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Fragen zum Reha-Entlassungsbericht
Verfasst: Sa, 04.10.2008 - 20:04
von minimine
Hi ihr,
im Zusammenhang mit meinem neuen Reha-Antrag hab ich auch eine Kopie vom alten Entlassungsbericht in die Hände bekommen und hätte da jetzt ein paar Fragen.
Also ich hab ja ne Skoliose und eigentlich ne Neigung zum Flachrücken. Jetzt steht im Bericht aber von der 3D-Vermessung ein Kyphosewinkel von 56,6° und Lordosewinkel von 38,6°. Weiter vorne steht was von Thorakalkyphose betont, Lumballordose regelrecht.
Das verwirrt mich jetzt etwas, denn ich sollte bei den Übungen immer auf den Flachrücken aufpassen.
Kann es irgendwie sein, dass diese 3D-Vermessung den Rippenbuckel als Kyphose erkannt hat?
Auch Dr. Hoffmann hat mein mitgebrachtes Rö-Bild von der Seite nur angesehen, aber gemeint, da wäre alles in Ordnung.
Und was bedeutet eigentlich Schober (10-15 cm) und was Ott (30-35 cm)? Ich hab hier davon schon öfter gelesen, aber ich find nirgends ne Erklärung dafür.
LG
Minimine
Verfasst: Sa, 04.10.2008 - 22:59
von Agrimon
Hallo minimine,
ich habe auch eine Kyphoskoliose und bei meiner 3D Vermessung wurde auch ein Kyphosewinkel von 54° gemessen. Jeder Mensch hat eine Kyphose und eine Lordose und die Wirbelsäule sieht von der Seite immer aus wie ein S. Egal ob der jenige eine Skoliose hat, oder nicht. Nur wenn die Wirbelsäule über einen bestimmten Wert hinaus geht, dann spricht man von eine Hyperkyphose. Das Wort "Hyper" bedeutet zuviel. Das Wort "regelrecht" bedeutet: noch innerhalb der Norm.
Die Kyphose und die Lordose sind die natürlichen Schwingungen der Wirbelsäule.
Hast du schon mal bei Wikipedia nachgesehen? Dort steht auch einiges über Skoliose. Gib bei Google einfach Kyphose ein und du wirst interessante Themen dazu finden. Ich denke, dass über Schober und Ott dort auch was steht. Das ist zuviel, um hier alles aufgelistet zu werden, aber ich denke, du wirst schon das finden, was du suchst.
Gruß Agrimon
Verfasst: So, 05.10.2008 - 10:43
von Klaus
agrimon hat geschrieben:ich habe auch eine Kyphoskoliose und bei meiner 3D Vermessung wurde auch ein Kyphosewinkel von 54° gemessen.
Minimine hat aber keine Skoliose mit Hyperkyphose, sondern offenbar eine "reine" Skoliose mit Flachrücken.
Nur wenn die Wirbelsäule über einen bestimmten Wert hinaus geht, dann spricht man von eine Hyperkyphose
Genau das passiert ja bei minimine, allerdings nur bei der 3D Aufnahmen.
Hallo minimine,
Deine tatsächliche Situation sollte im
Röntgenbild aber eindeutig zu erkennen sein.
Die 3D Aufnahme ist eine optische Aufnahme und stellt nicht den tatsächlichen Zustand der Wirbelkörper dar.
Möglicherweise wird hier optisch eine Hyperkyphose vorgetäuscht.
Ich habe das z.Bsp. bei @chilli-pepper gesehen und ihr gesagt, dass sie vom optischen Eindruck her doch eine Hyperkyphose haben müsste, was aber nicht stimmt!
Der Bericht muss also deutlich unterscheiden zwischen diesen verschiedenen Darstellungsverfahren und dann den tatsächlichen Zustand beschreiben.
Die
Beweglichkeit der Wirbelsäule wird nach
Schober/Ott gemessen.
Unter Basiswissen habe ich das zu meinem Erstaunen nicht gefunden, aber mit Suchfunktion oder Googel sollte das kein Problem sein.
Gruss
Klaus
Verfasst: So, 05.10.2008 - 13:34
von minimine
Ich danke euch schon mal für eure Antworten.
Also in Bad Salzungen hat niemand was von einer Kyphose erwähnt. Im Gegenteil, ich hatte auch die Übung gegen Flachrücken auf dem Pezziball.
Zwischen den Schulterblättern bin ich optisch gesehen flach.
Als ich Anfang des Jahres das erste Mal bei Dr. Hoffmann war und er sich meine alten Aufnahmen aus 2006 anschaute, meinte er zum seitlichen Bild, das wir das nicht mehr überprüfen müssten, da ist alles in Ordnung. Vermessen wurde das Bild noch nie. Die folgenden Röntgenbilder wurden nur frontal gemacht.
