bin 24 und hab eine skoliose von ca. 20° in der LWS, sowie ca. 20° in der BWS. (wobei in der LWS die drehung der wirbelsäule sehr stark ist).
vorab schon mal eine frage: stimmt es, dass das becken bei den meisten skoliosen die lombal linkskonvex sind, auf der rechten seite leicht nach hinten gedreht ist? (und somit das becken auf der linken seite leich nach vorgedreht ist)
also ich hab die letzten jahre immer nur mit spiraldynamik gearbeitet und erst jetzt mit schroth begonnen. bei der spiraldynamik hab ich gelernt, dass man zur aufrichtung der wirbelsäule das becken leicht kippen soll (also po zusammenzwicken und bauchmuskeln anspannen). die schroth-therapeutin hat nun zu mir gemeint, dass ich das auf keinen fall machen darf, da ich ja kein hohlkreuz habe und so einen buckel in der LWS verursache.... was sagt ihr dazu? wie schauts generell mit hohlkreuz und skoliose aus - geht das oft miteinander einher?
außerdem hab ich in der spiraldynmaik gelernt, mich im stand zu korrigieren, in dem ich rechts standbeinphase/links spielbeinphase simuliere und somit auf der rechten seite mein becken leicht nach hinten kippe und die rechte seite lang strecke, während die linke hüfte leicht nach vorne schiebt (die korrektur in der BWS lass ich jetzt mal unberücksichtigt weil das für mich keine probleme darstellt) - nun hat die schroth-therapeutin gesagt, dass das becken bei den meisten LWS linkskonvexen skoliosen rechts ohnehin schon leicht nach hinten gedreht ist und ich es deswegen auf keinen fall für eine korrektur nach hinten drehen darf!
ich bin nun vollkommen verwirrt und verunsichert, da sie praktisch alles über den haufen geworfen hat, was ich in den letzten jahren mühsam erarbeitet habe!
dringende Fragen
- Schnecke007
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Re: dringende Fragen
Hallo stephal,
bei einer linkskonvexen Skoliose wird normalerweise das Becken links nach hinten korrigiert. Deine Schroth-Therapeutin liegt somit richtig, wenn sie eine gegenteilige Korrektur kritisch sieht.
Man möge mich korrigieren, wenn ich damit falsch liege - auch mein Physio, sofern er mitliest.
Allgemein scheint mir die Spiraldynamik - ohne mich mit dem Konzept näher auszukennen - kein geeigneter Ansatz zur Therapie einer Skoliose zu sein.
Viele Grüße,
Schnecke
bei einer linkskonvexen Skoliose wird normalerweise das Becken links nach hinten korrigiert. Deine Schroth-Therapeutin liegt somit richtig, wenn sie eine gegenteilige Korrektur kritisch sieht.
Das kommt wohl darauf an, wie stark diese Korrektur ausgeführt wird. Bei Schroth wird sie auch verwendet, aber nicht mehr so sehr wie früher, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Ansonsten gibt es Skoliose zusammen mit Hohlkreuz, Flachrücken, Hyperkyphose usw. ebenso wie ohne.bei der spiraldynamik hab ich gelernt, dass man zur aufrichtung der wirbelsäule das becken leicht kippen soll (also po zusammenzwicken und bauchmuskeln anspannen). die schroth-therapeutin hat nun zu mir gemeint, dass ich das auf keinen fall machen darf, da ich ja kein hohlkreuz habe und so einen buckel in der LWS verursache...
Man möge mich korrigieren, wenn ich damit falsch liege - auch mein Physio, sofern er mitliest.
Allgemein scheint mir die Spiraldynamik - ohne mich mit dem Konzept näher auszukennen - kein geeigneter Ansatz zur Therapie einer Skoliose zu sein.
Viele Grüße,
Schnecke
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minimine
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Re: dringende Fragen
Hallo Stephal,
Genauso wirds bei ambulanten Schroth-Therapeuten sein, manche halten eben das eine für richtig, die anderen das andere.
