Angst vor Ouerschnittlähmung nach OP

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chrissi313
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Angst vor Ouerschnittlähmung nach OP

Beitrag von chrissi313 »

Hallo...

Also, ich war seit langen wieder zur Untersuchung. Das erste mal in der WWK.
Habe das immer wieder weg geschoben. Kennt Ihr bestimmt auch... Für mich ist das schlimmste, wenn das Röntgenbild ausgemessen wird. Der Anblick ist für mich immer absolut schockierend...

Naja...

Das böse Erwachen - letzte Woche...

BWS 125° LWS 140°

Die haben mir dringend zur OP geraten und ich werde es jetzt in Angriff nehmen.

Ich war von 1983 bis ca. 1994 in der Uniklinik Münster in Behandlung. Und die haben mir damals gesagt, das die Gefahr einer Querschnittlähmung bei 50% liegt. Das hat mich natürlich immer Angst gemacht...
Sonst hätte ich mich bestimmt schon eher operieren lassen.

Also, ich setze mich da jetzt schon einige Zeit mit auseinander. Habe mir heute nen Termin beim Internisten geholt, um meine Herz und die Lungenfunktion untersuchen zu lassen.

Würde mich auf eine Reaktion sehr freuen...

Lieben Gruss
polomutti
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Re: Angst vor Ouerschnittlähmung nach OP

Beitrag von polomutti »

chrissi313 hat geschrieben:Hallo...

Also, ich war seit langen wieder zur Untersuchung. Das erste mal in der WWK.
Habe das immer wieder weg geschoben. Kennt Ihr bestimmt auch... Für mich ist das schlimmste, wenn das Röntgenbild ausgemessen wird. Der Anblick ist für mich immer absolut schockierend...

Naja...

Das böse Erwachen - letzte Woche...

BWS 125° LWS 140°

Die haben mir dringend zur OP geraten und ich werde es jetzt in Angriff nehmen.

Ich war von 1983 bis ca. 1994 in der Uniklinik Münster in Behandlung. Und die haben mir damals gesagt, das die Gefahr einer Querschnittlähmung bei 50% liegt. Das hat mich natürlich immer Angst gemacht...
Sonst hätte ich mich bestimmt schon eher operieren lassen.

Also, ich setze mich da jetzt schon einige Zeit mit auseinander. Habe mir heute nen Termin beim Internisten geholt, um meine Herz und die Lungenfunktion untersuchen zu lassen.

Würde mich auf eine Reaktion sehr freuen...

Lieben Gruss
Hallo. Ich habe meine Op. ca. vor 19 Jahren gemacht und es war die richtige Entscheidung. Damals hatte ich auch sehr viel Angst aber die Folgen wenn mann die Op nicht macht sind ja auch schlimm. Bei mir waren es aber nicht ganz so grosse Gradzahlen wie bei dir , 72° und 63°.
Das wichtigste ist natürlich der Chirurg der den Eingrif macht. Restrisiko bleibt leider immer aber lass dich aufklären was passiert wenn du das nicht machst. Für mich waren die Folgen genau so schlimm. Eine schwere Entscheidung für dich. Ich wünsche dir viel Kraft und Gottes Beistand egal wie du dich entscheidest.
Nichtschwimmer
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Re: Angst vor Ouerschnittlähmung nach OP

Beitrag von Nichtschwimmer »

chrissi313 hat geschrieben: Ich war von 1983 bis ca. 1994 in der Uniklinik Münster in Behandlung. Und die haben mir damals gesagt, das die Gefahr einer Querschnittlähmung bei 50% liegt. Das hat mich natürlich immer Angst gemacht...
Sonst hätte ich mich bestimmt schon eher operieren lassen.

Das ist natürlich absoluter Blödsinn! Die Gefahr einer Querschnittslähmung liegt weit unter 1 %! Wenn sie bei 50 % liegen würde, würde das ja bedeuten, dass jeder zweite Operierte querschnittsgelähmt wäre. Also nur Mut!

Oder habe ich Dich falsch verstanden und die Ärzte meinen in Deinem Fall liegt die Gefahr einer Lähmung bei 50 %? Dann sollte man sich die ganze Sache natürlich gründlich überlegen. Auf jeden Fall würde ich aber den Rat mehrerer Ärzte einholen.

Kopf hoch, Du wirst Dich schon für das Richtige entscheiden.
chrissi313
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Beitrag von chrissi313 »

Danke für die schnellen Reaktionen :)

Also, bei der letzten Untersuchung in der WWK haben die mir auch gesagt, das die Gefahr einer Querschnittlähmung bei unter 1% liegt. Das beruhigt mich natürlich. Aber die ANGST ist natürlich trotzdem da.
Mir wurde auch gesagt, das ich wenn ich mich jetzt nicht operieren lasse, massive Probleme bekommen werde.
Nichtschwimmer
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Beitrag von Nichtschwimmer »

chrissi313 hat geschrieben: Mir wurde auch gesagt, das ich wenn ich mich jetzt nicht operieren lasse, massive Probleme bekommen werde.
Bei Deiner hohen Gradzahl wird wohl über kurz oder lang die Herz- und Lungenfunktion beeinträchtigt werden. Die Lunge wird bei einer starken Skoliose eingequetscht, so dass sie nicht richtig arbeiten kann und man schlechter Luft bekommt.

Ich bin 1982 in der WWK operiert worden. Da wurden auch täglich Atemübungen gemacht. Wöchentlich wurde das Lungenvolumen gemessen.

Bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis der OP. Würde ich jeder Zeit wieder machen! Wie gesagt, ich bin vor 26 Jahren in der WWK operiert worden. Damals gab es noch nicht soviel Informationsmöglichkeiten wie jetzt, mit dem Internet und bspw. diesem Forum. Damit will ich sagen, dass ich mir heute die Klinik genauer aussuchen würde. In den 80ern ist die WWK, mit ihrem damaligen Chefarzt Dr. Zielke, eine tadellose Klinik gewesen. Heute würde ich mich möglicherweise in Neustadt operieren lassen. Dort hat Dr. Halm die Methode von Dr. Zielke weiterentwickelt. Also wenn OP, dann nur Neustadt oder Bad Wildungen! Kiel, Tübingen und Münster könnten wohl auch noch in Betracht gezogen werden?!

Schönen Abend und eine gute Nacht!
LG
Nichtschwimmer
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Beitrag von Nichtschwimmer »

chrissi313 hat geschrieben: Aber die ANGST ist natürlich trotzdem da.
Angst haben fast alle vor einer OP. Glaube aber, dass bei einer solchen Operation die wenigsten Fehler passieren. Gefährlicher wird - meiner Meinung nach - wohl die Narkose sein.

Du musst Dir halt vorstellen, dass alles gut gehen wird und Du mehr gewinnen als verlieren kannst! Die Entscheidung kann Dir aber keiner abnehmen.

LG
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