Mir geht eine Idee im Kopf herum, von der ich nicht weiß, ob sie ins Korsett- oder ins OP-Forum gehört. Also überlege ich hier weiter.
Mich treibt die Frage nach dem Sinn von Korsetts bei Jugendlichen und der langjährigen körperlichen und seelischen Belastung um. Hat eigentlich schon mal jemand etwas davon gehört, ob es möglich ist oder schon mal versucht wurde, bei Jugendlichen eine vorübergehende operative Versteifung der Wirbelsäule oder einzelner Abschnitte oder mehrerer Wirbelgruppen vorzunehmen. Analog zu Schraubverbindungen bei komplizierten Brüchen, die nach Zusammenheilen des Knochens wieder entfernt werden, vielleicht sogar mit hartelastischen Materialien, die eine bedingte Beweglichkeit zulassen.
Ich weiß, eine Operation wird immer als die letzte Lösung angesehen, birgt Risiken und verursacht eine lange Narbe auf dem Rücken. Aber man hätte vielleicht die Chance, ohne sichtbare äußere Einschränkung erwachsen zu werden und nach der Verfestigung des Skeletts, vielleicht mit 25 oder 30 Jahren, in einer zweiten OP die Versteifung wieder rückgängig zu machen und damit vielleicht eine wirkliche Begradigung zu erreichen, die ja offensichtlich mit Korsett nicht erreicht wird.
Selbstverständlich müsste das Ganze angemessen physiotherapeutisch begleitet werden, während der Versteifungsphase und nach der Entkoppelung der Wirbel. War nur so eine Idee und vielleicht gar nicht neu...
Idee oder vielleicht Blödsinn
- Toni
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KEIN Blödsinn Lopi!
Im Prinzip wird das mit den beiden OP-Methoden VEPTR und Stapling schon gemacht und versucht. Leider nicht immer mit optimalem Erfolg. Selbst Fixateur externe wurde schon an der skoliotischen WS ausprobiert. Aber dann 100 mal lieber ein Korsett!
Gruß Toni
Im Prinzip wird das mit den beiden OP-Methoden VEPTR und Stapling schon gemacht und versucht. Leider nicht immer mit optimalem Erfolg. Selbst Fixateur externe wurde schon an der skoliotischen WS ausprobiert. Aber dann 100 mal lieber ein Korsett!
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Hallo Toni, das ist ja wirklich interessant. Habe die meisten links hier im Forum dazu jetzt gelesen. Allerdings wird diese Methode offensichtlich nur bei Kindern angewendet, die ganz massive Probleme habe, z.B. mit der Atmung. Wahrscheinlich, weil das Risiko noch so groß ist. Das Mitwachsen der Schiene ist schon eine faszinierende Idee und erinnert tatsächlich an die bekannten Knochenverschraubungen. Tut mir Leid, wenn ich so begeistert wirke (im Gegensatz zu dir), aber ich halte das für einen wirklich zukunftsfähigen Ansatz, selbst wenn die Therapie noch nicht ausgereift ist. Aber warten wir noch 10 Jahre ab, dann ist das DIE Alternative.
Was ich allerdings nicht gefunden habe, vielleicht aus gutem Grund oder weil die Zeit einfach noch zu kurz ist, ob die Endoprothese reversibel ist, d.h. ob nach der altergemäßen natürlichen Versteifung der Wirbelsäule das Implantat wieder entfernt wird und ob das Ergebnis dann von Dauer ist.
Was ich allerdings nicht gefunden habe, vielleicht aus gutem Grund oder weil die Zeit einfach noch zu kurz ist, ob die Endoprothese reversibel ist, d.h. ob nach der altergemäßen natürlichen Versteifung der Wirbelsäule das Implantat wieder entfernt wird und ob das Ergebnis dann von Dauer ist.
