Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

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Staw
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Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Staw »

Hallo,
ich bin neu hier und habe mich letztendlich entschieden, mal in diesem recht kompetent wirkenden Internetforum zu schreiben.
Und so sieht's bei mir aus:

Ich bin jetzt 22 Jahre alt und mir wurde in der frühen Kindheit Skoliose und Kyphose diagnostiziert, beides nicht sehr stark ausgeprägt (Winkel nicht gemessen, schätze etwa 10°-20°). Nur die Kyphose hat mich durch leichte Schmerzen, und dass ich mich dadurch nicht mehr so ansehnlich fand, eingeschränkt. Ich habe deswegen bei mehreren verschiedenen Physiotherapeuten Krankengymnastik (4x ein paar Monate vielleicht) bekommen und war öfter beim Arzt. Obwohl ich immer ehrgeizig alles mitgemacht habe, hat sich dadurch nicht viel verbessert. Aber da mich die leichten Probleme der Kyphose nicht sehr stark im Alltag einschränkten und ich an meine Skoliose höchstens durch Freunde beim Kraftsport angesprochen wurde ("Jetzt wo du Muskeln kriegst sieht man, dass du schief bist."), habe ich mich dann vom 18. bis 20. Lebensjahr nicht mehr viel darum gekümmert. Nebenbei habe ich noch Blähungen im Bauch und eine durch Heuschnupfen und allergisches Asthma eingeschränkte Atmung. Der Kraftsport nebenbei soll laut Physiotherapeutin die Skoliose nicht verschlechtern, und ich probiere auch stets, die Übungen gerade und kontrolliert auszuführen. Das war die Vorgeschichte zu meinem eigentlichen Thema.

Das habe ich:
Vor zwei Jahren fing es auf einmal an, dass ich Verspannungen in der Kiefermuskulatur bekam. Bruxismus, der durch nächtliches Zusammenbeissen und Mahlen der Zähne zustande kommt. Beschwerden habe ich vor allem auf der rechten Seite. Diese wurden über einen Monat konstant stärker und sind seitdem (also 2 Jahre lang) ziemlich stark und konstant nicht weniger geworden.

So äussert es sich:
Wenn ich eine Person treffe, fängt es ab dem ersten Lächeln an. Mein Kiefer ist verspannt und schmerzt, so dass ich immer schwerer natürlich lächeln kann. Ich werde steif im Verhalten, mir wird heiss im Kopf, ich probiere mich so hinzustellen, dass ich die andere Person mit Links angucke. Das ganze flaut auch nicht so schnell wieder ab. Wenn ich mit Leuten am Tisch sitze, muss ich immer den Platz vorne rechts nehmen. Das ist bei Fremden so, aber genau so bei meiner Familie, wo ich innerlich total entspannt und ausgeglichen bin. Da mir viele sagten, es liege am Stress, habe ich zwei Monate nur mit meiner Familie und besten Freunden verbracht und tolle Sachen im Urlaub erlebt. Also ganz ohne Stress. Das Problem war genau so doll. Zwischendurch gehe ich öfter auf die Toilette, um mit gelernten Übungen meinen Kiefer sanft etwas zu lockern (Unterkiefer gestützt nach unten ziehen, Muskelmassage etc.). Dann ist es für ein paar Minuten etwas besser, aber nicht lange. Also es schränkt mich schon ganz schön ein. Kaugummis habe ich seit 2 Jahren nicht mehr im Mund gehabt. Ich könnte mir jetzt noch mehr von der Seele reden, aber ich will euch nicht nerven ;)

