharina Schroth) für Skoliosen entwickelt und seit 80 Jahren immer weiter entwickelt und optimiert.
*Nur Schroth geht auf die speziellen Formen der Skoliosen ( 3b, 4b -links-rechts- mit oder ohne Hüftprominenz usw....) ein.
*nur Schroth macht spezifische Lagerung (Reissäckchen) und spezielle Drehwinkel-Atemtechnik.
*Nur Schroth tainiert ganz gezielt die tiefe aufrichtende inner "Korsett-Muskulatur" gegen vorhandene muskuläre Dysbalancen.
*Nur SCHROTH konnte bisher positive Ergebnisse wissenschaftlich nachweisen.
*Nur Schroth "belohnt" die Schrothende/den Schrothenden SOFORT mit einer in der Spiegelkontrolle wahrnehmbaren optischen Korrektur! (die er aus eignerer Kraft erreicht hat)

Es scheint dutzende amerikanische Untersuchungen zu geben, daß KG und Sport (unspezifische KG) überhaupt gar keinen Einfluss auf die Skoliose haben. In Amerika ist SCHROTH (noch) unbekannt.

Das Rückenbuch von Benita Caniena (Die Cantienica-Methode) habe ich gerade an Frau Lehnert Schroth gegeben. Sie wird es ansehen und mal Prüfen, was daran sinnvoll und eventuell sogar empfehlenswert sein könnte. Aber allein schon der Verzicht auf gezielte Atmung und das völlige Fehlen gezielten eingehens auf die Form der Skoliose macht die Methode zwangsläufig weniger effektiv als Schroth.
Das waren nur einige Argumente....

Gruß Toni

Verfasst: Di, 11.11.2003 - 17:21
von Spila
Toni hat geschrieben:Ich hasse es langsam immer wieder Dr. H.-R. Weiß zu zitieren, aber als Autor ist er wirklich gut! Er schreibt in seinem neuen Buch, daß 2 mal die Woche 20 -30 Minuten KG bei einer niedergelassenen Physiotherap. sogar SCHLECHTER (!!!) sind als nichtstun!!!!!!!!
Nur konsequentes halbstündiges tägliches SCHROTHEN hat echten positiven Einfluss auf Skoliose und Kyphose/Lordose.
Hallo Toni

Wie begründet denn der liebe Dr. Weiss, dass nichts tun sogar besser ist, als 20-30 Min normales Muskelaufbau-Training? Kann das etwa zu einer Überbeweglichkeit führen oder werden da die "falschen" Muskeln trainiert?

Gruss
Theres

Verfasst: Di, 11.11.2003 - 18:07
von netkitty
Hi Spila,
Spila hat geschrieben:werden da die "falschen" Muskeln trainiert?
Jawohl, es werden die falschen Muskeln trainiert.
1. Schroth geht fast ausschließlich auf die Tiefenmuskulatur, die du durch Krafttraining überhaupt nicht erreichst.
2. Werden bei normalem Krafttraining die falschen (skoliotisch normalen) Stellen des Brustkorbs beatmet, das führt zu einer weiteren Verdrehung der WS und damit zu einer fortschreitenden Deformierung des Brustkorbs (die Hebel die dort wirken sind beträchtlich und bei Schroth werden sie richtig eingesetzt um das Beste Ergebnis für die Entdrehung zu erreichen).
3. Durch die gezielte Atmung kannst du auch bei normalem Krafttraining die Wirkung erhöhen, aber nur wenn du vorher Schroth und Drehwinkelatmung gelernt hast.
Liebe Grüsse
Nicole

Verfasst: Di, 11.11.2003 - 22:01
von BZebra
Spila hat geschrieben:Wie begründet denn der liebe Dr. Weiss, dass nichts tun sogar besser ist, als 20-30 Min normales Muskelaufbau-Training?
Eine einzige Studie soll das bewiesen haben, aber Durch das ganze Buch ziehen sich Verweise auf zig Studien, die sich gegenseitig komplett wiedersprechen. Würde nicht allzuviel drauf geben.

Abgesehen davon ist das Ziel ja auch das Erreichen eines besseren Körpergefühls für gerade und schief, um es dann im Alltag einzubauen.
Wer anstelle von 2 mal die Woche KG lieber garkeine macht, der wird dieses Körpergefühl schnell verlieren und immer mehr in die Krümmung sinken ohne es zu merken.

Zu Vojta:

Das ist die einzige Methode, die bei der Skoliose-Behandlung auch sehr gute Erfolge zu verzeichnen hat. Sie basiert ja auf Reflexen, deswegen sind die Erfolge bei Babys und Kleinkindern größer als bei älteren Patienten, weil dort die Reflexe noch ausgeprägter sind. Und bei solch jungen Patienten ist Schroth sowieso nicht möglich, insofern passt das also prima.

