Total ratlos - Diagnose bei 4-jähriger Tochter
Verfasst: Di, 01.07.2008 - 11:05
Möchte hier das Problem schildern, das meine 4-jährige Tochter betrifft. Wird ein etwas langer Vortrag, da ich alles von Anfang an in diesen Bericht reinbringen will, in der Hoffnung, jemand von den gut Informierten hier im Forum kann mir hier helfen, denn wir als Eltern sind im Moment total ratlos.
Angefangen hat alles, als meine Tochter ein paar Wochen alt war und wir bemerkten, dass sie ihren Kopf nur sehr einseitig, und zwar auf die rechte Seite drehte, was sich im Laufe der folgenden Zeit auf ihre Kopfform auswirkte und eine Gesichtsasymmetrie erkennen ließ. Auch der Gebrauch eines Seitenlagerungskissens, das uns der Kinderarzt empfahl, brachte keine Hilfe, da sich das Kind gegen diese Lage wehrte. Trotz allem war die Meinung des Kinderarztes, dass sich dieses Problem verwachse im Laufe der Zeit. Damit gaben wir uns als Eltern nicht zufrieden und bekamen letztendlich eine Überweisung in eine orthopädische Sprechstunde in einer Klinik (ca. 2 Stunden Fahrtweg) von hier. Dort wurde im Alter von 10 Monaten das Kiss-Syndrom diagnostiziert, ein Verdacht auf Luxationshüfte bestand anfangs auch, wurde aber durch ein sofort gemachtes Röntgenbild wieder ausgeschlossen, allerdings bekamen wir die Diagnose, dass das Becken verwrungen ist. Verschrieben wurde manuelle Therapie und alle halbe Jahre wurden wir zur Kontrolle gebeten, auch um die Wirbelsäule zu beobachten (so der Kommentar der Ärztin). Während dieser Kontrolluntersuchungen war die behandelnde Ärztin sehr zufrieden mit dem Anschlagen der manuellen Therapie und den jeweiligen Entwicklungsständen. Soweit, so gut. Bei den letzten beiden Untersuchungen jedoch sprach die Ärztin davon, die Hüfte abermals zu röntgen. Auf unsere Frage hin, was sie denn denke, das sie finden würde und welche Konsequenz dies hätte, meinte sie, dann müsste operiert werden. Wir erwiderten als Eltern darauf, dass eine Luxationshüfte doch ausgeschlossen wurde und wollten wissen, warum sie plötzlich diese Richtung einschlagen wollte. Darauf bekamen wir keine Antwort, nur den Kommentar zu hören, na ja, wir können auch röntgen, wenn das Kind 4 oder 5 Jahre ist, falls sie das als Eltern jetzt nicht wollen. Dann erkundigte sie sich, ob wir auch weiterhin zur manuellen Therapie mit unserer Tochter gehen wollten, worauf wir antworteten, dass die Physiotherapeutin, die die ganze Zeit diese Therapie bei meiner Tochter durchführte, gemeint hatte, dass man zum derzeitigen Zeitpunkt mit der manuellen Therapie erstmal an einem Punkt angelangt wäre, wo es keine weitere Verbesserung bringen könne. Diese Widergabe der Aussage unsererseits ließ die Ärztin aus der Haut fahren und sagen, dass diese Therapeutin ehe von nichts eine Ahnung hat und wir als Eltern im Endeffekt doch wieder zu ihr gekrochen kämen, wenn unsere Tochter die Hüfte gebrochen hätte. Wir waren so perplex über diese Antwort, dass wir darauf nichts erwidern konnten, uns aber einig waren, uns dort nicht wieder blicken zu lassen. Zum einen deshalb, weil wir als Eltern so behandelt werden, zum anderen, weil es die Ärztin nicht für nötig hielt, uns genau darüber aufzuklären, was sie bei der Hüfte vermutet und warum sie unbedingt noch mal röntgen will. In unserer Ratlosigkeit wandten wir uns wieder an den Kinderarzt, der uns zu einem hier ansässigen Orthopäden überwies. Dort erlebten wir heute eine noch größere Enttäuschung. Auf die Schilderung unserer gesamten Situation hin erwiderte der Orthopäde, dass diese Klinik, in der wir damals waren, nicht bereit ist, irgendwelche Unterlagen rüberzureichen, was eine Behandlung natürlich erschwert, er schaute sich die Füße an und meinte, diese sind noch nicht behandlungsbedürftig, zum Rücken sagte er, der wäre schief. Aber er könne nicht entscheiden, was denn nun behandelt werden solle, die Hüfte oder die Wirbelsäule und entließ uns mit dem Kommentar, vielleicht hat ja ihr Kinderarzt mehr Infos drüber und übergab mir ein Schreiben an ihn, das wie folgt lautet:
Befund:
Etwas asymmetrische Genua valga, moderate muskulär kompensierte Knickfüße, geringe Beinverkürzung links, deutliche Skoliose
Therapie:
Näheres wäre anhand der Befunde zu sagen, denkbar wäre eine Fehlbildungsskoliose mit gänzlich anderer Prognose als eine idiopathische Skoliose, WV ggfs. Angeboten
Das war´s. Muss nun dazu sagen, dass ich als Mutter selbst eine starke Skoliose habe, die nicht behandelt wurde, ein Orthopäde meinte damals zu mir, dass es für ein Korsett zu spät wäre und man nix mehr machen könne…Da ich als Mutter selbst betroffen bin, möchte ich für meine Tochter eine bessere Behandlung erreichen, als ich sie damals erfahren habe. Wer kann mir hier aus dem Forum eventuell mitteilen, was es mit dem Verdacht betreffs der Hüfte bzw. des Beckens auf sich hat, den die Ärztin nicht ansprechen wollte? Bin dankbar für jeden Rat.