Versuch doch einfach auf dich selbst zu hören, wo hast du denn ein besseres Gefühl? Ich z.B. finde, dass meine Rückenschmerzen, die ich manchmal im Stehen habe eher durch die Stellung im Hohlkreuz ausgelöst werden. Mir tut es dann immer gut, wenn ich entlordosiere, so habe ich das dann auch immer in den Übungen gemacht.
also ich bin thorakal rechts- und lumbal linkskonvex und bei mir ist es genau andersrum. Also die rechte Seite vom Becken ist leicht nach vorne gedreht und wurde bei Schroth immer nach hinten korrigiert. Für mich klingt da eher deine Erklärung logisch. Wie sieht das denn bei dir im Becken aus? Du brauchst dich ja nur mal flach auf einem härteren Untergrund hinzulegen. Dann kannst du ja selbst spüren, welche Seite nun weiter oben ist.stimmt es, dass das becken bei den meisten skoliosen die lombal linkskonvex sind, auf der rechten seite leicht nach hinten gedreht ist? (und somit das becken auf der linken seite leich nach vorgedreht ist)
Das war bei mir bei Schroth aber auch so, widerspricht sich also nicht unbedingt. Allerdings habe ich auch ein Hohlkreuz. Allerdings möchte ich noch dazu sagen, wenn du in Sobernheim von 4 verschiedenen Therapeuten korrigiert wirst, dann wirst du von 2 ins Hohlkreuz "korrigiert" und von den beiden anderen genau das Gegenteil.bei der spiraldynamik hab ich gelernt, dass man zur aufrichtung der wirbelsäule das becken leicht kippen soll (also po zusammenzwicken und bauchmuskeln anspannen).
Versuch doch einfach auf dich selbst zu hören, wo hast du denn ein besseres Gefühl? Ich z.B. finde, dass meine Rückenschmerzen, die ich manchmal im Stehen habe eher durch die Stellung im Hohlkreuz ausgelöst werden. Mir tut es dann immer gut, wenn ich entlordosiere, so habe ich das dann auch immer in den Übungen gemacht.
LG
Minimine
Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
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mick
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- Diagnose: Skoliose, 4BH li,
bei Gradzahlen große Messabweichungen,
ca. th. 28°, lu. 35°
LL (L4/L5) - Therapie: Korsett als Jugendliche, damals auch allg. KG; jetzt Schroth und Spiraldynamik;
Reha: Aug/Sep 2011 in Bad Sobernheim, Mai/Jun 2016 in Bad Salzungen
Korsett: 2011-2014 Sanomed
seit 2015 CCtec
Re: dringende Fragen
Hallo Stephal,
Bei Schroth ist es so, dass man das Becken eher in die gegenteilige Richtung kippt, also leicht nach vorne (aber trotzdem den Bauch anspannt!) - ob man das macht, weil viele eher zu flach im Rückenbereich sind oder damit man besser den Lendenwulst korrigieren kann, weiß ich nicht. Man kann die Krümmung in der LWS (also die von der Skoliose) aber tatsächlich besser korrigieren, wenn man das Becken noch leicht nach vorne kippt. Mir persönlich tut es gut, dieselbe Korrektur zu machen, die dir deine Spiraldynamik-Lehrerin beigebracht hat, weil ich grundsätzlich dazu neige, zu sehr das Becken nach vorne zu kippen und ins Hohlkreuz zu gehen, wodurch ich Rückenschmerzen bekomme (vor allem bei längerem Stehen) und es viel besser wird, wenn ich das Becken zurück kippe und Bauch/Po anspanne. In Bad Sobernheim haben das die Therapeuten aber auch eher ignoriert und ins Hohlkreuz rein korrigiert, allerdings je nach Therapeut unterschiedlich stark. Erst in der Einzelphysiotherapie, die ich zusätzlich hatte, hat der Therapeut das Problem gesehen und fortan sollte ich dieses "ins Hohlkreuz korrigieren" lassen und allen Therapeuten auch Bescheid sagen, wenn die mich dahin korrigieren wollten.
Meine ambulante Schroth-Therapeutin macht mit mir meistens so ein "Mittelding"; ich kippe das Becken nicht komplett zurück, sondern noch ein bisschen nach vorne (aber nicht so sehr, wie es eigentlich bei Schroth, zumindest wie ich es in Bad Sobernheim gesehen habe, gemacht wird), sodass ich den Lendenwulst noch ganz gut korrigieren kann, aber keine Rückenschmerzen durch ein Hohlkreuz bekomme.
Wenn du diese Probleme mit Hohlkreuz/Rückenschmerzen im unteren Rücken nicht hast, würde ich das Becken bei Schroth nach vorne kippen, wie es deine Therapeutin sagt, um die Lendenwirbelsäule besser korrigieren zu können. Wenn doch, würde ich sie darauf noch mal ansprechen. Außerdem immer nachspüren und im Spiegel beobachten, wie es aussieht und sich anfühlt, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie du am besten korrigierst, sodass du da auch eine Eigenkompetenz entwickeln kannst.
Zu der Frage, ob Skoliose und Hohlkreuz oft miteinander einhergehen, habe ich übrigens schon beides gehört (sowohl, dass es oft miteinander einhergeht, wie auch, dass die Skoliose eher mit einem Flachrücken einhergeht) - keine Ahnung, was stimmt.