Vorteil von Vojta ist, daß das dreidimensionale Gangbild in der Korrektur mit enthalten ist. Das fehlt bei Schroth fast völlig, wird höchstens in der Gangschule mit eingebunden, es ist aber wirklich schwer das über das Bewustsein zu steuern und ganz sicher nicht so gut möglich wie unbewußt über Reflexe.

Hab mal einen Einführungskurs für MBT-Schuhe gemacht. Obwohl ich mit den Dingern kaum Probleme hatte, scheint in meinem Gangbild so einiges gefehlt zu haben: Die Drehbewegung des Beckens und die "spiralige" Bewegung der Wirbelsäule.
Ich würde sagen das sind wohl die Folgen der Schroth+Korsett-Therapie. Das ist die eine Sache, die Bei Schroth und im Korsett sowieso fehlt, die aber bei Vojta mit enthalten ist.

Nachteil von Vojta ist der, daß man es nicht alleine durchführen kann. Gesetz den Fall die KG wäre die einzige Therapie gegen die Skoliose (also kein Korsett) würde 2 Mal die Woche nicht ausreichen. Schroth kann man dagegen jeden Tag alleine durchführen.
Es gibt auch nur sehr wenige Vojta-Therapeuten für Kinder (das sind die, die man dafür braucht). Das reicht bei weitem nicht aus für alle Skoliose-Patienten. Selbst Schroth-Therapeuten gibt es nicht genügend, was aber nicht ganz so tragisch ist, weil man nicht zwingend auf einen angewiesen ist.

Wenn ich die Möglichkeit hätte (sprich einen Vojta-Therapeuten vor Ort) dann würde ich heute dort eher Vojta machen und zu Hause und in Sobi dann Schroth, weil die Schroth-Therapeuten vor Ort einfach nicht gut genug ausgebildet sind, daß es mir noch was bringen würde.
Das gilt aber wahrscheinlich nur für Leute, die schon sehr oft in Sobi waren.

In einem anderen Forum habe ich mal einen Kommentar einer Schroth- und Vojta-Therapeutin gelesen, die sogar meinte, sie hätte mit Vojta die besseren Erfolge erzielt als mit Schroth.
Aber es ist schwer zu sagen, woran das jetzt liegt. Immerhin erstreckt sich die Vojta-Ausbildung ja über mehrere Monate, die Schroth-Ausbildung nur über 2, 3 Wochen, und daß die Schroth-Therapeuten vor Ort gut ausgebildet seien kann man wirklich nicht sagen. In so kurzer Zeit lernt das auch niemand richtig. Es geht also wirklich kein Weg an Sobi vorbei.

Gruß,
BZebra

Verfasst: Mi, 12.11.2003 - 21:58
von Damien
Naja, ich habe auch so meine Zweifel an der Zweckmäßigkeit von Schroth. Natürlich steht es mir hier nicht zu zu sagen es bringt nichts, weil ich es noch nie gemacht habe und mir daher die Erfahrungswerte fehlen um dies beurteilen zu können.
NUR: Wenn man solche Dinge liest wie, nur Schroth ist wirklich gut, alles andere ist mißt... und das Beste was ich hier schon öfter gelesen habe:
Gehe zu einer Schroth ausgebildeten KG, aber das nutzt dir auch nicht viel, weil diese zu schlecht ausgebildet sind. Da hilft nur eine zeitaufwendige Kur über mehrere Wochen um Schroth zu erlernen. Aber selbst danach wird man es nicht beherschen, dafür ist es zu schwer, es muss noch mindestens eine zweite und evtl. gar eine dritte Kur folgen, dann kann man so ganz langsam mal sagen man beherscht Schroth.
Ja toll, wie soll das denn gehen? Bis ich die ganzen Kuren durch hab oder endlich endlich nach Schroth RICHTIG trainieren kann bin ich doch schon längst alt und grau - und dann isses auch schon wurscht.

Und auch dieses NUR Schroth ist das einzig ware, sowas kanns doch auch nicht sein. Es gibt einige Leute, die es geschafft haben, eine geringfügige Skoliose nur durch normales Muskelaufbautraining zu beseitigen. Der Grund, weshalb derartiges Training den meisten Skolis mehr schadet als nutzt ist schlicht und einfach total falsches training. Wenn man sich als jemand der etwas Ahnung hat mal die ganzen Leuts im Studio so anschaut, dann wundert einen doch nichts mehr, höchstens weshalb die überhaupt noch laufen können. Da wird versucht, von Personen die gerade mal selbst 60Kg wiegen, mit 100Kg am Latzug Rückenmuskulatur aufzubauen, dabei wird der Schwung von überallher geholt, Hüfte, Arme... nur der Rücken wird nicht trainiert (nur die Bandscheiben ruiniert).

Zum Thema zurück:
Mag sein, dass Schroth DAS ultimative Training für Skoliotiker ist, aber ich (und viele Andere auch) haben einfach nicht die Zeit (und auch nicht die finanzen) um sich 3x auf Kur zu begeben um sich das da anständig beibringen zu lassen, davon, dass meine Krankenkasse bei sowas im Dreieck springen würde red ich garnicht erst.

