Muskuläre Dysbalance(ist etwas ausführlich,ich weiss)

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goodboy23

Muskuläre Dysbalance(ist etwas ausführlich,ich weiss)

Beitrag von goodboy23 »

Hi.Ich bin 22 Jahre alt,und betreibe seit ziemlich genau 3 Jahren Kraftsport.
Habe aber seit Anfang Oktober letzten Jahres ein,für mich jedenfalls,schwerwiegendes Problem.Meine linke Körperhälfte ist viel muskulöser als die rechte.Habe in der linken Hälfte auch viel mehr Kraft.Die Muskulatur ist auf der linken Seite auch optisch mehr ausgeprägt.
Das erste mal aufgefallen ist es mir,wie schon erwähnt,Anfang Oktober,und zwar beim Nackendrücken.Meine linke Schulter,also die stärkere,war höher als die rechte.Ich habe also schräg gedrückt,da meine rechte Schulter das Gewicht,das für die linke Schulter kein problem ist,nicht mehr bewältigen konnte bzw. kann.Die Ärzte haben gesagt,dass es eventuell von einer Skoliose kommen kann,aber man muss bedenken,dass ich zuvor niemals Probleme mit einer Dysbalance hatte.Habe mich daraufhin röntgen lassen,und ja,ich habe eine leichte Skoliose,aber die habe ich wahrscheinlich schon immer.Habe jetzt auch mittlerweile das Gefühl,wenn ich gehe,dass meine linke Schulter bzw. Körperhälfte sich nach vorne zieht.Denke das liegt an der unterschiedlichen Muskulatur.Bin echt ratlos.Fange jetzt an nur mit leichten Gewichten zu trainieren,um einen sauberen Bewegungsablauf ohne Abfälschen über die linke Schulter gewährleisten zu können.BIN UM JEDEN RAT DANKBAR.Danke im Vorraus.mfg ;(
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Dalia
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Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Beitrag von Dalia »

Herzlich willkommen, goodboy. Erst mal brauchst du eine kompetentze Diagnose von einem Orthopäden, d.h. eine Ganz-Rötngenaufnahme von der Wirbelsäule, damit wir wissen, wie viel du hast. Dann solltest du keinen Kraftsport mehr machen, sondern zuerst eine Reha nach Schroth machen. Nachdem du sie gemacht hastm kannst du wieder Kraftsport betreiben - den gerade in dem Bereich kann man als Skoliotiker und ggfs. Kyphotiker viel falsch machen, deshalb solltest du erst mal Schroth kennen lernen und dann die Prinzipien aus dieser Therapie im Kraftsport umsetzen.

Also, der erste Schritt sollte dich zu einem auf Wirbelsäulen spezialisierte Orthopäden führen, auch um auszuschließen, ob du neben der leichten Skoliose auch noch eine Kyphose hast.

Klaus kann dir zum Kraftsport einiges erzählen.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo goodboy23,

Dalia hat es schon gesagt, die genaue Diagnose ist erst mal ganz wichtig!

Bei einer leichten Skoliose ist auch an einen Rundrücken (Kyphose) zu denken. Beides sollte über eine Ganzaufnahme von vorn und von der Seite mit entsprechenden Winkeln abgeklärt werden.

Dazu solltest Du Dich mit Wohnort/Region und Alter hier im Forum anmelden, weil dann die Tipps viel gezielter gegeben werden können.

Mit Kraftsport kann man vieles falsch machen, ich habe da weit über 20 Jahre lang so meine Erfahrungen gemacht.
Ganz wichtig wäre erst mal, die Übungen gewichtsmäßig herunter zu fahren und generell nur noch absolut symetrisch geführte Übungen in korrekter Haltungan Geräten zu machen. Kein Frei Hantel Training!
Und bevor die Situation nicht richtig geklärt ist, beim reinen Rückentraining nur noch ganz vorsichtig vorgehen.
Insbesondere bei Kyphose sind bestimmte Übungen bzw. Bewegungen tabu.

Die von Dalia erwähnte Schroth REHA würde ich in Bad Salzungen machen, weil dort zusätzlich die richtige individuelle(!) Haltung und Ausführung an Geräten gelernt wird.

Gruss
Klaus
goodboy
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Beitrag von goodboy »

Danke für die Antworten,aber Ihr müsst bedenken,dass ich vorher keinerlei probleme mit Dysbalancen hatte.Und innerhalb von 3 Monaten kann sowas doch nich plötzlich auftreten.Und mit dem Kraftsport werde ich keinesfalls aufhören.Schraube jetzt halt nur die Gewichte runter.Habe sonst beim Bankdrücken regulär mit 120 kg trainiert,und ich hatte nie probleme.das kam von heute auf morgen.mfg
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Trotzdem wäre es sehr ratsam, die eigene Wirbelsäulen-Situation anhand von Röntgenbildern ganz genau abzuklären!

