Grad der Behinderung

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
Sozi
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Re: Grad der Behinderung

Beitrag von Sozi »

Hallo Ricky,

leider erhält der AG nichts wenn man nur gleichgestellt ist. Das zählt wirklich erst ab 50.
Die Gleichstellung bezieht sich nur auf den Kündigungsschutz.

Liebe Grüße
Sozi
Ricky
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Re: Grad der Behinderung

Beitrag von Ricky »

Hi
also irgendwie verstehe ich das anders...

ich kopiere das mal von der Arge rein:

Was bewirkt die Gleichstellung?
Mit einer Gleichstellung erlangt man grundsätzlich den gleichen „Status" wie schwerbehinderte Menschen.
Auswirkungen:

besonderer Kündigungsschutz,
besondere Einstellungs-/ Beschäftigungsanreize für Arbeitgeber durch Lohnkostenzuschüsse sowie Berücksichtigung bei der Beschäftigungspflicht,
Hilfen zur Arbeitsplatzausstattung,
Betreuung durch spezielle Fachdienste.

jedoch nicht:
Zusatzurlaub, unentgeltliche Beförderung und besondere Altersrente.


Ach ja, ich habe seit kurzem auch auf meine Hyperkyphose etc (siehe links) GDB 30
Eigentlich wollte ich damit eine Erhöhung meiner schon bestehenden GDB 30 bekommen, leider haben sie mir (wegen dem Arztbrief!) die erste Erkrankung von 30 auf 10 heruntergestuft und für den Rücken dann 30 genehmigt... :/
Sozi
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Re: Grad der Behinderung

Beitrag von Sozi »

Guten Morgen,

ok meine Tabelle war veraltet. :/ Und bis jetzt hat das auch noch kein mir bekannter Arbeitgeber genutzt und die Gleichgestellten Mitarbeiter mit bei der Beschäftigungspflicht berücksichtigt. Dann werde ich das zukünftig in der Beratung noch weiter mit einbauen. Zum Glück gibt es das Forum.

:danke:

Warum wurde denn auf Grund des Arztbriefes die erste Krankheit runter gestuft? Hast du Widerspruch dagegen eingelegt? Die Erkrankungen beeinflussen sich ja schon gegenseitig.

Leider ist es aber immer mehr Realität das sich durch Arztbriefe und Befunde der GdB verschlechtert, da Ärzte immer mehr gestresst sind und dafür weniger Zeit nehmen. Und dummerweise sind die Befunde das a und o des Antrags, da man ja nicht bei einem Gutachter vorstellig werden kann.

Ich kann nur raten nochmal mit den Ärzten zu sprechen und dann Widerspruch oder einen neuen Antrag stellen.

Liebe Grüße
Sozi
Ricky
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Re: Grad der Behinderung

Beitrag von Ricky »

Hi Sozie,

freut mich, dass ich Dir helfen konnte :)
Arbeite mich da auch nur notgedrungen ein...

Eben hatte ich mit der Frau von Arge telefoniert, wegen einer anderen offenen Frage ( falls für Dich von Interesse: Es gibt ja die Klausel, dass man mind.18 Std/Woche steuerpflichtig arbeiten muß, um gleichgestellt werden zu können. Mir wurde der Tipp gegeben, meine berufsbegleitende Ausildung mit anrechnen zu lasen. Doch die Dame meinte, dass würde nicht gehen. Sowohl könnte aber der Arbeitgeber, bei einer sehr großen Belastung durch mich, beantragen, dass ich ausserordentlich gleichgestellt werden soll. Muß jedoch vom AG ausgehen)
Sie bestätigte auch noch mal, dass der AG die gleichen Vorteile hätte, bei einer Gleichstellung, aber das hast Du ja nun auch gelesen.

Wegen der Rückstufung der ersten Erkrankung. Ich hatte zwischenzeitlich eine OP, die tatsächlich eine Besserung brachte, aber von "ganz katastrophal" zu immer wieder "ganz schlecht", bei einer chronischen Erkrankung,liegt zwar ein Unterschied, der aber eine derartige Rückstufung nicht rechtfertigt.
Leider müßte ich nun klagen,was ich nicht gerne machen möchte...

Vielleicht stelle ich später mal wieder einen Verschlechterungsantrag, je nach dem was noch kommt...
Sozi
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Re: Grad der Behinderung

Beitrag von Sozi »

Hallo,

ja da sind die vom Amt leider knall hart. es gab eine OP und dann muss das besser sein. und dann muss erstmal ein bisschen Zeit und viele Arztbesuche vergehen damit wieder ein neuer Antrag gestellt werden kann. Das ist schon blöd.
Und klagen ist auch nicht immer die Lösung. Dann schon lieber warten und hoffen das beim nächsten Antrag der Sachbearbeiter die Sachlage etwas anders einstuft. Ich wünsch dir jedenfalls das sich das beim nächsten Versuch lohnt hinsichtlich einer Erhöhung.

Mit der außerordentlichen Gleichstellung wusste ich aber da weiße ich schon fast nicht mehr darauf hin da das leider noch kein Arbeitgeber meines Wissens und meiner Patienten nach gemacht hat. Ich würde mich freuen wenn es bei dir einmal anders sein sollte.

Ist sowie so alles um den GdB und Gleichstellung ein Kampf geworden und es wird immer schlimmer werden. Die Grade werden immer mehr nach unten gehen und vorallem bei Rückenbeschwerden und künstlichen Knien und Hüften wird es immer schwieriger werden überhaupt auf 30 Prozent zu kommen.
Die das entscheiden sollten sich mal die Betroffenen anschauen was damit angerichtet wird. Denn dann würden die auch anders darüber denken. aber leider macht das keiner und ganz selten ist einer davon selbst betroffen. Und wenn ist derjenige garantiert bestens abgesichert :-)

So ich werd mal weiter im Klinikalltag mit Anträgen und Telefonaten mit der Rentenversicherung kämpfen.

Liebe Grüße
Sozi
BjörnS
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Re: Grad der Behinderung

Beitrag von BjörnS »

Hallo,

Ich habe eine Gelenksteife (Arthrogryposis Multiplex Congenita), ich kann laufen aber eben nicht gut bzw. wie ein "gesunder". Ich habe durch meine Vorerkrankung eine Skoliose bekommen.

Untersuchungsergebnisse von diesem Jahr:
BWS in 2 Ebenen: linkskonvexer thorakaler Gegenschwung von 19° n. Cobb. LWS in 2
Ebenen: rechtskonvexe Skoliose mit 39° n. Cobb

Ich habe bis jetzt auf meine Gelenksteife einen GDB von 30% bekommen und habe eine Gleichstellung mit einem Schwerbehinderten. Der Antrag auf Verschlechterung ist beim Versorgungsamt.
Habt ihr schon positive Erfahrungen mit der Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt gesammelt?
Ich habe eine Ausbildung gemacht die nicht gerade gut gelaufen ist. Habe bis jetzt auf dem Arbeitsmarkt nur schlechte Erfahrungen gesammelt. Ich bin 24 Jahre alt und habe sehr viele Einschränkungen vom Ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit.

Ich habe zudem noch ein problem mit dem Herzmuskel. kann es sein das dort die Wirbelsäule etwas drückt? hat jemand auch Probleme mit dem Herz?
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