Ist meine persönliche Meinung dazu.

Verfasst: Mi, 12.11.2003 - 23:20
von Toni
Hallo Damien - so ist es nicht ganz.
Ich habe erlebt, daß manche Skolis schon in der 2. Woche in dem "vielgeschmähten" Bad Salzungen sich so perfekt aufrichten und entdrehen konnten, daß alle im Schrothraum anwesenden in Begeisterungsrufe:"Deine Skoli ist ja weg, Du kannst heimgehen!" ausgebrochen sind!
Natürlich ist es so, daß Leute wie BZebra die mehr als 6 mal in Sobernheim waren sehr hohe Maßstäbe und Messlatten anlegen. Da wird Schroth fast zum "Leistungssport"-Perfektionissmus und über die Korrekturqualität und Korrekturintensität der verschiedenen PhysiotherapeutInnen können solche "AltSchrothianer" sich stundenlang auslassen.
Aber es gibt für jede Skoli oder Kyphose 5 bis 8 wirklich gute hocheffiziente Schroth-Übungen. Es ist nur die Frage wie und wie schnell diese für den einzelnen Patienten gefunden werden und wie intensiv man sie einstudiert und in Verhaltens- und Haltungsmuster in den Alltag überträgt.
Glaub mir... auch ich war auch extrem skeptisch bevor ich hier durch dieses Forum Schroth kennenlernte. Ich habe geschwommen, jahrelang Kraftsport in Sportstudios gemacht. Habe diverse KG, Klappsches Kriechen und Brügger gemacht und wurde öfters gedornt. Aber nach meiner Reha in Salzu bin ich der SCHROTH- Fan!
Ich finde auch daß die meisten niedergelassenen Schroth-TherapeutInnen zu wenig ausgebildet und erfahren sind. Ich hab viele Beispiele dafür.
Aber Schroth ist für uns deformierten Wirbelsäulen wirklich das Beste!
Nichts hat (außer dem Korsett) solche Wirkung selbst bei mir 49-jährigen mit angeblich fixierter Scheuermann-Kyphose gehabt wie Schroth!
Das kan man wirklich erst beurteilen wenn man es wenigstens in Grundzügen gelernt hat.
Gruß Toni

Verfasst: Do, 13.11.2003 - 13:48
von Jasmin
Hallo Toni,

entschuldige meine späte Antwort – ich werde Dir gerne auf Deine Fragen antworten. Also Fakt ist, dass ich 8 Jahre dieses und jenes Korsett hatte. Ich stand zeitweise auf 0 Grad bzw. unter 10 Grad. Dieses hielt sich über die Jahre, bis ich angefangen hab die Pille zu nehmen und ich noch ein paar viele cm auf einmal gewachsen bin, dann hat es sich wieder verschlechtert auf lockere 30 Grad. Die Ärzte in Markgröningen kamen mir sofort mit OP hier und OP da – ich konnte das Wort schon nicht mehr hören – mein Gott ich war 16 oder 17. Da hat man anderes im Kopf als seine Gesundheit, ich wollte auch frei sein und mich anziehen können wie meine Freundinnen – so versteckte ich mich hinter weiten Pullis und schlabber Jeans. Irgendwann hab ich das Korsett dann in den Müll geworfen. Ich bin nicht mehr zu KG, nicht mehr zu den Ärzten und auch zu keiner Kontrolle mehr hin.
Wie ich jetzt stehe weis ich wie gesagt nicht, aber an der Form meines Rückens sehe ich, dass es sich schätzungsweise bei 40 – 45 Grad eingependelt hat.
Ich hab wie erwähnt 2 mal die Woche KG in einer Praxis bezogen, hab jeden Tag daheim eine halbe Stunde Zeit dafür genommen und war die ganze Zeit nebenher Leistungsschwimmerin und ich hab getanzt (Standard und Latein).
Wenn du Vojta beherrscht und das tu ich, kann man sich diesen „Druck“ auch selbst geben bei einem Teil der Übungen. Nein Wehtun kann es nur, wenn die Krankengymnastin Ihr Handwerk nicht beherrscht. Man muß keinem Kind einen solchen Gegendruck geben, dass es richtig wehtut. Der Druck muß da sein, aber schmerzen darf er nicht.
Ich habe mehrere Workshops in verschiedenen Kliniken angeschaut, die von Schroth handelten und für mich sah das nach völligem Quatsch aus – mag sein, dass ich es massiv unterschätze.
Ich bin 8 Jahre lang mit Vojta sehr gut gefahren. Das ich mich jetzt verschlechtert habe liegt an mir. Denkst du es würde etwas bringen, wenn ich mich mit Schroth beschäftigen würde evtl. auch eine Kur machen würde? Bringt das etwas, wenn man ausgewachsen ist?