Viele Grüße,
Mick
ich bin lumbal rechtskonvex und (thorakal linkskonvex) und bei mir ist es so, dass das Becken auf der rechten Seite eher nach hinten und auf der linken Seite eher nach vorne gedreht ist - bei den lumbal linkskonvexen müsste es also eigentlich genau andersherum sein.stephal hat geschrieben:vorab schon mal eine frage: stimmt es, dass das becken bei den meisten skoliosen die lombal linkskonvex sind, auf der rechten seite leicht nach hinten gedreht ist? (und somit das becken auf der linken seite leich nach vorgedreht ist)
Grundsätzlich, also mal völlig unabhängig von Skoliose, ist es häufig so, dass Bauchmuskeln zu schwach ausgeprägt sind und Menschen dadurch dazu neigen, eine Fehlhaltung einzunehmen, wobei sie ins Hohlkreuz gehen (und im Bereich der BWS machen sie eher einen Rundrücken). In den meisten Rückenprogrammen sowie auch beim Tanzen, Yoga etc. arbeitet man dagegen, indem man sich streckt, den Bauch einzieht bzw. anspannt und das Becken zurück kippt, also den Po auch anspannt (außerdem die Schultern nach hinten und unten ziehen und den Kopf gerade). Ich nehme an, dass das in der Spiraldynamik aus den gleichen Gründen genauso gemacht wird.stephal hat geschrieben:bei der spiraldynamik hab ich gelernt, dass man zur aufrichtung der wirbelsäule das becken leicht kippen soll (also po zusammenzwicken und bauchmuskeln anspannen). die schroth-therapeutin hat nun zu mir gemeint, dass ich das auf keinen fall machen darf, da ich ja kein hohlkreuz habe und so einen buckel in der LWS verursache.... was sagt ihr dazu? wie schauts generell mit hohlkreuz und skoliose aus - geht das oft miteinander einher?
Bei Schroth ist es so, dass man das Becken eher in die gegenteilige Richtung kippt, also leicht nach vorne (aber trotzdem den Bauch anspannt!) - ob man das macht, weil viele eher zu flach im Rückenbereich sind oder damit man besser den Lendenwulst korrigieren kann, weiß ich nicht. Man kann die Krümmung in der LWS (also die von der Skoliose) aber tatsächlich besser korrigieren, wenn man das Becken noch leicht nach vorne kippt. Mir persönlich tut es gut, dieselbe Korrektur zu machen, die dir deine Spiraldynamik-Lehrerin beigebracht hat, weil ich grundsätzlich dazu neige, zu sehr das Becken nach vorne zu kippen und ins Hohlkreuz zu gehen, wodurch ich Rückenschmerzen bekomme (vor allem bei längerem Stehen) und es viel besser wird, wenn ich das Becken zurück kippe und Bauch/Po anspanne. In Bad Sobernheim haben das die Therapeuten aber auch eher ignoriert und ins Hohlkreuz rein korrigiert, allerdings je nach Therapeut unterschiedlich stark. Erst in der Einzelphysiotherapie, die ich zusätzlich hatte, hat der Therapeut das Problem gesehen und fortan sollte ich dieses "ins Hohlkreuz korrigieren" lassen und allen Therapeuten auch Bescheid sagen, wenn die mich dahin korrigieren wollten.
Meine ambulante Schroth-Therapeutin macht mit mir meistens so ein "Mittelding"; ich kippe das Becken nicht komplett zurück, sondern noch ein bisschen nach vorne (aber nicht so sehr, wie es eigentlich bei Schroth, zumindest wie ich es in Bad Sobernheim gesehen habe, gemacht wird), sodass ich den Lendenwulst noch ganz gut korrigieren kann, aber keine Rückenschmerzen durch ein Hohlkreuz bekomme.
Wenn du diese Probleme mit Hohlkreuz/Rückenschmerzen im unteren Rücken nicht hast, würde ich das Becken bei Schroth nach vorne kippen, wie es deine Therapeutin sagt, um die Lendenwirbelsäule besser korrigieren zu können. Wenn doch, würde ich sie darauf noch mal ansprechen. Außerdem immer nachspüren und im Spiegel beobachten, wie es aussieht und sich anfühlt, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie du am besten korrigierst, sodass du da auch eine Eigenkompetenz entwickeln kannst.
Zu der Frage, ob Skoliose und Hohlkreuz oft miteinander einhergehen, habe ich übrigens schon beides gehört (sowohl, dass es oft miteinander einhergeht, wie auch, dass die Skoliose eher mit einem Flachrücken einhergeht) - keine Ahnung, was stimmt.
Viele Grüße,
Mick