Das habe ich schon probiert:
3 Aufbisschienen gehabt, die erste hat der Arzt schief gemacht, die zweite habe ich Zerbissen und sie ist mir beim Rausnehmen zerbrochen, die dritte trage ich derzeit. Sie passt gut und beugt dem Zahnabrieb etwas vor, behandelt aber natürlich nicht die Ursache. 2x je 10 Gesichtsmassagen inklusive verschiedenster Dehntechniken und Fango-Packung mit Wärmebehandlung bekommen. Danach war ich ein paar Stunden fast Beschwerdefrei, aber spätestens nach der Nacht war immer alles beim Alten. Ich war bei Craniomandibulären Dysfunktion (CMD)-Ärzten, die mir übertrieben gesagt für mehrere Tausend Euro die Zähne abschleifen wollten, da sie die Ursache bei Druck der Zähne untereinander vermuten - das Angebot habe ich erst mal aufgeschoben (zu CMD steht auch im Internet etwas). Ich habe meine Bettsachen verdächtigt und verschiedene Matrazen und Kopfkissen durchprobiert. Ich habe Schlafhaltungen durchprobiert, Rückenschlafen ein paar Tage mir angewöhnt. Meine Mutter hat immer gesagt, ich wär im Teufelskreis, und solle einfach mal den ganzen Tag meinen Kiefer locker hängen lassen. Aber unter Leuten steht mein Mund offen und ich sehe damit besonders dämlich aus, und alleine habe ich inzwischen sogar Probleme, sehr locker zu lassen, weil ich das nur im total bewussten Zustand schaffe. Sobald ich über etwas nachdenke, beisse ich unbewusst sofort wieder leicht zu. Könnte durch Konditionierung aus dem Schlaf kommen. Zuletzt habe ich überlegt ob ich evtl. Schlafapnoen habe und zwei Nächte im Schlaflabor übernachtet. Dort hat man tats. leichte Atemaussetzer festgestellt, die ich jetzt durch einen Besuch beim HNO-Arzt nachverfolgen möchte (auch in Verb. mit meinem allerg. Asthma). Ausserdem sollte ich laut Schlaflabor testen, ob mein eines Bein länger ist als das andere, dem war aber nicht so. Zu guter Letzt soll ich jetzt sehen, ob ich über einen Zahnarzt an eine eigentlich für Schnarcher vorgesehene Unterkiefer-Protrusions-Schiene komme, um diese auszuprobieren. Diese wird für mich aber laut Ärzten wahrs. nicht bezuschusst. Was mich bei den Arztterminen stört, ist, dass ich meistens einen vollen Monat auf den Termin warten muss und in letzter Zeit oft an Ärzte gekommen bin, die nicht kompetent waren (wussten nicht weiter, Falschaufnahmen beim Röntgen, waren nicht ehrlich) und man so schwer an Ärzte kommt, die sich langfristig für einen einsetzen können.

Zum Schluss:
Ich pers. glaube, dass ich durch die Kyphose meinen Kopf in das Kissen drücke/stütze und durch die Skoliose das ganze unsymmetrisch ausgebildet ist. Da konnte man mir aber noch nichts zu sagen. Auf die Skoliose komme ich auch, weil mir in letzter Zeit aufgefallen ist, dass ich in der linken Nackenmuskulatur verspannt bin und auf der rechten Seite eher vorne die Spannungen habe. Vielleicht ist das aber auch nur wiederum eine Folge davon. Ganz schön verstrickt. Ich habe auch gehört, dass so etwas meist eine Kombination aus mehreren Faktoren ist, aber ich schaffe es anscheinend langfristig nicht, ein paar davon zu eliminieren (sonst würde es sich ja bessern).
Was denkt ihr dazu? Ich habe extra so viel geschrieben, damit ihr einen Überblick um das drum herum habt, und vielleicht hat ja jemand eine ganz andere Idee. Ich probiere ja alles was möglich ist.

Lieben Gruß

Stefan
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Kaffeetrinker
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Kaffeetrinker »

Ich machs mal kurz da keine Zeit im Moment,

du gehst die ganze Zeit die Sache im Kieferbereich an....ziemlich erfolglos wie du schreibst.

Geh mal die Skoliose und Kyphose an, lasse dich mal röntgen und vermessen.
Falls du evtl. ein Korsett benötigst, vielleicht wird das andere auch besser FALSS da nen Zusammenhang gibt/gäbe......
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Alex_activitas
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Alex_activitas »

Hallo Staw,

Du hast ja schon einige Stationen hinter Dir.
Grundsätzlich sollte geklärt werden, ob Deine Probleme vom Kiefergelenk ausgehen oder ob Dein Kiefer nur "reagiert". Dies ist mit wenigen Tests bei einem Physio oder Zahnarzt, der sich mit der CMD oder - wie es besser und richitger heisst: COCD - auskennt möglich. Denn wenn man an der falschen Stelle therapiert, tut sich gar nichts.