Also könnte es tatsächlich so sein, dass dieses 3D-Aufnahmegerät den Rippenbuckel als Kyphose erfasst hat?
Nur warum steht weiter vorne im Bericht, unter orthopädischer Befund: Thorakalkyphose betont???
LG
Minimine
Verfasst: So, 05.10.2008 - 13:45
von Agrimon
Hallo minimine,
bei mir hat es die Ärztin kurz bei der Zwischenuntersuchung erwähnt, aber ich habe auch keine anderen Übungen gemacht, als nur für die Skoliose. Am besten du fragst Dr. Hoffmann mal was das zu bedeuten hat. Er müsste es eigentlich auch wissen. Bei mir muss ich auch nochmal nachfragen, was eigentlich Sache ist.
Gruß Agrimon
Verfasst: So, 05.10.2008 - 20:01
von Klaus
minimine hat geschrieben:Also könnte es tatsächlich so sein, dass dieses 3D-Aufnahmegerät den Rippenbuckel als Kyphose erfasst hat?
Das vermute ich.
Nur warum steht weiter vorne im Bericht, unter orthopädischer Befund: Thorakalkyphose betont???
Das sollte nicht sein, ich würde das reklamieren!
Mir ist so etwas ähnliches passiert, als nämlich Dr. Steffan im Gegensatz zum Stationsarzt gemeint hat, dass meine tiefe Hyperkyphose offenbar nicht durch einen Scheuermann ausgelöst wurde. Das sollte im Bericht korrigiert werden, wurde es aber nicht.
Auswirkungen hat das bei mir aber in keiner Weise, bei Dir aber schon gewaltig!
Dr. Hoffmann kann Dir nur konkret seine Diagnose mitteilen, hat er das nicht gemacht?
Ansonsten ist es die Pflicht der Klinik, eine eindeutig richtige Diagnose in den Bericht zu schreiben. Ob nun Flachrücken oder Rundrücken (bezogen auf die BWS) ist ja nun ein himmelweiter Unterschied und darf bei einer Schroth Klinik nicht verwechselt werden.
Ich würde Dr. Steffan kontaktieren, um die Irritationen zu klären.
Gruss
Klaus
Verfasst: So, 05.10.2008 - 20:35
von benipat
Ich wollte noch nachtragen, wie die werte zwischen Röntgen und 3D-Messung schwanken. Ich bin ja relativ frisch im Frühjahr bei Dr. Hoffmann geröntgt und vermessen worden. Dort hatte ich einen Kyphosewinkel von 63 °, in der Reha jetzt im Sommer kam bei der 3 D vermessung ein Winkel von 57,7 ° raus, der sich in den 4 Wochen auf 52,4 ° verbessert hätte ( allerdings hat sich der Lordosewinkel um 2 ° verschlechtert - erklären konnte mir das Niemand ).
Das Einzige, was mich etwas verwirrt hat ist die Aussage über die Grenzwerte, ab wann man von einer Kyphose bzw. Hyperkyphose spricht. Dr. Hoffmann hat zu mir gemeint, in meinem Alter müsste der Winkel etwa 35 ° betragen, danach spräche man von einer Kyphose. In Salzungen hieß es, ab 50 ° und da sei ich ja nur knapp drüber....
Vom Prinzip her ist mir das ja egal, wie hoch der Winkel in meinem Fall ist - weh tut es in jedem Fall, aber welcher Wert ist denn nun der Grenzwert ?
Grüßle
benipat
Verfasst: So, 05.10.2008 - 20:38
von minimine
Also unter den Diagnosen auf der ersten Seite des Entlassungsberichtes steht nichts von Kyphose, nur weiter hinten.
Auswirkungen hat das bei mir aber in keiner Weise, bei Dir aber schon gewaltig!
Welche Auswirkungen kann das denn haben?
Offensichtlich gibt es wohl häufiger Irritationen zwischen Chef- und Stationsarzt. Da gab es bei mir auch noch eine Sache, die ich schon vor Ort klären musste. Und diese hätte bedeutende Auswirkungen gehabt.
Fing der Name deines Stationsarztes zufällig mit M... an?
Dr. Hoffmann kann Dir nur konkret seine Diagnose mitteilen, hat er das nicht gemacht?
Natürlich hat er das gemacht, eben nur Skoliose (allerdings wohl keine idiopathische). Mich hat nur verwirrt, dass noch nie jemand was von Kyphose gesagt hat und plötzlich lese ich das da im Bericht.
Ich weiß nicht, ob da eine Reklamation überhaupt Sinn macht, die Reha liegt ja nun schon über 1,5 Jahre zurück. Und für den neuen Reha-Antrag musste ich ja auch diesen Bericht mit abgeben. Also wäre es wohl so oder so zu spät.
