Meine Skoliose und wie ich sie therapiere

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chaleo
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Meine Skoliose und wie ich sie therapiere

Beitrag von chaleo »

Hallo zusammen,
ich bin 38 Jahre alt und beschäftige mich seit etwa 5 Jahren recht intensiv mit meiner Skoliosehaltung.
Mit etwa 15 würde bei mir mal zufällig nach einem Sportunfall auf einem Röntgenbild ein Skoliose festgestellt, der Sportarzt meinte aber damals nur "es könnte sein dass Sie da später mal Probleme bekommen". Ich habe also damals diesbezüglich nichts weiter unternommen.

Meine Skoliose ist nicht sonderlich stark ausgeprägt und findet vermutlich daher bei manchen Ärzten nach meiner Auffassung nicht die angemessene Beachtung. Viele Begleiterscheinungen werden nicht mit der Skoliose in Zusammenhang gebracht und von der Medizin oft unter dem Begriff "somatoforme Störung" eingeordnet.

Nichts desto trotz habe ich im Laufe der Zeit für mich bemerkt, dass auch meine "relativ harmlose" Skoliose mein Leben ziemlich stark einschränkt und doch sehr negativ beeinflusst bzw. eingeschränkt und beeinflusst hat. So richtig merke ich das allerdings erst seit sich meine Skoliose dank meiner Selbsttherapie deutlich verbessert.
Natürlich war ich auch in unserem Gesundheitswesen (was für mich leider teils eher ein Unwesen darstellt) nach Therapien auf der Suche, ich hatte dort aber nichts Geeignetes gefunden.

Im Laufe meiner Selbsttherapie habe ich festgestellt, dass sich bei mir irgendwann mal (ich vermute im Mutterleib oder bei der Geburt) im Oberschenkel/Beckenbereich was verdreht haben muss. Die genaue Art der Verdrehung ist für mich sehr schwer zu beschreiben aber es kommt mir so vor, wie wenn meine beiden Beckengelenke sich beim Gehen gegenläufig bewegen. Damit einhergeht dann eine Verdrehverkippung des Beckens und u.a. eben auch eine Skoliose der Wirbelsäule.

Wie gesagt ist mir das bisher zu kompliziert die genaue Fehlfunktion meines Bewegungsapparates zu analysieren, schön wäre es, wenn es eine 3-D-Simulation des menschlichen Bewegungsapparates gäbe, dann ließen sich vermutlich die genauen Zusammenhänge gut analysieren. Im Endeffekt kommt es mir aber so vor wie wenn sich an einer Stelle des Systems etwas deutlich verdreht hat und die ganze andere Fehlhaltung/Fehlbewegung eine Anpassung an diese eine hartnäckige Verdrehung ist.

Der Sache theoretisch genau auf den Grund zu gehen ist mir ehrlich gesagt zu kompliziert und daher zu anstrengend viel wichtiger ist aber für mich dass ich merke wie ich dabei bin meine Fehlhaltung praktisch aufzulösen.
Das mache ich rein nach Gefühl mithilfe einer elastischen Streckmaschine die ich mir gebaut habe und durch verdrehtes Gehen auf dem Laufband bzw. ohne Laufband. Das "verdrehte" Gehen mache ich eben so dass ich versuche der Verdrehung in meinen Beinen bzw. in meinen Hüften entgegenzuwirken.
Überzeugend wird für mich das Ganze, wenn ich dann plötzlich wahrnehme, wie sich bei mir im Nacken-/Schulterbereich neue Beweglichkeiten auftun / Verspannungen lösen bzw. ich morgens nach dem Aufstehen plötzlich wie auf Eiern laufe und wahrnehme wie sich mein Körper plötzlich ganz leicht und labil bewegt sodass ich fast Schwierigkeiten habe aufrecht zu stehen (das war heut morgen aber nur relativ kurz, der Körper stabilisiert sich dann schon von alleine wieder). Dabei ist mir eben nur bewusst geworden wie "verspannt" ("Körperspannung") der Körper im Normalzustand ist (leider ist die "Normalspannung" vermutlich bei einer Skoliosehaltung deutlich höher als bei einer skoliosefreien Körperhaltung.

So nun habe ich erst mal keine Lust mehr hier weiterzuschreiben.
Erwähnen möchte ich aber noch dass es sich bei meiner Schilderung um
meine ehrliche momentane persönliche Wahrnehmung handelt und dass ich meine Formulierung nicht als sonderlich exakt und gelungen empfinde ich aber hoffe dass der ein oder andere ungefähr versteht was ich meine.
Außerdem kann ich natürlich nicht wirklich was über andere Skoliosen sagen, ich für mich bin aber momentan von meinem "Weg" überzeugt und vermute dass andere Skoliosefälle von der Ursache her ähnlich gelagert sind.

Liebe Grüße
chaleo
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Ergänzung

Beitrag von chaleo »

Ergänzend zu meinen obigen "Ausführungen" sehe ich für mich noch folgende alternative theoretische Ursache für meine Skoliose.
Da ich eben bei mir wahrnehme das sich meine beiden Beine sehr unsymmetrisch Bewegen (gleichzeitig sowieso aber ich meine in der sich einander enstsrprechenden Bewegungsphase) könnt ich mir auch vorstellen, dass ich "falsch" Gehen gelernt habe sodass im linken und rechten Bein deutlich unterschiedliche Bewegungsabläufe stattfinden. Möglicherweise wurde das begünstigt durch meine schwach ausgeprägten Hüftpfannen (Hüftdysplasie). Das meinte ich oben auch mit der gegenläufigen Bewegung der beider Hüftgelenkssysteme.
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