Ob ein Zusammenhang zwischen Kyphose/Skoliose und dem von Dir beschriebenen Bruximus besteht, kann man mit einem ganz eindeutigen und klaren "vielleicht" beantworten.
Möglich ist es, aber ob es tatsächlich so ist, muss - wie gesagt - erst geklärt werden.

Auch die Schienenversorgung sollte von einem ZA oder KFO geschehen, der sich damit auskennt. Und das ist wie mit der Skoliose bei Orthopäden: nicht jeder Orthopäde kennt sich mit Skoliose aus (wie man hier auch immer wieder lesen kann) und nicht jeder ZA/KFO kennt sich mit einer richtigen Schienenversorgung aus.
Evtl. wäre für Dich erst einmal eine sogenannte Jig-Schiene die richtige. Aber das ist nur eine Vermutung.

Aus welcher Gegend kommst Du denn?
Ich kann Dir Dr. Erich Wühr empfehlen. Er hat sich auf die Kiefegelenksbehandlung spezialisiert und hat auch eine sehr informative Internetseite. Einfach mal googeln - leicht zu finden.
Evtl. kannst Du ihn auch einmal via Internet kontaktieren und er kann Dir einen Spezialisten in Deiner Nähe empfehlen.
Hier bekommst Du auf jeden Fall jemanden, der sich mit der COCD-Problematik sehr sehr gut auskennt und Dir somit auch wahrscheinlich sagen kann, ob die Behandlung am Kiefergelenk wichtig ist (weil Ursache für Deine Probleme) oder eben nicht.

Grüße,
Alex
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Staw »

Hallo,
wow - ich bin echt überrascht, wie schnell man hier eine gute Antwort kriegt. Ich bin in Kiel aufgewachsen und lebe seit 3 Jahren in Stralsund, aber nicht mehr lange. Wo ich hinziehe ist noch nicht ganz raus.

Die Infos über die Jig-Schiene hören sich sehr interessant an. Auch wenn ich wohl ziemlich weit weg wohne, werde ich Herrn Dr. Wühr mal kontaktieren.

Ich werde mich auf jeden Fall melden, wie es läuft, und bei Interesse auch über Zwischenstände und Veränderungen berichten.

Vielen Dank erst mal!

Stefan
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Alex_activitas
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Alex_activitas »

Staw hat geschrieben: Ich werde mich auf jeden Fall melden, wie es läuft, und bei Interesse auch über Zwischenstände und Veränderungen berichten.
Würde mich freuen!

Grüße,
Alex
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Klaus
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Klaus »

Staw hat geschrieben:Ich bin jetzt 22 Jahre alt und mir wurde in der frühen Kindheit Skoliose und Kyphose diagnostiziert, beides nicht sehr stark ausgeprägt (Winkel nicht gemessen, schätze etwa 10°-20°). Nur die Kyphose hat mich durch leichte Schmerzen, und dass ich mich dadurch nicht mehr so ansehnlich fand, eingeschränkt.
Wie Kaffeetrinker schon gesagt hat, hier sollte erst einmal eine konkrete Diagnose gemacht werden.

Röntgen-Ganz-Aufnahme der Wirbelsäule von vorn und von der Seite, um die gesamte Wirbelsäule incl. HWS in beiden Ebenen mit konkreten Winkeln zu erfassen. Die Hyperkyphose/Hyperlordose ist genauso ernst zu nehmen, wie die Skoliose !! Die Hyperkphose ist garantiert nicht 10-20 Grad, sondern grösser als der Normalwert von 25-40 Grad !

Fehlstellungen in einzelnen Bereichen der Wirbelsäule haben immer Auswirkungen auf die gesamte Wirbelsäule und darüber hinaus. Es hängt alles zusammen! So setzt sich auch der Versuch, Korrekturen in der LWS und BWS durchzuführen, nach oben in die HWS fort und somit auch in das Kiefergelenk. Andersherum funktioniert das auch, das wird in der Wirkung aber sehr unterschiedlich bewertet. So hat eine CMD Zahnärztin in einem Symposium mal behauptet, dass die Erfolgsquote einer Korrektur der Skoliose bei 70 % läge, wenn man nach festgestellter Indikation eine Kiefergelenkskorrektur durchführen würde. Dem ist von einem Spezialisten für Fehlstellungen sofort widersprochen worden, allerdings nur, was die viel zu hohe Erfolgsgsquote anging, wobei die Größe der Korrektur gar nicht näher erläutet wurde.

