Skoliose - und jetzt?

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MelanieK

Skoliose - und jetzt?

Beitrag von MelanieK »

Hallo zusammen,

durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen und schwer begeistert.
Ich hatte als Kind (naja ich hab es wahrscheinlich immer noch :rolleyes: ) Morbus Scheuermann. Rückenprobleme habe ich eigentlich schon seit ich denken kann.

Ich erinnere mich auch das ich schon als Kind eine Turnleiter (heissen die so?) im Zimmer hatte. Als Jugendliche habe ich viel Krafttraining gemacht (was wahrscheinlich nicht so pfiffig war) und dann kann ich in der "Wie-mache-ich-meinen-Rücken-kaputt-Liste" noch einen Autounfall mit schwerem Schleudertrauma verbuchen, das leider nie behandelt wurde (ich habe das damals einfach nicht für nötig gehalten :nein: ).

Naja man wird älter und weiser und in den letzten 10 Jahren habe ich wohl so an die 15 verschiedenen Orthopäden besucht. Dabei habe ich schon öfter gehört das eines meiner Beine (ich weiss noch nicht mal welches :eek: ) kürzer ist als das andere und das ich Skoliose habe.

Mir wurden fast jedesmal Einlagen verschrieben die ich jedoch nie getragen habe (naja wie es sich für eine Frau gehört mit 20 Paar Schuhen ist man irgendwann zu faul die Einlage immer zu wechseln und in offenen Schuhen gehts eh nicht).

Ich habe mir nie etwas dabei gedacht und war froh wenn ich mal ein paar Massagen verschrieben bekommen habe.

Ganz ehrlich hat mir keiner der Ärzte das Gefühl gegeben das es sich um eine ernsthaft zu behandelnde Krankheit handeln könnte.

Ich hatte die Hoffnung eigentlich aufgegeben und mich damit abgefunden das ich halt einfach ein körperliches Wrack bin.

Durch das Forum hier habe ich beschlossen noch einen letzten Versuch zu starten und mich noch einmal Untersuchen zu lassen.

Nun meine Frage: ich habe ja schon ein wenig gelesen und muss leider ehrlich zugeben, dass mir Stuttgart etwas zu weit ist.
Aufgrund dem was ich gelesen habe würde ich nun einen Termin in der Klinik in Essen machen. Ist das eine gute Idee? Ich wohne ja in Düsseldorf, wäre also recht nah für mich.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

MelanieK hat geschrieben:Aufgrund dem was ich gelesen habe würde ich nun einen Termin in der Klinik in Essen machen. Ist das eine gute Idee?
Es gibt einige sehr gute Erfahrungsberichte, die sich aber vorwiegend auf Kinder und Jugendliche beziehen, siehe auch Sammlung Essen.

Bei Erwachsenen wird die konservative Therapie leider oft falsch eingeschätzt, sodass man sich bezüglich dieser Therapie vorher selbst hier im Forum ausführlich informieren sollte.
Ich gehe davon aus, dass die Diagnose anhand von Röntgen-Ganz-Aufnahmen mit entsprechenen Winkelangaben richtig gestellt werden kann.

Zur Therapie bei Erwachsenen:

1. spezielle Intensiv REHA nach Katharina Schroth während 3-4 Wochen in Bad Salzungen oder Bad Sobernheim

2. diverse Korsette (Stütz oder Entension) als reine Schmerzbekämpfer, sofern nicht durch Schroth KG in den Griff zu bekommen.

3. korrigierendes Korsett als individueller Versuch, der sehr gut überlegt werden muss!!!

Alle Maßnahmen werden mit Sicherheit nicht durch die Uni-Klinik direkt unterstützt, sondern kommen bestenfalls in den Bericht für den überweisenden Orthopäden, der dann die Maßnahmen über REHA Antrag und evtl. Heilmittelverordnung für ein Korsett einleitet oder auch nicht!
Maßnahme 3 ist wirklich nur ein Experiment, was bei Erwachsenen wahrscheinlich nicht durch die Uni befürwortet wird.

Du brauchst also einen Orthopäden, der sich dem Bericht "fügen wird" :) , damit wenigstens die Schroth REHA eingeleitet werden kann. Dazu braucht man aber für den Antrag konkrete Fakten, damit der erfolgreich ist!!
Insbesondere wenn der Orthopäde Schroth nicht kennt oder nicht will, kann es schwierig werden.
Dann hilft vielleicht ein Hausarzt, der auch so einen Antrag stellen kann, zusammen mit Deiner Kompetenz, die Du durch intensives Lesen hier im Forum bekommen wirst. :ja:

Oder Du suchst nach einem Schroth Therapeuten in Deiner Nähe und fragst den nach den verordnenden Orthopäden.
Vor einer REHA ist es sowieso gut, mal ambulant in die Therapie "hineinzuschnuppern".
Das ist übrigens auch ganz wichtig, wenn die bisherige ambulante Therapie noch nicht ausgeschöpft wurde, weil dann eine stationäre REHA generell nicht genehmigt wird.

Oder Du wendest Dich an den Korsettbauer Püttmann, der kann Dir evtl. einen Orthopäden nennen, der für die Überweisung und auch die praktische Ausführung danach sorgt. :)
Auch wenn Püttmann bei Erwachsenen Korsetten nicht so ganz der richtige Mann ist, er hilft sicherlich gern bei anderen Dingen weiter.


Generell ist es für einen Erwachsenen wirklich nicht einfach, alles Notwendige zusammen zu bekommen (Baukasten-Prinzip), geschweige denn alles aus einer Hand. Deswegen gibt es ja den Tipp mit Dr. Hoffmann.

Gruss
Klaus
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