@Bzebra: wie gesagt, ich hab das auch allein gemacht. Aber was meint Ihr mit einer Ausbildung? Das lernt man wenn man es macht. Ihr tut alle so, als seien die Übungen mords schwer?! Mit der Zeit hat man das schon raus, wie hier was funktioniert – dazu muß ich nicht extra irgendwohin düsen um es zu lernen....
Genauso, was nimmst du dir das Recht raus, zu behaupten, dass die Therapeuten vor Ort nicht gut genug ausgebildet sind? Woher weist du das? Hast du alle gestet?

Verfasst: Do, 13.11.2003 - 15:38
von Toni
Hallo Jasmin
Denkst du es würde etwas bringen, wenn ich mich mit Schroth beschäftigen würde evtl. auch eine Kur machen würde? Bringt das etwas, wenn man ausgewachsen ist?
Antwort:
Heute ist eigendlich nur noch die KG nach Kath. Schroth diskutabel, da die auch im erwachsenen Alter eine Verbesserung der Rotation erbringt und damit auch eine Reduzierung der Begleiterkrankungen möglich macht.
_________________
Dr. K. Steffan
Wenn Du mal gesehen hast, wie gut sich selbst rel. große erwachsene Skolis bei bestimmten Schroth-Übungen entdrehen und aufrichten, wie unter dem Einfluss der gezielten Atmung das Paket kleiner und die schwache Seite weiter wird, hättest Du gar keine Zweifel mehr!
Was immer Du bei div. Workshops in verschiedenen Kliniken ( ????) als Schroth gesehen hast- es muss tatsächlich Quatsch gewesen sein!
Schroth ist mit Sicherheit die effektivste und spezifischte KG-Methode für Skoliosen und Kyphosen! Vojta ist sich auch gut- vieleicht sogar sehr gut.
Aber- Du kennst meinen Wahlspruch ganz unten.....

Wir hatten mal bei Skoliose-Aktiv e.V in Stuttgart 5 Physiotherapeutinnen aus Freiburg zu Gast. Fast Alle waren Schroth & Vojta- Therapeuten. Alle waren sie fest der Überzeugung: Vojta ja- für Kleinkinder, aber sobald jemand in der Lage ist Schroth zu kapieren, unbedingt von Vojta auf Schroth umsteigen- so ab 6-8 Jahren!

Leider hängt das erlernen und kapieren von Schroth sehr von der Qualität und Erfahrung der jeweiligen Therapeuten ab.
Jemand, der nur einige Wochen Schroth-Kurs gemacht hat und dann vieleicht ca. 10 Skoliosen im Jahr behandelt, kann UNMÖGLICH die Erfahrung im korrigieren und trainieren von Skoliosen haben!

Ich hatte wirklich sehr gute Schroth- Therapeutinnen in meiner Reha in Bad Salzungen und wir haben auch einen guten Schroth- Stil gelernt.
Sonst hätten wir nicht so gute Ergebnisse z.B. in der 3 D Vermessung erzielt und könnten uns auch nicht gegenseitig so gut korrigieren.

Aber ich war nun schon 2 mal in Bad Sobernheim und wurde von "Sobernheimer Urgestein" angeleitet und korrigert. Da gingen mir ganze Lichterketten auf!
Deshalb muss ich da BZebra (zähneknirschend) zustimmen.
Ich hab sogar einen Kyphose-Kollegen der nun schon 4 mal bei einer niedergelassenen Schroth-Therapeutin war und noch keine einzige wirkliche Schroth-Übung beigebracht bekommen hat! Und das ist leider kein Einzelfall!
Es kommt noch dazu daß echtes Muskelwachstum erst ca. nach 3-4 Wochen überhaupt erst beginnt. Also auch die beste niedergelassene Schroth- oder Vjota-TherapeutIn kann niemals die Verbesserung erreichen wie in einer mehrwöchigen Reha! Damit legt man die Basis für eine effektive Selbstkorrektur und kann auch seine "Alltags"-Haltung richtig umprogrammieren.

Ich bin heute sogar der Überzeugung, daß man bei gutem lernen und optimaler Spiegelausrüstung zuhause gar keine niedergelassenen Schroth-Therapeuten braucht. Sich selbst zu korrigieren (und das Ohne Drücke von sich selbst oder jemanden!) ist überhaupt das Beste. Ich finde es besser, sich alle paar wochen oder alle 2 Monate sich von guten Vollprofis wieder mal richtig durchschrothen zu lassen.