Sicher ist nur, dass es einen Einfluss gibt.
An Deiner Stelle würde ich wirklich bei der Skoliose und der Hyperkyphose (Rundrücken)/ Hyperlordose (Hohlkreuz) anfangen. Das ist incl. optimaler Behandlung eine Kassenleistung, die es allerdings erfolgsversprechend nur bei Spezialisten gibt.

s.a. Rubrik Gesucht/Gefunden und da insbesondere "Überregionale Sprechstunden"

Gruß
Klaus
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Staw »

Hallo,

auch bei dir Klaus möchte ich mich für die Antwort bedanken.

Ich habe Herrn Doktor Wühr jetzt eine Email geschickt, in der ich das Problem geschildert habe, eure Empfehlungen erwähnt und ihm meinen ersten Beitrag in den Anhang gepackt habe.

Außerdem habe ich in den nächsten Wochen einen Termin beim HNO-Arzt, um meine Hals- und Nasenatmung - auch unter Berücksichtigung meiner Wirbelsäule und meines allergischen Asthmas - einmal kontrollieren zu lassen.

Lieben Gruß

Stefan
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Klaus
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Klaus »

Hallo Staw,

den Spezialisten für Fehlstellungen der Wirbelsäule ziehst Du nicht in Erwägung ??
Dr. Wühr ist nach Angaben von Alex ein Spezialist für das Kiefergelenk.

Gruß
Klaus
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Staw »

Hi Klaus,

so war das nicht gemeint.

Ich werde erst einmal auf die Antwort von Herrn Dr. Wühr warten. Die nächsten 8 Wochen bin ich studiumsbedingt belegt, danach würde ich auch sofort zu ihm fahren, wenn es mehr bringt, als einen anderen von ihm empfohlenen Arzt in meiner Nähe zu besuchen.

Lieben Gruß und einen schönen Abend noch!

Stefan
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Staw »

Hallo,
Herr Dr. Wühr hat mir geantwortet. Er hat mir, wie mir hier schon geraten wurde, eine Jig-Schiene empfohlen.

Ich habe über seine Seite eine Ärztin bei mir in Stralsund gefunden (unter der Rubrik "hat 2-Tages-Seminar besucht"). Ich war ein wenig skeptisch, weil sie als einzige keine Email-Adresse angegeben hatte und beim Anruf keine Jig-Schiene kannte, sondern von einer ISP(?)-Schiene sprach und 600€ Privatkosten schätzte.
Aber da ihr meine Beschreibung der Schiene etwas sagte und ich schätze, dass ich um Kosten in dieser Höhe nicht herum komme, habe ich einen Termin gemacht. Der Termin soll erst einmal zur Untersuchung sein, ist aber schon am Freitag, also toller Weise nur wenige Tage nach meinem Anruf.

Was sagt ihr zu den Umständen, z.B. zu den Kosten?
Kann es sein, dass ich wie bei meiner ersten Aufbissschiene an einen "eher ungeübten" Arzt komme, oder sieht es hier anders aus?

Vielen Dank jetzt schonmal!

Herzlichen Gruß

Stefan
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Alex_activitas
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Alex_activitas »

Hallo Stefan,
Staw hat geschrieben:Was sagt ihr zu den Umständen, z.B. zu den Kosten?
Kann es sein, dass ich wie bei meiner ersten Aufbissschiene an einen "eher ungeübten" Arzt komme, oder sieht es hier anders aus?
Die Kosten erscheinen mir im Rahmen. Das ist das Problem, dass die Kassen wenig zahlen, solche Schienen aber tatsächlich Handarbeit sind und individuell gefertigt werden. Sogenannte "Tiefziehschienen", wie sie gerne bei Knirschern verordnet werden sind im Gegensatz zu Jig-Schienen sehr einfach anzufertigen und somit nicht so teuer.

Zu der Erfahrung der Zahnärztin: sprich sie direkt darauf an!
Ein 2-Tages-Seminar ist nicht gerade viel. Aber wenn sie sich mit Schienenversorgung auskennt und eine andere als die Jig-Schiene empfiehlt, mit der sie gute Erfahrungen gemacht hat - warum nicht. Lass es Dir genau erklären und entscheide dann. Du bist erst einmal zu nichts verpflichtet.

