Seite 1 von 1

Diskussions-Ordner zu "Ordner 1"

Verfasst: Do, 27.11.2008 - 09:42
von chaleo
Damit Ordner 1 ("Schroth, Korsett und OP: Erleben und Verstehen", viewtopic.php?t=12475 ) nicht zu sehr durch Diskussionen zerfledert werden muß,
lege ich hier mal einen Ordner an, in dem die Berichte aus Ordner 1 diskutiert werden können

Verfasst: Do, 27.11.2008 - 09:47
von chaleo
chilli-pepper hat geschrieben: Die Ärzte um uns haben nicht mehr Erfahrung wie zu meiner Zeit und es liegen 26 Jahre dazwischen! Durchaus eine Erkenntnis, die mich sehr wütend macht!

Leider passiert das heute noch ganz oft- die Frage ist nun- wie kann man das ändern?! :rolleyes:

LG chilli-pepper
Hallo chilli-pepper,

eine Möglichkeit das zu ändern wäre vielleicht wenn man die Ärzte, Korsettbauer und Therapeuten, die hier im Forum positiv beurteilt werden
bittet, ihre Erfahrungen und ihr Wissen aufzuschreiben und das Geschriebene dann den anderen Orthopäden zur Verfügung stellt.
(möglicherweise könnte es ja auch jemand anderes für sie aufschreiben)

Wenn es z.B. so ist, dass Doc Hoffmann und Herr Rhamouni mit ihrer Behandlung erfolgreich sind (und das wissen die beiden vermutlich selbst am besten), dann macht es wahrscheinlich keinen Sinn dass alle betroffenen Patienten nach Leonberg pilgern (das könnten die beiden vermutlich gar nicht bewältigen) sondern es wäre doch sicherlich besser wenn die beiden ihr Wissen an die anderen Orthopäden und Korsettbauer im Land weitergeben würden.

LG, chaleo

Verfasst: Do, 27.11.2008 - 11:14
von Klaus
chaleo hat geschrieben:Damit Ordner 1 ...nicht zu sehr durch Diskussionen zerfledert werden muß,
lege ich hier mal einen Ordner an, in dem die Berichte aus Ordner 1 diskutiert werden können
Ich glaube nicht, dass das besonders sinnvoll ist, denn jeder Bericht kann naturgemäß Diskussionen auslösen.
So muss man bei Zitaten immer hin und her blättern, um immer den gesamten Zusammenhang zu erkennen.
...ihre Erfahrungen und ihr Wissen aufzuschreiben und das Geschriebene dann den anderen Orthopäden zur Verfügung stellt.
(möglicherweise könnte es ja auch jemand anderes für sie aufschreiben)
Das kann mit Sicherheit nur ausserhalb der Arbeitszeit gemacht werden und bedeutet einen Idealismus, den man einfach nicht erwarten kann. Dr. Steffan z.Bsp. hat vor einiger Zeit durchaus spät abends oder am Wochenende am Computer gesessen, um hier mitzulesen und sich auch aktiv einzumischen.

Beim Skoliose Workshop haben chilli-pepper und ich schon öffentlich oder in Einzelgesprächen darauf hingewiesen, dass sich der Informationsfluss unbedingt ändern muss und das war an anwesende medizinische Fachkräfte gerichtet, die offensichtlich die Misere noch nicht richtig realisiert hatten. Kein Wunder, denn einige von denen waren offensichtlich mit gewisser Skepsis z.Bsp. gegenüber Schroth angereist.

Ich denke, wir Patienten können am besten die Multiplikator-Rolle übernehmen, indem wir zu allen möglichen Gelegenheiten unseren kompetenten Kommentar abgeben.

Und mit diesen Patienten meine ich ganz bewusst diejenigen, die ihren richtigen Behandlungsweg bereits gefunden haben!
Wer den noch nicht hat, hat nach meiner Meinung noch nicht die erforderliche Kompetenz für solche Aktivitäten.