Nochmal zu Schober und Ott-Zeichen. Die können auch irgendwie nicht stimmen, denn bei Wikipedia hab ich Normalwerte des Ott-Zeichens von 3-4 cm gefunden, bei mir stehen da 30-35 cm!!!
Trotzdem ein dickes Dankeschön!
LG
Minimine
Verfasst: So, 05.10.2008 - 21:01
von Klaus
benipat hat geschrieben:Dr. Hoffmann hat zu mir gemeint, in meinem Alter müsste der Winkel etwa 35 ° betragen, danach spräche man von einer Kyphose. In Salzungen hieß es, ab 50 ° und da sei ich ja nur knapp drüber....
50 Grad sind auf keinen Fall normal, man kann bestenfalls damit normal leben, insbesondere wenn man Schroth macht.
minimine hat geschrieben:Welche Auswirkungen kann das denn haben?
Na hauptsächlich bezüglich der Übungen und der Alltagsbewegungen.
Ich würde es auch als unangenehm finden, wenn ich in bestimmten Situationen eine falsche Diagnose ständig korrigieren müsste. Das glaubt wohlmöglich keiner.
Fing der Name deines Stationsarztes zufällig mit M... an?
Mit Mi..., ein sehr netter Stationsarzt, den man für einige Angelegenheiten gut gebrauchen kann, nur leider nicht bei der richtigen Diagnose.

Dafür gibt es den Chefarzt.
Ich weiß nicht, ob da eine Reklamation überhaupt Sinn macht, die Reha liegt ja nun schon über 1,5 Jahre zurück
Hauptsache ist, Du kennst Deine Situation und weißt, welche Übungen Du machen musst.
Gruss
Klaus
Verfasst: So, 05.10.2008 - 21:10
von benipat
Klaus hat geschrieben:
Fing der Name deines Stationsarztes zufällig mit M... an?
Mit Mi..., ein sehr netter Stationsarzt, den man für einige Angelegenheiten gut gebrauchen kann, nur leider nicht bei der richtigen Diagnose.

Dafür gibt es den Chefarzt.
Gruss
Klaus
Die Erfahrung haben in meinem Kurgang auch Einige machen müssen, aber der Chefarzt war erst im Urlaub und dann noch mal im Urlaub - aber Dr. Mi war dann auch irgendwann im Urlaub...
Das war so ein bisschen das Problem jetzt im Sommer. Manch Einer hatte in den 3 - 4 Wochen ebenso viele behandelnde Ärzte und Jeder erzählt was Anderes, denn Zeit zum Bericht lesen hat ja Niemand....
Grüßle
benipat
Verfasst: So, 05.10.2008 - 21:29
von Klaus
Ja man müsste sich eigentlich vor einer REHA erkundigen, wie die Urlaubszeiten des Chefarztes sind.
Gruss
Klaus
Verfasst: So, 05.10.2008 - 21:32
von minimine
Mit Mi..., ein sehr netter Stationsarzt, den man für einige Angelegenheiten gut gebrauchen kann, nur leider nicht bei der richtigen Diagnose. Dafür gibt es den Chefarzt.
Oh ja, ich glaube wir hatten den gleichen Stationsarzt. Bei mir war Dr. M... der einzige Arzt (von vielen), der überhaupt gegen Korsett war. Leider schrieb er das auch in den vorläufigen Entlassungsbericht. Gott sei dank hatte ich aber am Tag der Entlassung noch einen Termin bei Dr. Steffan, so dass das im richtigen Bericht noch korrigiert werden konnte.
Ich würde es auch als unangenehm finden, wenn ich in bestimmten Situationen eine falsche Diagnose ständig korrigieren müsste. Das glaubt wohlmöglich keiner
.
Naja, es hat ja noch niemand überhaupt das Wort Kyphose in den Mund genommen, also müsste ich da wohl auch nichts korrigieren.
Hauptsache ist, Du kennst Deine Situation und weißt, welche Übungen Du machen musst
Ich werde die Übungen einfach so wie bisher weitermachen. Hab im Moment auch keine ambulante Physiotherapie, so dass ich da nachfragen könnte.
LG
Minimine
Verfasst: So, 05.10.2008 - 21:38
von benipat
Klaus hat geschrieben:Ja man müsste sich eigentlich vor einer REHA erkundigen, wie die Urlaubszeiten des Chefarztes sind.
Gruss
Klaus
Ich durfte ihn ja kurz kennen lernen *schwärm*, danach war er gleich wieder weg und es ging das Gerücht um, dass er zur Bärenjagd nach Kanada sei