Freut mich, dass Du so schnell was gefunden hast!

Gruß,
Alex
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Staw »

Hi,
ich habe mal wieder Neuigkeiten:

Ich war gestern bei der besagten Zahnärztin und diese war sehr freundlich und hat gut zugehört. Ich habe ihr auch erzählt, dass ich über Dr. Wühr an sie geraten bin und dass mir eine JIG-Schiene und eine professionelle Vermessung der Skoliose/Kyphose geraten wurde.

Nachdem sie zugehört hatte, hat sie sich meinen Kiefer angesehen und ich sollte diesen bei zusammengebissenen Zähnen nach rechts und links bewegen. Daraus hat sie Widerstandspunkte erkannt und deswegen an ein paar Stellen ganz leichte Abschleifungen vorgenommen. Ausserdem hat sie einen speziellen Bisstest gemacht, bei dem ich eine Minute lang auf zwei Watteröllchen links und rechts beissen sollte und dann den Mund langsam schließe ("...so könne man den Biss noch besser nachverfolgen."). Dann hat sie mir folgendes gesagt:

*Sie habe schon Erfahrungen mit Schienen seit 2002.

*Bruxismus nennt man nur das Kauen an sich, bei mir handele es sich wahrscheinlich um eine CMD bzw. C0CD.

*Sie sieht mögliche Gründe auch in meiner zweijährigen festen Zahnspangen-Behandlung vor zehn Jahren und in der operativen Entfernung meiner vier Weisheitszähne vor etwa vier Jahren, also 1-2 Jahre vor ersten Anzeichen von Bruxismus. (Dazu muss ich persönlich noch sagen, dass ich dieses Faktum in meinem ersten Beitrag vergessen hatte, und dass die Zahnärztin meint, der Kiefer könne auch erst Jahre später reagieren.)

*Während Dr. Wühr JIG- und IPR-Schienen verwendet, bietet sie nur IPR-Schienen an. Dazu hat sie mir auch einen Flyer mitgegeben. IPR-Schienen würden anhand einer hochentwickelten Computertechnik vermessen und seien für die Bisskorrektur sehr erfolgsversprechend. Man müsse sie allerdings den ganzen Tag tragen (was ich mir persönlich nicht sehr toll vorstelle) und etwa 600€ Kosten einplanen. Die IPR-Schiene sieht meinen bisherigen Aufbissschienen im vorderen Bereich ähnlich, während der Werkstoff etwas weicher und flexibler sein soll. Außen herum verläuft ein Metallbogen.

*Eine professionelle Ausmessung der Skoliose/Kyphose könne sie nicht anbieten, aber sie habe ein anderes Messverfahren.

Dann hat sie mit mir einen neuen Termin am Donnerstag vereinbart - schon wieder so schön zeitnah. Sie möchte das Ganze dann mit mir vertiefen und mich ein wenig vermessen.

Auch wenn ich das Gefühl habe, mein Problem könne auch konkret von der Skoliose/Kyphose herrühren, habe ich ein recht gutes Gefühl bei dieser Ärztin und dem, was sie mir erzählt. Das, was ich als Belastung an der HWS durch Kyphose und Schiefheit meiner Struktur durch Skoliose wahrnehme, könnte schließlich auch nur eine Folge einer Biss-/Kieferfehlstellung sein.

Was habt ihr für eine Meinung dazu? Ich würde mich freuen, eure Kommentare darüber zu lesen.

Euch allen ein schönes Wochenende!

Stefan
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Klaus
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Klaus »

Staw hat geschrieben:Was habt ihr für eine Meinung dazu? Ich würde mich freuen, eure Kommentare darüber zu lesen.
Eine professionelle Ausmessung der Skoliose/Kyphose könne sie nicht anbieten, aber sie habe ein anderes Messverfahren.
Also eine Zahnärztin würde ich nun wirklich nicht für die grundsätzliche Beurteilung der Fehlstellungen der Wirbelsäule in Anspruch nehmen! Ganz unabhängig davon, was sie mit einem "anderen Messverfahren" meint, wahrscheinlich die übliche optische Methode, die teuer ist und erst einmal nichts bringt.
Eine ganzheitlich arbeitende Zahnärztin sollte eigentlich auch Kompetenzen an Fachkollegen abgeben, wenn es um die Beurteilung des gesamten Körpers geht und das muss es auch, weil alles zusammenhängt.
Wenn man bedenkt, wie inkompetent widerum Orthopäden bei Fehlstellungen sind, ist dringend an einen Spezialisten zu denken.