In diesem Sinn kann ich Tialine im anderen Post auch verstehen, sie hätte niemals so einen Kommentar abgegeben, wenn z. Bsp. Toni diesen Thread eröffnet hätte.
Er ist in der Vergangenheit ohnehin auch den direkten Weg gegangen und hat nicht nur Leuten vor Ort geholfen, sondern auch in den verschiedensten Veranstaltungen Vorträge gehalten.

Chilli-pepper hat vor längerer Zeit auch damit angefangen in ihrer Region aktiv zu werden und das ist eine sehr aufwendige und mühsame Klein-Arbeit, die man nicht durch einfache Broschüren von Mediziner zu Mediziner ersetzen kann. Da sind sowieso Veränderungen in der Ausbildung fällig!
Hintergrund dieser Tätigkeit war auch eine vorangegangene heftige Diskussion darüber, warum hier immer wieder Dr. Hoffmann genannt wird.
Eine ständig wiederkehrende Diskussion mit der genauso ständig wiederholenden Behauptung, es gibt in den Regionen auch andere genauso kompetente Orthopäden.
Auf Nachfrage, welche denn, hat es nie so richtig befriedigende Antworten gegeben. Und auch in der extra eingerichteten Rubrik Gesucht/Gefunden hat sich die Lage nicht deutlich verbessert.

Also chaleo, es ist hier schon aktive Mithilfe nötig und ich finde es nach wie vor ungünstig, wenn Du hier einen neuen Thread nach dem anderen aufmachst, ohne Deine eigene Situation erst einmal ausreichend grundlegend abgeklärt zu haben.

Gruss
Klaus

Verfasst: Do, 27.11.2008 - 11:42
von Gummibärchen
Hallo Chaleo,
ganz so schlecht sieht es doch gar nicht aus. Oberarzt Dr. Geiger von der Uni-Klinik Frankfurt schreibt hier doch manchmal unter "f.geiger". :)
Grüße
Gummibärchen

Verfasst: Do, 27.11.2008 - 12:30
von Gast
dann macht es wahrscheinlich keinen Sinn dass alle betroffenen Patienten nach Leonberg pilgern (das könnten die beiden vermutlich gar nicht bewältigen) sondern es wäre doch sicherlich besser wenn die beiden ihr Wissen an die anderen Orthopäden und Korsettbauer im Land weitergeben würden.
Ich habe mir da auch schon Gedanken zu gemacht. Ich finde auch, wenn man den Weg zu Dr. Hoffmann geht, dann sollte man dennoch auch wieder zum "heimatnahen Orthopäden" gehen. Denn so kann er ja auch auf die Empfehlung eingehen und evtl lassen sich ja auch die Orthopäden auf die Behandlung ein und unterstützen diese.
Bevor ich zum ersten Mal bei Dr. Steffan war, bekam ich auch nur ganz normale KG. Nach dem Termin war ich wieder beim heimatnahen Orthopäden und er meinte, er dachte bislang, dass Schroth nur für Heranwachsende wäre. Von da an bekam ich aber Schroth verordnet. Ich hoffe mal, dass er das auch auf andere Patienten überträgt.
Eine ständig wiederkehrende Diskussion mit der genauso ständig wiederholenden Behauptung, es gibt in den Regionen auch andere genauso kompetente Orthopäden.
Auf Nachfrage, welche denn, hat es nie so richtig befriedigende Antworten gegeben.
Auch dazu habe ich mir Gedanken gemacht und finde, dass wir da vielleicht mal aktiv werden sollten. Ich weiß jetzt nicht ob mein Vorschlag überhaupt umsetzbar ist aber ich schreibe es trotzdem mal.
Könnten wir nicht mal ne art Fragebogen für Orthopäden entwickeln, indem man z.B. fragt, ob Ganzwirbelsäulenaufnahmen möglich sind, mit welchem Korsettbauer zusammengearbeitet wird und wie die Korrekturen aussehen, ob evtl. die Erwachsenen-Korsettversorgung unterstützt werden würde (nachdem in kurzen Sätzen erklärt wird, dass es da schon Erfahrungen dazu gibt und in welchen Bereichen es zum Einsatz kommt) etc. Sehr viele Ärzte sind ja in so Ärzteführern im Internet verzeichnet (zudem auch Klinikführer) und sehr viele haben ja auch ne Homepage mit einer E-mail-Adresse, so dass man diesen Fragebogen dann mal verschicken könnte (gilt doch nicht als Spam oder?) Ich weiß, dass das im Bereich Qualitätsmanagement auch oft so gehandhabt wird.
Vielleicht gibt es ja doch noch das ein oder andere erfolgreiche Team hier in Deutschland, von dem wir bislang noch nichts wissen.

