Forschungen und Lebenserwartungen
Forschungen und Lebenserwartungen
Hi,
ich habe mal ein paar Fragen an alle Interessierte.
Die Lebenserwartung von Skolioseerkrankten soll geringer sein als von Durchschnittsbürgern. Ist das wirklich so? Gibt es ein Durchschnittsalter für Skoliose-Erkrankte?
Wie sieht es mit der Forschung auf dem Gebiet der Skoliose aus?
Weiß jemand Bescheid, ob "lediglich" verbesserte Operationstechniken und Therapien erforscht werden, oder ob die Forschungen gar revolutionäre Ansätze versprechen.
Grüße
ich habe mal ein paar Fragen an alle Interessierte.
Die Lebenserwartung von Skolioseerkrankten soll geringer sein als von Durchschnittsbürgern. Ist das wirklich so? Gibt es ein Durchschnittsalter für Skoliose-Erkrankte?
Wie sieht es mit der Forschung auf dem Gebiet der Skoliose aus?
Weiß jemand Bescheid, ob "lediglich" verbesserte Operationstechniken und Therapien erforscht werden, oder ob die Forschungen gar revolutionäre Ansätze versprechen.
Grüße
Zuletzt geändert von sanjose am Mi, 14.04.2010 - 22:32, insgesamt 2-mal geändert.
Hallo,
inwieweit Skoliose zur Beeinrächtigung der Lebenserwartung führt ist, ganz entscheidend davon abhängig, inwieweit weitere Beeinträchtigungen vorhanden sind. Ich denke, dass eine leichte Verkrümmung ohne weitere Beeinträchtigungen sich nicht auswirkt.
Genaue Prozentzahlen kann ich dir nicht nennen, ich denke aber, dass eine solche Statistik sowieso nur sehr begrenzt aussagekräftig ist, wir sind selbst mit gleichen Gradzahlen doch sehr unterschiedlich betroffen. Zudem bin ich mir sicher, dass die Zahlen deines Orthopäden bestimmt nicht mehr dem neuesten Stand entsprechen. Schließlich hat die Medizin bei der Behandlung von Begleiterkrankungen doch eine Menge Fortschritte gemacht. Insbesondere Erkältungskrankheiten müssen nicht mehr zu einer chronischen Bronchitis führen und die Atmung noch verschlechtern. Auch gegen Lungenentzündung, an der früher viele Menschen mit Skoliose gestorben sind, kann man etwas tun, z. B. ist eine Impfung möglich.
Ich bin außerdem der Meinung, dass Skoliosepatienten viel zu unterschiedlich sind, als dass man sie in eine so verallgemeinende Statistik packen kann. Selbst ein gleichermaßen eingeschränktes Lungenvolumen ist in seinen Auswirkungen nicht unbedingt vergleichbar.
Andererseits ist es sicher richtig, dass eine besondere Belastung von Herz- und Lunge zu den Riskofaktoren bei der Lebenserwartung zählen, im übrigen nicht nur bei Skoliosepatienten.
Auch bei Rauchern weiß man, dass sie ihr Leben um einige Jahre verkürzen, auch wenn sie immer meinen, das beträfe nur die anderen.
Wer also ein möglichst langes und gutes Leben will, der sollte, ob Skoliose oder nicht, sich in seiner Lebensführung darauf einstellen. Dazu zählen:
auf die individuellle Belastbarkeit abgestuftes Konditionstraining, gesunde Ernährung, d. h. cholesterinarme und vitaminreiche Kost, insgesamt alles was den Körper widerstandsfähig gegen Erkältungen und grippale Infekte macht, gesunde Luft zum Atmen und kein Rauchen usw. usw.
Ich bin inzwischen 51 und habe trotz sehr starker Skoliose mit entsprechenden Lungenproblemen immer noch das Gefühl ein gutes Leben zu leben. Auch denke ich, dass ich das durch meine Lebensführung noch möglichst lange erhalten werde, schließlich will ich mal Oma werden und in Anbetracht des Alters meines Sohnes wäre es mir schon recht, wenn das noch mindestens 10- 15 Jahre dauert. Ich bin optimistisch, dass das klappt, denn ich bin eigentlich nie krank (klopf, klopf, klopf auf Holz), habe kaum mal eine Erkältung und sehe zu, dass ich keine Lungenentzündung bekomme.