Ich würde an Deiner Stelle AUF JEDEN FALL eine Reha anstreben!
Ich kann Dir nur empfehlen mal Dr. Hoffmann in Leonberg aufzusuchen, dich beraten zu lassen und schon mal einen vorausgefülllten Reha- Antrag mitzubringen!
Du wirst es nicht bereuen- höchstens daß es nicht schon viel früher gemacht hast!
Gruß Toni

Verfasst: Do, 13.11.2003 - 16:26
von BZebra
Jasmin hat geschrieben:Nein Wehtun kann es nur, wenn die Krankengymnastin Ihr Handwerk nicht beherrscht. Man muß keinem Kind einen solchen Gegendruck geben, dass es richtig wehtut. Der Druck muß da sein, aber schmerzen darf er nicht.
Nicht der Druck ist gemeint der schmerzt, sondern die Muskelspannungen die sich dabei aufbauen, wogegen aber wohl auch nichts zu sagen ist, so soll es ja sein, sonst würde es ja nicht wirken.
Ich empfand diese Spannungen als sehr anstrengend und teils auch schmerzhaft (hab sie nicht alleine sondern mit Physiotherapeutin gemacht). Das ist für einen Jugendlichen aber natürlich nicht der Rede wert, nur Babies und Kleinkindern ist das natürlich schwehr zu vermitteln, die schreien dann. Das war mit "wehtun" gemeint.
Jasmin hat geschrieben:Ich habe mehrere Workshops in verschiedenen Kliniken angeschaut, die von Schroth handelten und für mich sah das nach völligem Quatsch aus – mag sein, dass ich es massiv unterschätze.
Ja, ganz sicher. Diese Workshops werden ja von Leuten abgehalten, die selbst nur ganz wenig Erfahrung damit haben. Die haben vielleicht mal einen P-Kurs in Sobernheim gemacht, aber das reicht bei weitem nicht aus um es richtig zu können.
Was Du in diesen Workshops gesehen hast, muss also wirklich "Quatsch" gewesen sein, es gibt nur einen Ort wo man es lernen kann, das ist Sobernheim.
Jasmin hat geschrieben:Aber was meint Ihr mit einer Ausbildung? Das lernt man wenn man es macht. Ihr tut alle so, als seien die Übungen mords schwer?!
Die Schroth-Übungen sind sehr schwer! Es kann höchstens mal vorkommen, daß es ein Anfänger als leicht ansieht, weil er noch garnicht sieht was er jetzt bei seiner Übung alles vergessen hat. War bei meiner ersten Reha auch so, da war noch alles einfach. Heute seh ich das anders.

Als Patient braucht man dafür, wie Damien das schon wiedergegeben hat, mehrere stationäre Rehas um das wirklich richtig zu erlernen.

(@Damien: Ist vielleicht garnicht gut sich gleich das Ziel vor Augen zu halten oder es so hoch zu stecken, sondern vielleicht einfach mal damit anfangen. Nur weil man ein Leben lang nicht auslernt läßt man es ja auch nicht gleich von vorne herein bleiben.)

Es ist völlig unmöglich so etwas autodidaktisch zu lernen, weder als Patient noch als Therapeut, das kann ich Dir nach 44 Wochen Aufenthalt in Sobernheim 100%ig versichern.
Noch viel schwieriger muss es für den Physiotherapeuten sein, der sich nicht wie der Patient nur mit sein eigenen Krümmungsmuster auseineander setzen muss, sondern gleich mit allen möglichen die es so gibt.

Mit der Ausbildung meine ich den P-Kurs in Sobernheim. Nirgendwo anders, nicht in irgendwelche Wochenendseminaren, die kannst Du gleich von vorne herein knicken.
Und dieser Kurs für Physiotherapeuten erstreckt sich halt "nur" über ein paar Wochen, was viel zu wenig ist. (Eine Vojta-Ausbildung dauert mehrere Monate.)
Das liegt daran, daß der Kurs privat von den KGs bezaht werden muss und KG nach Schroth bei den Krankenkassen keinen gesonderten Tarif zur Abrechnung erhält. Die KGs bekommen also nicht mehr Geld.
Deshalb ist man gezwungen, die Ausbildung in nur wenigen Wochen durchzuführen - in der Zeit fällt ja schließlich auch der Verdienst des Physios flach - und das alles zu straffen und sich auf das allernötigste zu beschränken.
Jasmin hat geschrieben:Genauso, was nimmst du dir das Recht raus, zu behaupten, dass die Therapeuten vor Ort nicht gut genug ausgebildet sind? Woher weist du das? Hast du alle gestet?
Ja, ich habe recht viele Schroth-Therapeuten in meiner Umgebung ausgetestet, und nicht diejenigen, die es nur im WE-Seminar aus 2. oder 3. Hand gelernt haben, sondern schon die, die eine richtige Ausbildung in Sobernheim gemacht haben.
Wenn der KG dann keine Korrekturen mehr einfallen, sie nichtstuend hinter Dir sitzt und Du schon den Eindruck bekommst, sie ist mal eben nen Kaffee trinken gegangen, dann ist sie für meine speziellen Bedüfnisse nicht ausrichend gut ausgebildet.
Es liegt aber wie gesagt schon auf der Hand, daß das bei einer so kurzen Ausbildung garnicht anders sein kann.