Ich weiß, dass es sehr viel Arbeit wäre, weil die Fragebögen auch ausgewertet werden müssten, aber ich befürchte mal, dass Dr. Hoffmann und Rahmouni auch nicht unsterblich sind ;D
Ich denke auch, dass man nur etwas an der jetzigen Situation ändern kann, indem man selbst aktiv wird. Das wird als Einzelperson aber nicht großräumig funktionieren.

So, passt jetzt zwar nicht so ganz in diesen "Ordner", aber wollt ich schon die ganze Zeit mal so anfragen.

LG
Minimine

Verfasst: Do, 27.11.2008 - 12:54
von Klaus
minimine hat geschrieben:Ich finde auch, wenn man den Weg zu Dr. Hoffmann geht, dann sollte man dennoch auch wieder zum "heimatnahen Orthopäden" gehen. Denn so kann er ja auch auf die Empfehlung eingehen und evtl lassen sich ja auch die Orthopäden auf die Behandlung ein und unterstützen diese.
minimine, das sollte sowieso der normale Weg sein!

Es geht hier ja um den ersten grundlegenden Schritt, eine kompetente Diagnose mit entsprechenden Behandlungsvorschlag.
Das steht dann in dem Bericht, mit dem man dann den örtlichen Orthopäden überzeugen muss.
Da ist dann evtl. noch über einen Schroth Therapeuten der richtige Orthopäde auszusuchen, der wenigstens von Schroth gehört hat.
Wenn die entsprechenden Erfolge dem Orthopäden dann bekannt werden, ist er hoffentlich der Multiplikator, wenn es nicht schon der Schroth Therapeut ist.

Gelingt das nicht, kann man wenigstens über normale KG an Schroth kommen und über den Spezialisten an die REHA.
Und da ist möglicherweise auch bei den ambulanten Schroth Therapeuten einiges zu klären, nämlich die Notwendigkeit einer stationären REHA, auch wenn die das nicht gern hören, so wie ich das erlebt habe.

Gruss
Klaus

Verfasst: Do, 27.11.2008 - 12:58
von chaleo
Klaus hat geschrieben: Das kann mit Sicherheit nur ausserhalb der Arbeitszeit gemacht werden und bedeutet einen Idealismus, den man einfach nicht erwarten kann. Dr. Steffan z.Bsp. hat vor einiger Zeit durchaus spät abends oder am Wochenende am Computer gesessen, um hier mitzulesen und sich auch aktiv einzumischen.
Ich würde von niemandem erwarten dass er sowas aus Idealismus macht, im Gegenteil wäre ich dafür dass Leute die eine gute Therapiemethode weiterverbreiten dafür sehr gut bezahlt werden.
Man muß sich nur mal überlegen wie sich die ganzen Reiskosten summieren, wenn da viele Leute aus ganz Deuschland nach Leonberg reisen müsse.
Vielmehr aber denke ich könnten die Krankenkassen an Folgekosten sparen, wenn eine Skoliose rechtszeitig richtig behandelt wird,
da müsste ein gutes medizinisches Fachbuch zu diesem Thema den Krankenkassen eigentlich sehr viel Wert sein...

Das sind natürlich alles erst mal Gedanken von denen ich nicht weiss wie realistisch sie sind,
aber vielleicht kann mich ja auch der ein oder andere aufklären warum es in dem Skoliose-Bereich so chaotisch, unübersichtlich und unorganisiert zuzugehen scheint.

Was ich immer nicht verstehe, gibt es denn keine Patientenvertretung (Krankenkassen) die versuchen die Kassenbeiträge effektiver einzusetzen?
So jemand müsste doch da mal was unternehmen (z.B. die Vorschläge von Minimine umsetzen ...)