Ich bleibe dabei, Du brauchst zusätzlich einen Spezialisten, der anhand von Röntgen-Ganz-Aufnahmen der Wirbelsäule eine konkrete Diagnose macht und seine Behandlungsoptionen darstellt. Das kann man ja dann mit den Möglichkeiten der Zahnärztin versuchen zu kombinieren.

Gruß
Klaus
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Staw »

Hi,

deine Antwort klingt einleuchtend.
Dazu ein paar Fragen:

1) Da ich ja schon in vier Tagen meinen Termin habe, würdest du mir empfehlen, die IPR-Schiene auf jeden Fall in Auftrag geben zu lassen, oder mich erst an einen Spezialisten zu wenden?

2) Zum Thema Spezialist: Würdest du mir Dr. Wühr direkt empfehlen (wobei ich wie gesagt erst in einigen Wochen dorthin fahren könnte), oder einen über die Zahnarzt- und Kiefernorthopäden-Suche seiner Seite gefundenen Arzt in meiner Nähe?

3) Wenn ich einen Arzt in meiner Nähe wählen soll, welche Bezeichnung sollte dieser führen? Meinst du damit einen Spezialisten bezüglich meines Bisses (CMD bzw. C0CD) oder einen Spezialisten für Skoliose/Kyphose? Ich denke, ich muss einen Arzt anrufen und diesen Fragen, ob er Erfahrung hat, und ob er eine professionelle Vermessung der WS anbietet, oder?

Viele Grüße

Stefan
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von rejoy »

So ich melde mich hier auch mal zu Wort. Ist ja schon ein wenig komplexbei dir.
ich würde aber Klaus Meinung unterstützen, dass du vermutlich erfolgreicher sein dürftest, wenn du nicht nur von einer Seite, also vom Kiefer her kommst.
2) Zum Thema Spezialist: Würdest du mir Dr. Wühr direkt empfehlen (wobei ich wie gesagt erst in einigen Wochen dorthin fahren könnte), oder einen über die Zahnarzt- und Kiefernorthopäden-Suche seiner Seite gefundenen Arzt in meiner Nähe?
Ich denke Klaus meint mit Spezialisten einen Orthopäden, der sich auf Wirbelsäulendeformationen spezialisiert hat, zusätzlich zu deiner jetzt gefunden Zahnärztin!!! Es geht jetzt nicht darum, einen weiteren zahnarzt hinzuzuziehen, sondern sich parallel dazu mit deiner WS auseinanderzusetzen. Wenn schon die wenigsten Orthopäden das gut können, wird ein Zahnarzt das erst recht nicht (alleine !!!!) bewerkstelligen können. Darum brauchst du zusätzlich einen Orthopäden und zwar keinen Feld - Wald und Wiesen - Klemptner, sondern einen der was kann.

Entsprechende Adressen findest du hier: links.html

Geh die Sache nicht nur von einer Seite an, ich denke je ganzheitlicher du selbst da ran gehst, desto erfolgreicher wird das. Ich würde nicht in entweder oder Kategorien denken. Vielleicht lässt sich gar nicht so genau sagen, was jetzt das Ei und was die Henne ist. Darum schlachte beides :D :ritter: !
1) Da ich ja schon in vier Tagen meinen Termin habe, würdest du mir empfehlen, die IPR-Schiene auf jeden Fall in Auftrag geben zu lassen, oder mich erst an einen Spezialisten zu wenden?
Ich kenne mich mit so Schienen nicht aus, aber ich würde mich denke ich beraten lassen und dann nachdem ich zusätzlich bei einem WS-Spezialisten (kein Zahnarzt :D :D ) war und dessen Meinung gehört habe, die Schiene ggf. in Auftrag geben, je nachdem was dieser sagt.

Hilft das weiter?
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Staw »

Hi,

ja, das hat mich wieder ein Stück weiter gebracht!

Ich habe in der von Dir verlinkten Liste unter "Konservativ (nicht-operativ) behandelnde Ärzte" geschaut und gesehen, dass die nächsten Spezialisten dazu in Hamburg und Berlin sind (beides drei Stunden mit dem Zug entfernt).