Wenn Du schon Schroth-Seminare besucht hast, dann bist Du wahrscheinlich selbst eine Physio?!
Mach doch mal eine Reha in Sobernheim, dann bekommst Du einen Einblick in die Komplexität und ein wenig auch in die Intensität des ganzen, und gesetz den Fall Du machst als Physio (falls Du eine bist) dann später vielleicht doch mal nen P-Kurs, hast Du einen sehr großen Vorteil dabei.

Ein Großteil der Patienten in Sobernheim - wenn auch deutlich weniger als die Häfte - sind Erwachsene.

Gruß,
BZebra

Verfasst: Do, 13.11.2003 - 17:11
von BZebra
Damien hat geschrieben:Ja toll, wie soll das denn gehen? Bis ich die ganzen Kuren durch hab oder endlich endlich nach Schroth RICHTIG trainieren kann bin ich doch schon längst alt und grau - und dann isses auch schon wurscht. [...] Mag sein, dass Schroth DAS ultimative Training für Skoliotiker ist, aber ich (und viele Andere auch) haben einfach nicht die Zeit (und auch nicht die finanzen) um sich 3x auf Kur zu begeben um sich das da anständig beibringen zu lassen, davon, dass meine Krankenkasse bei sowas im Dreieck springen würde red ich garnicht erst.
Physiotherapie ist ja auch kein Muss, das ist eine Option von vielen, die sehr erfolgversprechend und nicht gesundheitsschädlich ist, deswegen wird sie empfohlen.
Man braucht eine Skoliose aber nicht unbedingt konservativ zu behandeln. Gegen Schmerzen gibt es Schmerzmittel, wenn sich die Skoliose im Laufe der Jahre verschlechtert kann man operieren, und selbst wenn man schon operiert ist, dann kann man auch noch die freibleibenden Wirbel ober- und unterhalb der Fusionstrecke in weiteren OPs versteifen oder man kann garkeine Therapie in Anspruch nehmen ... .

Wenn einem die Zeit und die finanziellen Mittel (Bei Selbständigen vielleicht?!) für eine konservative Behandlung fehlen, dann bleibt einem halt nichts anderes übrig als sich mit den wahrscheinlich weniger angenehmen Alternativen zu begnügen. Man kann halt nicht alles haben im Leben.

Und mit einer Sache hast Du ganz sicher recht. Schroth ist keine Therapie-Methode für Alle, dafür fehlen ja schon allein die Kapazitäten. In Sobernheim sind ja jetzt schon Wartezeiten von 1/2 bis zu 1 Jahr. Keiner wird es verübeln, wenn sich jemand freiwillig opfert und sich dort nicht Therapieren läßt, das kommt anderen zu Gute.

Verfasst: Fr, 14.11.2003 - 15:27
von Damien
@BZebra

Ich weis jetzt nicht, ob dein Posting so sarkastisch gemeint war wie es rübergekommen ist, aber in jedem Fall möchte ich hieru mal einiges klar stellen:

Du tust immer so als wäre es die leichteste Sache der Welt einfach mal so einige Kuren in Sobernheim zu machen um Schroth zu erlernen. Ich weis nicht, wie das bei dir aussieht, aber ich nenne dir jetzt mal die Fakten wie sie hier bei mir sind:

Ich bin 22, mache gerade eine andere Ausbildung auf einer Berufsfachschule (letztes Jahr) weil ich die zuvor angefangene Ausbildung als Fliesenleger nach der OP und wegen der Skoli allgemein natürlich knicken kann. Ich beziehe ca. 200€ BAföG im Monat, mein Vater ist verstorben und meine Mutter hat kein weiteres Geld um mich großartig zu unterstützen. Großeltern oder ein Erbe etc. gibt es auch nicht.
Ich hatte damals EXTREMSTE Schwierigkeiten, meine Krankenkasse (DAK) zu überzeugen, die OP müsse in Bad Wildungen gemacht werden und nicht so wie die es wollten in der nächsten Uni-Klinik (was ihnen natürlich deutlich billiger gekommen wäre). Erst das Argument (mit Hilfe meines Orthopäden), eine OP käme deutlich günstiger als bis ans Lebensende die Kosten für andere Behandlungsmethoden auszugeben überzeugte die Kasse schließlich. Wenn ich da jetzt hingehe und mehrere (oder auch nur eine) Kur beantrage, mit 22 Jahren, ohne akute Schmerzen oder Beschwerden schmeißen die mich direkt wieder raus. Das man einen Großteil der anfallenden Kosten bei solchen Kuren selbst zahlen muss bräuchte ich eigentlich garnicht zu erwähnen. Zeitlich ist es gerade auch relativ schlecht, da mehr als 40 Fehltage in den 3 Jahren zum Ausschluss der Prüfung führen, was also heißt, man wird von der IHK nicht mehr geprüft und erhält somit keinen Abschluss - was aber eh im Mai nach der Prüfung egal ist.