Hier im Forum gibt es sehr viele, die froh gewesen wären, wenn man frühzeitig die Skoliose/Kyphose entdeckt hätte.
Je früher das ist, desto besser ist die Behandlung. Und man muss u.U. auch davon ausgehen, dass sich eine Skoliose/Kyphose mit dem Alter verschlimmert, fieserweise auch ohne dass man zunächst spezifische Beschwerden verspürt.

Sollte sich herausstellen, dass die Wirbelsäule so gering verändert ist (incl. einer möglichen Kyphose), dass eine spezielle Behandlung nicht notwendig ist, dann hast Du doch wenigstens eine Gewissheit.

Solche Dysbalancen mit offenbar fehlerhaften Muskel- und Sehnenstrukturen (Verkürzungen, Überdehnungen) kommen nicht einfach so. Das Training muss asymetrisch verlaufen sein und das kann durch eine falsche Haltung und entsprechend hohem Gewicht provoziert werden, was man unbedingt hinterfragen muss.
Du musst bedenken, dass solch eine schiefe Haltung mit der Zeit gar nicht mehr verspürt wird und möglicherweise unter der Sportkleidung auch einem Trainer nicht auffällt.

Also erst mal die Wirbelsäule in allen Richtungen abklären.

Sehe gerade, dass Du aus Hannover bist.
Wo trainierst Du Denn?


Gruss
Klaus
goodboy
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Beitrag von goodboy »

Ich habe mich doch röntgen lassen.und man kann eine Skoliose erkennen.Aber die wird wahrscheinlich schon immer da sein.Trainiere jetzt mit leichten Gewichten,und dann sehen wir weiter.jedenfalls gehe ich bestimmt nicht in so eine Schroth-Abzock-Idioten-Therapie.mfg
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Beitrag von Schnecke007 »

jedenfalls gehe ich bestimmt nicht in so eine Schroth-Abzock-Idioten-Therapie.
:lach: Nicht? Und ich dachte, Du bist für jeden Tipp dankbar? Na wenn Du schon selbst so gut weißt, was Dir gut tut und was nicht, warum fragst Du dann hier?

:D Gruß,
Schnecke (die immer noch über die "Schroth-Abzock-Idioten-Therapie" lachen muss :lach: )
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Beitrag von goodboy »

Bin ja auch um jeden Tipp dankbar.Aber man kann auch alles dramatisieren.Die Schroth-therapie is schließlich für Leute gedacht,bei denen man die Wirbelsäule nicht mehr von einer Schlange unterscheiden kann.Aber nich für leichte krümmungen.Und meine Wirbelsäule wird sich nich innerhalb von 3 Monaten gekrümmt haben.Mit sauberer Technik bzw. wenig Gewicht kriege ich das wieder in den Griff.mfg
Klagt nicht,kämpft.
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

goodboy hat geschrieben:Bin ja auch um jeden Tipp dankbar.Aber man kann auch alles dramatisieren.Die Schroth-therapie is schließlich für Leute gedacht,bei denen man die Wirbelsäule nicht mehr von einer Schlange unterscheiden kann.Aber nich für leichte krümmungen.
Mein lieber Schwan! :eek: Da bist du aber wirklich ganz, ganz schlecht informiert. Schroth kommt bereits bei leichten Krümmungen in Frage - informiere dich erst mal gründlich über Schroth, bevor du urteilst. Bei Kratftraining wird übrigens auch kräftig "abgezockt", was du auch immer drunter verstehst. ;) Es sei, du hast dir ein eigenes Studio eingerichtet. Doch Schroth kann man auch zuhause praktizieren und ist im Endeffekt sogar preiswerter als Krafttraining, da keine teuren Geräte dafür notwendig sind. ;)

Du bist derjenige, der dramatisiert - siehe dein erstes Posting.

Dass du eine leichte Skoliose hast, ist uns keineswegs entgangen. ABER wurdest du im Stehen geröngt - von vorne UND von der Seite? Handelt es sich um eine GANZ-Röntgenaufnahme? Kann GARANTIERT eine Kyphose ausgeschlossen werden?

Und wenn dein Orthopäde ein so kompetentes Röntgenbild entworfen hat, wäre es nett, auch noch die Gradzahl zu erfahren.

Ja, wenn du davon so sehr überzeugt bist, dass Schroth nichts bringt (du scheinst dich hier schon etwas eingelesen zu haben) und dass Kraftraining dir hilft, warum suchst du hier dann überhaupt noch nach Rat?

Übrigens: Es ist SEHR OFT so, dass man seit der Kindheit eine Skoliose hat und dass erst im Erwachsenenalter Beschwerden auftreten.
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