Da nächste Woche meine Prüfungszeit im Studium beginnt, muss ich sehen, ob ich zwischendurch einen Tag finde, um dorthin zu fahren. Wenn nicht, dann komme ich spätestens in 6 Wochen dazu - dann ist es aber egal wie weit ich fahre. Gibt es dann einen Arzt, den man mir in meinem Fall konkret am meisten empfehlen kann, oder soll ich mir einfach einen aus der Liste suchen, der sich gut anhört?

Habe ich Dich außerdem richtig verstanden, dass du im Termin am kommenden Donnerstag noch keine Entscheidungen über Schiene ja oder nein treffen, sondern in Kauf nehmen würdest, vorher eventuell ein paar Wochen warten zu müssen, um die Meinung von einem Spezialisten zu haben?

Ich freue mich, dass ich hier so schnelle und gute Antworten kriege.

Stefan
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von rejoy »

Ich habe in der von Dir verlinkten Liste unter "Konservativ (nicht-operativ) behandelnde Ärzte" geschaut und gesehen, dass die nächsten Spezialisten dazu in Hamburg und Berlin sind (beides drei Stunden mit dem Zug entfernt).
Ich persönlich kenne nur Dr. Hoffmann, kann zu den anderen also keine Auskunft geben. Spontan würde ich aber sagen, dass es egal ist zu welchem von der Liste du gehst.
Habe ich Dich außerdem richtig verstanden, dass du im Termin am kommenden Donnerstag noch keine Entscheidungen über Schiene ja oder nein treffen, sondern in Kauf nehmen würdest, vorher eventuell ein paar Wochen warten zu müssen, um die Meinung von einem Spezialisten zu haben?
Ja ich denke ich würde lieber noch ein paar Wochen warten und erst noch einen WS-Spezialisten aufsuchen, um ein umfassenderes Bild zu haben. Das ist aber eher meine persönliche Meinung. Vielleicht sehen andere das anders. Ich denke nur, dass Du ja schon eine Weile mit dem Problem lebst sodass es wahrscheinlich auf die paar Wochen jetzt auch nicht mehr ankäme. Aber das kannst du selbst letztlich am besten beurteilen.
No Body is perfekt

and meiner auch not:

:halloatall:

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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Klaus »

Staw hat geschrieben:Meinst du damit einen Spezialisten bezüglich meines Bisses (CMD bzw. C0CD) oder einen Spezialisten für Skoliose/Kyphose? Ich denke, ich muss einen Arzt anrufen und diesen Fragen, ob er Erfahrung hat, und ob er eine professionelle Vermessung der WS anbietet, oder?
rejoy hat es schon richtig erkannt, es geht um einen Spezialisten für Skoliose/Hyperkyphose.
Dazu hatte ich bereits geschrieben:
Klaus hat geschrieben:s.a. Rubrik Gesucht/Gefunden und da insbesondere "Überregionale Sprechstunden"
Dort sind nämlich auch wichtige Details aufgelistet!

Nocheinmal: Es ist immer der gesamte Körper zu betrachten, weil alles zusammengehört. Deswegen bin ich auch der Meinung von rejoy, dass eine Behandlung erst nach den entsprechenden Diagnosen beginnen sollte.
rejoy hat geschrieben:Ich persönlich kenne nur Dr. Hoffmann, kann zu den anderen also keine Auskunft geben. Spontan würde ich aber sagen, dass es egal ist zu welchem von der Liste du gehst.
Staw hat geschrieben:..dass die nächsten Spezialisten dazu in Hamburg und Berlin sind (beides drei Stunden mit dem Zug entfernt).
Dann schon Berlin bei Dr. Wilke. Prof. Dr. Niemeyer arbeitet chirurgisch und es gibt keine eindeutig positiven Erfahrungsberichte. Steht alles in "Überregionale Sprechstunde".
Die Wartezeit bei Dr. Wilke ist wesentlich länger, als bei Dr. Hoffmann.

Wenn Magdeburg noch günstiger liegen sollte, könntest Du auch eine neue Möglichkeit testen.
Ich bin noch nicht dazu gekommen, dies in [Suche] Magdeburg einzustellen.