Vielleicht sagst du mir jetzt mal wie ich das machen soll, eine oder gar mehrere Kuren genehmigt und bezahlt zu bekommen, wenn mein einziges Argument ist, ich möchte Schroth lernen.

Verfasst: Fr, 14.11.2003 - 15:49
von BZebra
Damien hat geschrieben:Ich weis jetzt nicht, ob dein Posting so sarkastisch gemeint war wie es rübergekommen ist
Nein, kein einziger Smilie in dem Post, es war nicht sarkastisch gemeint, ich halte das für die Realität, in USA wird es so gehandhabt.
Man muss halt irgendie sehen wie man zu seinen Leistungen kommt, und dabei Fallen ganz sicher viele hinten runter, in erster Linie die, die gleich die Flinte ins Korn werfen oder diejenigen, die es sich finanziell tatsächlich nicht leisten können, z.B. Selbständige oder einige privat oder garnicht Versicherte.
Damien hat geschrieben:Wenn ich da jetzt hingehe und mehrere (oder auch nur eine) Kur beantrage, mit 22 Jahren, ohne akute Schmerzen oder Beschwerden schmeißen die mich direkt wieder raus.


Wer, die KK? Das kann sie garnicht, kann höchstens ablehnen.
Damien hat geschrieben:Das man einen Großteil der anfallenden Kosten bei solchen Kuren selbst zahlen muss bräuchte ich eigentlich garnicht zu erwähnen.
Nö, wie kommst Du denn darauf. Wer gesetzlich versichert ist und zuzahlungsbefreit ist zahlt keinen Cent. Wer bei der BfA beantragt noch nicht mal die Fahrtkosten.
Damien hat geschrieben:Zeitlich ist es gerade auch relativ schlecht, da mehr als 40 Fehltage in den 3 Jahren zum Ausschluss der Prüfung führen, was also heißt, man wird von der IHK nicht mehr geprüft und erhält somit keinen Abschluss - was aber eh im Mai nach der Prüfung egal ist.
Kein Urlaub, keine Ferienzeiten?

Außerdem bekommst Du eh erst frühestens in einem halben Jahr einen Termin in Sobi, und das nur für 3 Wochen (15 Arbeitstage) und wenn Du Glück hast eine Verlängerung auf 4 Wochen (20 Arbeitstage), und wenn Du noch Urlaub hast, kannst Du den ja auch dafür verwenden.
Damien hat geschrieben:oder gar mehrere Kuren
Kur nur alle 4 Jahre, wenn akute Probleme vorliegen vielleicht auch öfters. Man beantragt nicht mehrere Kuren gleichzeitig sondern immer nur eine.

Ob Du es genehmigt bekommst, das kann ich Dir nicht sagen. Wir bekommen es in der Regel genehmigt, egal ob operiert oder nicht operiert. Abgesehen davon ist wahrscheinlich noch nicht mal mehr die KK für Dich zuständig sondern die BfA.

Aber bevor Du einen Antrag gestellt hast und ggf. Widerspruch gegen eine Ablehnung eingereicht hast (das kannst Du gleich einplanen) ist das hier alles nur Spekulation.

Verfasst: Fr, 14.11.2003 - 16:11
von Toni
Hallo Damien
Bei BZebra sind die Übergänge vom Cynismus zum Sarkassmus absolut fließend. Ich hab ihr schon mal symbolisch die "kaltschnäuzige Wildsau" verliehen. Aber trotzdem kann ich Dir versichern sie ist eigentlich eine "GANZ LIEBE", trotz ohrer manchmal harten oder sarkastischen Art.

Für die OP war tatsächlich Deine KK zuständig. Die REHA braucht die DAK NICHT zu bezahlen, die bezahlt entweder die LVA oder BfA! Damit hat die KK gar nix zu tun!

Auch wenn BZebra nun wieder am liebsten toben und ausflippen möchte :wall: :heiss:
Du kannst als Operierter durchaus nach Bad Salzungen gehen, wo sie inzwischen spezielle Operietengruppen eingeführt haben. Der Schroth den Du da auch schon ein nur einer REHA lernst ist nicht ganz schlecht, den Operierten, die bei mir in der REHA waren hat es zumindest vollauf gereicht, sehr gut getan und fast alle waren glücklich. In Salzu ist auch Sequenztraining (Kraftsport in Verbindung mit Schroth) dabei, was in Sobi so (noch) nicht angeboten wird. Auch das wird auf Operierte speiell abgestimmt.
Schon nach Drei Wochen ( 4 sind besser) kannst Du es so gut, daß Du zuhause und in Deinem Sportstudio qualifiziert weitermachen kannst.
Ich bin mir sicher, daß speziell bei Operierten Bad Salzungen schon sehr viel Erfahrung gegenüber Sobi aufgeholt hat.
Die Zuzahlung die Du dort leisten musst entspricht auch deinen Lebenshaltungskosten zuhause.
Da das Essen erheblich besser ist, musst Du auch nicht so oft in die örtliche Gastronomie, wie mir einige von Bad Sobernheim berichtet haben. Aer das Essen ist eh totale Nebensache- Hauptsache Du lernst überhaupt endlich SCHROTH.
Du kannst das ruhig jetzt beantragen und machst die REHA nach der Prüfung. Dir läuft ja kein Cobb-Winkel mehr davon! ;D
Liebe Grüße ins Land unter dem Weiß-Blauen Himmel!

