jetzt hier an dieser Stelle den Bericht über den Termin mit Oliver Hartelt
Da mein Sohn schon mit der Spiraldynamik vertraut ist, konnte er ziemlich zügig arbeiten.
Die erste Stunde haben sie auf der Liege genutzt, um 1. die Aufrichtung im Becken wieder klarer zu bekommen, 2. die Bipolarität von Kopf und Becken, verknüpft mit der Atmung so weit zu bringen, dass er deutlich spüren konnte, wie die Auswirkungen der Längung der Wirbelsäule sich von oben und unten in der Mitte gut treffen können. Da ist auch gerade seine neuralgische Stelle, weil dort der Rippenbogen sehr nach außen zu sehen ist.
Dann kam 3. die Brustkorbbeweglichkeit dazu, gerade auf der Seite, wo es sich sonst eher nicht so gern bewegt

Und schließlich kamen sie ins stehen, haben die Stabilität im Standbein mit Brustkorbrotation auf dem Stepper geübt.
Gerade die Unabhängigkeit von Brustkorb und Schulterblatt war immer wieder Thema, denn wenn alles aus der Schulter kommt, rotiert der Brustkorb leider nicht sonderlich gut.
Hat irgendwann super geklappt und ich muss sagen, dass ich teilweise echt berührt war, meinen Sohn so zu sehen.
Ihr kennt ja alle sicherlich skoliotische Haltungen zur Genüge, um zu beurteilen wie wunderbar es ist, wenn jemand auf einmal diese unglaubliche Aufrichtung hat, was für eine ganz andere Ausstrahlung das dann auch hat.
Und es ist einfach toll, wenn sich das Schulterblatt wieder an den Brustkorb anschmiegen kann und nicht mehr so stark heraus steht.
So weit also die erste Stunde
In der zweiten Stunde sind sie dann ins gehen gekommen. Erst auf dem langen Flur und schließlich auf dem Laufband.
Das war toll die Prinzipien der Spiraldynamik dann in Bewegung zu sehen. Auch das Gehen änderte sich mit der Zeit deutlich.
Für meinen Sohn war es ziemlich anstrengend, aber sehr gut. Er konnte deutlich spüren, dass er mit dieser Art zu gehen, keine Rückenschmerzen mehr hatte, sondern nur die Anstrengung der Muskeln zu merken war, die er sonst einfach nicht so viel benutzt. Sonst stellen sich die Schmerzen relativ bald ein, wenn er sein Korsett nicht trägt.
Und die Aussicht nicht mehr ständig spiraldynamische Übungen machen zu müssen, sondern dass der Alltag die Übung ist, wenn das Gehen richtig funktioniert motiviert ihn total.
Und wenn mit diesen Prinzipien zum Beispiel gegangen wird, ist es im Korsett entlastend, während das Gegenteil im Korsett dann mehr drückt. Das ist natürlich auch eine große Hilfe
Toll war auch, dass er, ganz ähnlich wie beim Schroth, immer auch die Atmung mitgenommen hat. Das kenne ich nicht von allen Spiraldynamikern, die ich bisher kennen gelernt habe. Und das leuchtet mir als Gesangslehrerin natürlich total ein. Denn das Zwerchfell geht ja hinten mit seinen Ausläufern an die Lendenwirbelsäule, so dass man dort mit der Atmung natürlich auch Bewegung erreichen kann, was Lendenwirbelsäule und Becken angeht
Wir werden also bei unserem nächsten Berlin Besuch nochmal eine Stunde machen, damit diese Prinzipien mehr und mehr im Alltag untergebracht werden können
Mein Sohn ist ziemlich motiviert wieder nach Hause gefahren und wir freuen uns alle auf das neue Korsett.
Er hat sich diesmal übrigens ein Muster ausgesucht und wir sind sehr gespannt die Skyline von Manhattan an ihm zu sehen
euch allen einen schönen Abend
beschwingte, spiralige Grüße,
Sängerin