Gruß
Klaus
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Alex_activitas »

Hallo Stefan,

ich würde die Zahnärztin noch einmal explizit auf Dein WS-Problem hinweisen und Deine Bedenken schildern.
Wie ich schon anfangs sagte: es geht auch darum, mit Tests (z.B. der Meersseman-Test) herauszufinden, welchen Einfluß das Kiefergelenk auf Deine Symptomatik hat.

Ich kann Klaus und rejoy sehr gut verstehen, dass sie auf die WS einen sehr großen Wert legen. Allerdings kann ich aus vielfacher Erfahrung sagen, dass die Ursachensuche ein entscheidender Punkt ist. Es liegen tatsächlich Probleme im Kieferbereich vor, so dass geschaut werden muss, wer wen beeinflusst. Dies ist im Falle des Kiefergelenks tatsächlich machbar.
rejoy hat geschrieben: Vielleicht lässt sich gar nicht so genau sagen, was jetzt das Ei und was die Henne ist. Darum schlachte beides :D :ritter: !
lol - gefällt mir. Aber leider ist das nicht so einfach. Weder die Skoliose noch das Kiefergelenk lassen sich so einfach "schlachten" und schon gar nicht gleichzeitig.
Eine 100%ige Aussage über "Henne und Ei" kann man nie treffen. Aber man kommt der Sache schon etwas näher.
Klaus hat geschrieben:Deswegen bin ich auch der Meinung von rejoy, dass eine Behandlung erst nach den entsprechenden Diagnosen beginnen sollte.
Genau das habe ich gesagt. Aber eine genaue Diagnose ist eben nicht nur von der WS notwendig, sondern auch vom Kiefergelenk.

Fazit:
ich würde zu einem WS-Spezialisten und zu einem spezialisierten ZA gehen. Evtl. auch auf den Termin bei Dr. Wühr warten, wenn Du Dir bei der ZA in Deiner Nähe nicht sicher bist (ehrlich gesagt war ich etwas überrascht, dass sie gleich an Deinen Zähnen geschliffen hat - ohne eine genauere Befundaufnahme gemacht zu haben....).
Beiden Fachärzten (WS und ZA) musst Du aber zwingend vom jeweilig anderen Problem erzählen, damit beide in dieselbe Richtung arbeiten. Sonst kann es sein, dass am Ende nichts sinnvolles herauskommt.

Gruß,
Alex
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Staw
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Re: Bruxismus durch Skoliose (und Kyphose/Lordose)?

Beitrag von Staw »

Hi,

ich habe mal ein paar Stichpunkte festgehalten:

1. Ich soll definitiv erst zum Skoliose/Hyperkyphose-Spezialisten und mich mich von ihm beraten lassen, bevor ich über eine Schienenbehandlung des Kiefers entscheide.

2. Falls der Spezialist die Scheinenbehandlung bejahen sollte, soll ich beiden Ärzten (ZA und WS) voneinander berichten, damit das Problem in Kooperation angegangen werden kann.

3. Ich kann durch Tests wie den "Meersseman-Test" den Einfluss des Kiefers auf meine Symptome herausfinden. Ich soll herausfinden, ob mein Kiefer das Problem auslöst oder nur reagiert.

4. Ich soll mir einen Arzt aussuchen. In der Rubrik Gesucht/Gefunden und da insbesondere "Überregionale Sprechstunden" habe ich zu meiner Gegend Mecklenburg-Vorpommern nichts gefunden. Ich schätze, es gibt dort einfach weniger renommierte Ärzte. Dr. Wilke und die Stadt Magdeburg sind in etwa gleich weit von mir entfernt. Wenn ich wegfahre, kann ich aber auch gleich zu Dr. Wühr, Dr. Hoffmann oder Dr. Steffan, wenn das sinnvoller ist.

5. Die Zahnärztin hier in Stralsund, die Dr. Wührs 2-Tages-Seminar besucht hat, macht auch einen guten Eindruck. Das Schleifen war nicht viel. Ich kenne sie auch erst von einer Sprechstunde. Sie hat mir, wir gesagt, eine IPR-Schiene empfohlen. Gibt es auch bei Zahnärzten Spezialisten, die mit Kieferangelegenheiten oder Skoliose/Hyperkyphose-Bezug Erfahrung haben?

Ich hoffe, ich habe alles richtig verstanden :)

Gruß

Stefan
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