Toni

Verfasst: Fr, 14.11.2003 - 16:28
von BZebra
Klar kannst Du auch nach Bad Salzungen, aber vergiss dann alles was Du möglicherweise bei mir gelesen hast und projezier das nicht einfach auf Salzungen. Dafür gilt das nicht. :nein:

Zum Essen in Sobernheim muss ich aber noch sagen, daß es mir immer wesentlich besser geschmeckt hat als das was ich mir selbst zu essen mache oder in unserer Mensa esse. Ich fand das Essen da immer klasse :gut: und musste deswegen auch nie außerhalb essen gehen.

Verfasst: Mo, 17.11.2003 - 09:59
von Allegra
Hallo Toni,

als ich in Bad Salzungen war, waren alle Operierten außer einer nicht in der sogenannten OP-Gruppe, sondern in den "normalen" 3BH oder 4B-Gruppen, weil die OP-Gruppe noch ein laxeres Programm hatte als die anderen (nur eine halbe Stunde Schroth vormittags) - das hat keinem gereicht und kein "Junger" wollte rein. In der "OP-Gruppe" waren dann tatsächlich nur vier oder fünf ältere schwächliche Damen (ohne OP- mit einer Ausnahme), die selbst bei dem Mini-Programm schon fast umfielen. "OP"-Gruppe war daher eigentlich die falsche Bezeichnung.

Das Programm in Salzungen ist so, dass auch ein Operierter locker mithalten kann ;) . Das ist zumindest meine Erfahrung.

Gruß
Jenny

Verfasst: Mo, 17.11.2003 - 13:03
von Soj_83
Hallo,

ich muss jetzt hier mal was zu Fines Physiotherapeutin loslassen. Seit Fine dieses Jahr zur Kur war, haben wir ja auch die Physiotherapie gewechselt und haben damit einen echten Glückstreffer gelandet. Sie wurde mir von Sobernheim genannt. Ich hab mir das Schrothen die ersten paar Mal mit angesehen und die Physiotherapeuten ist von meiner Warte her gesehen Spitze, sie beherrscht ihr Handwerk. Fine ist leider nach einmal kuren noch nicht so weit, dass sie ständig alleine schrothen kann, so dass wir einmal in der Woche die 6 km fahren.

Gruß Letizia

Erklärung für "Nicht-Schrother"

Verfasst: Mo, 17.11.2003 - 13:28
von Toni
Hallo
Zur Information für alle "Nicht-Schrothianer"

Unsere Freiburger Kollegen von Skoliniti haben auf Ihrer Page eine gute kurze Zusammenfassung was Schroth ist.

http://skoliniti.de/html/physiotherapie.htm

Ich finde den Informationsgehalt dieser Page gut und zutreffend erklärt.
DANKE!
Nur die Kyphosen, bei denen Schroth auch hervorragend wirkt wurden wieder mal ganz vergessen. Macht nix.

Gruß Toni

Verfasst: Mo, 17.11.2003 - 23:01
von Jasmin
Hallo Toni,

danke für Deine Antwort. Ich mir jetzt mal die Adresse und die Tel.-Nr. herausgesucht. Eigentlich ist es ganz einfach den Telefonhörer abzunehmen und anzurufen und dennoch ist es irgendwie super schwer - kannst du das verstehen?
Aber ich befürchte, dass es vom nichts tun auch nciht besser wird, oder?

Hallo BZebra,

ich bin keine Therapeutin - aber ich hatte während meiner vielen Auenthalte in Markgrönningen bei verschiedenen Gymnastinnen Unterricht und die erzäöhlten immer, das das was ich machen wüde Schroth wäre und ich hatte immer das Gefühl, dass das nicht wirklich helfen kann. Auf einem Ball aufrecht im Korsett sitzen ist nunmal keine Gymnastik für mich. Ich denke, dass ich mich mal näher mit befassen werde - kannst du mir eine lektüre empfehlen?

Was die Reha bzw. Kur betrifft - was muß man denn zuzahlen als normal sterblicher gesetzlich versicherter?

Verfasst: Mo, 17.11.2003 - 23:16
von Sabi
Ab 1.1.2004 gilt folgendes: ... bei der stationären Vorsorge und Rehabilitation Zuzahlung von 10 EUR pro Tag, bei Anschlussheilbehandlungen begrenzt auf 28 Tage.

Das gilt für alle gesetzlich Krankenversicherten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.