Gruß Ute
Angefangen hat alles, als meine Tochter ein paar Wochen alt war und wir bemerkten, dass sie ihren Kopf nur sehr einseitig, und zwar auf die rechte Seite drehte, was sich im Laufe der folgenden Zeit auf ihre Kopfform auswirkte und eine Gesichtsasymmetrie erkennen ließ. Auch der Gebrauch eines Seitenlagerungskissens, das uns der Kinderarzt empfahl, brachte keine Hilfe, da sich das Kind gegen diese Lage wehrte. Trotz allem war die Meinung des Kinderarztes, dass sich dieses Problem verwachse im Laufe der Zeit. Damit gaben wir uns als Eltern nicht zufrieden und bekamen letztendlich eine Überweisung in eine orthopädische Sprechstunde in einer Klinik (ca. 2 Stunden Fahrtweg) von hier. Dort wurde im Alter von 10 Monaten das Kiss-Syndrom diagnostiziert, ein Verdacht auf Luxationshüfte bestand anfangs auch, wurde aber durch ein sofort gemachtes Röntgenbild wieder ausgeschlossen, allerdings bekamen wir die Diagnose, dass das Becken verwrungen ist. Verschrieben wurde manuelle Therapie und alle halbe Jahre wurden wir zur Kontrolle gebeten, auch um die Wirbelsäule zu beobachten (so der Kommentar der Ärztin). Während dieser Kontrolluntersuchungen war die behandelnde Ärztin sehr zufrieden mit dem Anschlagen der manuellen Therapie und den jeweiligen Entwicklungsständen. Soweit, so gut. Bei den letzten beiden Untersuchungen jedoch sprach die Ärztin davon, die Hüfte abermals zu röntgen. Auf unsere Frage hin, was sie denn denke, das sie finden würde und welche Konsequenz dies hätte, meinte sie, dann müsste operiert werden. Wir erwiderten als Eltern darauf, dass eine Luxationshüfte doch ausgeschlossen wurde und wollten wissen, warum sie plötzlich diese Richtung einschlagen wollte. Darauf bekamen wir keine Antwort, nur den Kommentar zu hören, na ja, wir können auch röntgen, wenn das Kind 4 oder 5 Jahre ist, falls sie das als Eltern jetzt nicht wollen. Dann erkundigte sie sich, ob wir auch weiterhin zur manuellen Therapie mit unserer Tochter gehen wollten, worauf wir antworteten, dass die Physiotherapeutin, die die ganze Zeit diese Therapie bei meiner Tochter durchführte, gemeint hatte, dass man zum derzeitigen Zeitpunkt mit der manuellen Therapie erstmal an einem Punkt angelangt wäre, wo es keine weitere Verbesserung bringen könne. Diese Widergabe der Aussage unsererseits ließ die Ärztin aus der Haut fahren und sagen, dass diese Therapeutin ehe von nichts eine Ahnung hat und wir als Eltern im Endeffekt doch wieder zu ihr gekrochen kämen, wenn unsere Tochter die Hüfte gebrochen hätte. Wir waren so perplex über diese Antwort, dass wir darauf nichts erwidern konnten, uns aber einig waren, uns dort nicht wieder blicken zu lassen. Zum einen deshalb, weil wir als Eltern so behandelt werden, zum anderen, weil es die Ärztin nicht für nötig hielt, uns genau darüber aufzuklären, was sie bei der Hüfte vermutet und warum sie unbedingt noch mal röntgen will. In unserer Ratlosigkeit wandten wir uns wieder an den Kinderarzt, der uns zu einem hier ansässigen Orthopäden überwies. Dort erlebten wir heute eine noch größere Enttäuschung. Auf die Schilderung unserer gesamten Situation hin erwiderte der Orthopäde, dass diese Klinik, in der wir damals waren, nicht bereit ist, irgendwelche Unterlagen rüberzureichen, was eine Behandlung natürlich erschwert, er schaute sich die Füße an und meinte, diese sind noch nicht behandlungsbedürftig, zum Rücken sagte er, der wäre schief. Aber er könne nicht entscheiden, was denn nun behandelt werden solle, die Hüfte oder die Wirbelsäule und entließ uns mit dem Kommentar, vielleicht hat ja ihr Kinderarzt mehr Infos drüber und übergab mir ein Schreiben an ihn, das wie folgt lautet:
Befund:
Etwas asymmetrische Genua valga, moderate muskulär kompensierte Knickfüße, geringe Beinverkürzung links, deutliche Skoliose
Therapie:
Näheres wäre anhand der Befunde zu sagen, denkbar wäre eine Fehlbildungsskoliose mit gänzlich anderer Prognose als eine idiopathische Skoliose, WV ggfs. Angeboten
Das war´s. Muss nun dazu sagen, dass ich als Mutter selbst eine starke Skoliose habe, die nicht behandelt wurde, ein Orthopäde meinte damals zu mir, dass es für ein Korsett zu spät wäre und man nix mehr machen könne…Da ich als Mutter selbst betroffen bin, möchte ich für meine Tochter eine bessere Behandlung erreichen, als ich sie damals erfahren habe. Wer kann mir hier aus dem Forum eventuell mitteilen, was es mit dem Verdacht betreffs der Hüfte bzw. des Beckens auf sich hat, den die Ärztin nicht ansprechen wollte? Bin dankbar für jeden Rat.
Gruß Ute