Wir müssen eben etwas pfleglicher mit unserem Körper umgehen, dann wird das schon!!!
Schöne Grüße
Anne
inwieweit Skoliose zur Beeinrächtigung der Lebenserwartung führt ist, ganz entscheidend davon abhängig, inwieweit weitere Beeinträchtigungen vorhanden sind. Ich denke, dass eine leichte Verkrümmung ohne weitere Beeinträchtigungen sich nicht auswirkt.
Genaue Prozentzahlen kann ich dir nicht nennen, ich denke aber, dass eine solche Statistik sowieso nur sehr begrenzt aussagekräftig ist, wir sind selbst mit gleichen Gradzahlen doch sehr unterschiedlich betroffen. Zudem bin ich mir sicher, dass die Zahlen deines Orthopäden bestimmt nicht mehr dem neuesten Stand entsprechen. Schließlich hat die Medizin bei der Behandlung von Begleiterkrankungen doch eine Menge Fortschritte gemacht. Insbesondere Erkältungskrankheiten müssen nicht mehr zu einer chronischen Bronchitis führen und die Atmung noch verschlechtern. Auch gegen Lungenentzündung, an der früher viele Menschen mit Skoliose gestorben sind, kann man etwas tun, z. B. ist eine Impfung möglich.
Ich bin außerdem der Meinung, dass Skoliosepatienten viel zu unterschiedlich sind, als dass man sie in eine so verallgemeinende Statistik packen kann. Selbst ein gleichermaßen eingeschränktes Lungenvolumen ist in seinen Auswirkungen nicht unbedingt vergleichbar.
Andererseits ist es sicher richtig, dass eine besondere Belastung von Herz- und Lunge zu den Riskofaktoren bei der Lebenserwartung zählen, im übrigen nicht nur bei Skoliosepatienten.
Auch bei Rauchern weiß man, dass sie ihr Leben um einige Jahre verkürzen, auch wenn sie immer meinen, das beträfe nur die anderen.
Wer also ein möglichst langes und gutes Leben will, der sollte, ob Skoliose oder nicht, sich in seiner Lebensführung darauf einstellen. Dazu zählen:
auf die individuellle Belastbarkeit abgestuftes Konditionstraining, gesunde Ernährung, d. h. cholesterinarme und vitaminreiche Kost, insgesamt alles was den Körper widerstandsfähig gegen Erkältungen und grippale Infekte macht, gesunde Luft zum Atmen und kein Rauchen usw. usw.
Ich bin inzwischen 51 und habe trotz sehr starker Skoliose mit entsprechenden Lungenproblemen immer noch das Gefühl ein gutes Leben zu leben. Auch denke ich, dass ich das durch meine Lebensführung noch möglichst lange erhalten werde, schließlich will ich mal Oma werden und in Anbetracht des Alters meines Sohnes wäre es mir schon recht, wenn das noch mindestens 10- 15 Jahre dauert. Ich bin optimistisch, dass das klappt, denn ich bin eigentlich nie krank (klopf, klopf, klopf auf Holz), habe kaum mal eine Erkältung und sehe zu, dass ich keine Lungenentzündung bekomme.
Wir müssen eben etwas pfleglicher mit unserem Körper umgehen, dann wird das schon!!!
Schöne Grüße
Anne
Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt,
der andere packt sie kräftig an und handelt (Dante)
der andere packt sie kräftig an und handelt (Dante)
Die Wissenschaft hat festgestelllt, dass eine Verkürzung der Lebenserwartung am ehesten vorkommt bei Personen mit schwerer Skoliose (über 100°) im Torakalbereich. Außerdem bei denen, die schon seit früher Kindheit (jünger als 5 Jahre) an schwerer Skoliose gelitten haben (dann ist nämlich das Wachstum und die Entwicklung der Lungen stark gestört). Die meisten anderen Skoliotiker, auch mit großen Krümmungen (60-100°)haben eine normale Lebenserwartung.
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Gast

