Dauernde Blockaden der BWS

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xylosa
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Dauernde Blockaden der BWS

Beitrag von xylosa »

Hallo,

ich habe dauernd Blockaden in der BWS. Mal lösen sie sich von selbst, mal wird es durch sanfte manuelle Therapie besser, manchmal hilft nur noch Chirotherapie :(
Auf Dauer nervt das ganz schön. Es reicht manchmal, wenn ich mich nachts im Bett falsch bewege oder in falscher Haltung Luft hole.

Ich bin mit meinem Latein am Ende. Muskelaufbau mache ich schon, aber wirklich besser ist es nicht geworden.

Habt Ihr Tipps, wie man diese Blockaden los werden kann? Evtl. sie selber lösen?

Danke und liebe Grüße,
Xylosa :)
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Alex_activitas
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Re: Dauernde Blockaden der BWS

Beitrag von Alex_activitas »

Hallo Xylosa,

dazu müsste man erst einmal sehen, was für die Blockierungen in der BWS verantwortlich sein kann.
Sprich: wo z.B. muskuläre Defizite vorhanden sind, welche skelettale Situation vorliegt, wie das Muskelaufbautraining aussieht.
Wie äußern sich die Blockierungen? Sind es auch die Rippen?

Bist Du auch bei einem Physio in Behandlung? Was meint der/die dazu?

Gruß,
Alex
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xylosa
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Re: Dauernde Blockaden der BWS

Beitrag von xylosa »

Hallo Alex_activitas,
Alex_activitas hat geschrieben: dazu müsste man erst einmal sehen, was für die Blockierungen in der BWS verantwortlich sein kann.
Sprich: wo z.B. muskuläre Defizite vorhanden sind, welche skelettale Situation vorliegt, wie das Muskelaufbautraining aussieht.
Orthopäde und Physio sind sich relativ einig, dass die Blockaden durch die Skoliose bedingt sind.
Von den Muskeln her, ist die linke Seite wunderbar, alles geschmeidig und so. Die rechte Seite aber fällt durch einen Wulst neben der Wirbelsäule auf, den mein Physio auf Verspannung zurückführt, mein Orthopäde insgesamt meint, das wäre bei Skoliose nunmal manchmal so ( :rolleyes: ).
Aufbautraining läuft entweder im RehaSport durch eine Sporttherapeutin, die verschiedene Richtungen einbringt: die klassische Rückenschule, Pilateselemente, Therbandübungen, Gymnastikball - also recht abwechslungsreich.
Alex_activitas hat geschrieben: Wie äußern sich die Blockierungen? Sind es auch die Rippen?
Einerseits durch Schmerz in der BWS, Bewegungseinschränkung, und ich fühle mich dann auch immer ziemlich mies. Nicht der Schmerzen wegen, sondern irgendwie so.... schwindelig, etwas das Gefühl fast umzukippen. Scheußlich einfach.
Alex_activitas hat geschrieben: Bist Du auch bei einem Physio in Behandlung? Was meint der/die dazu?
Ja, bin ich. Sie gibt sich auch große Mühe und hat zumindest schonmal die immer wiederkehrende ISG-Blockade zum Verschwinden gebracht. Die BWS-Blockaden sehen sie und ich manchmal anders, denn sie meint oft, es wäre nur verspannt, aber ich emrke, dass es erst nach dme Einrasten wieder ok ist. Manuelle Therapie versuche ich alle 14 Tage zu schaffen und ab heute habe ich auch mal wieder 6x KG auf Rezept.
Nur bisher hat alles nicht dauerhaft mal wirklich geholfen.
Und immer zum Orthopäden und einrenken lassen, finde ich auch nicht prickelnd - nur es geht oft leider nicht anders :(
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Re: Dauernde Blockaden der BWS

Beitrag von Alex_activitas »

xylosa hat geschrieben:Orthopäde und Physio sind sich relativ einig, dass die Blockaden durch die Skoliose bedingt sind.
Von den Muskeln her, ist die linke Seite wunderbar, alles geschmeidig und so. Die rechte Seite aber fällt durch einen Wulst neben der Wirbelsäule auf, den mein Physio auf Verspannung zurückführt, mein Orthopäde insgesamt meint, das wäre bei Skoliose nunmal manchmal so ( :rolleyes: ).
Aufbautraining läuft entweder im RehaSport durch eine Sporttherapeutin, die verschiedene Richtungen einbringt: die klassische Rückenschule, Pilateselemente, Therbandübungen, Gymnastikball - also recht abwechslungsreich.
Sind die Übungen für Dich bzw. Deine Skoliose angepasst? Wie ist es denn nach dem Training: wie fühlt sich der Rücken an? Mehr Blockaden, weniger?
xylosa hat geschrieben:Ja, bin ich. Sie gibt sich auch große Mühe und hat zumindest schonmal die immer wiederkehrende ISG-Blockade zum Verschwinden gebracht. Die BWS-Blockaden sehen sie und ich manchmal anders, denn sie meint oft, es wäre nur verspannt, aber ich emrke, dass es erst nach dme Einrasten wieder ok ist. Manuelle Therapie versuche ich alle 14 Tage zu schaffen und ab heute habe ich auch mal wieder 6x KG auf Rezept.
Nur bisher hat alles nicht dauerhaft mal wirklich geholfen.
Und immer zum Orthopäden und einrenken lassen, finde ich auch nicht prickelnd - nur es geht oft leider nicht anders :(
Das mit dem "Einrasten" ist so eine Sache: sehr häufig ist es auch so, dass man das Gefühl des "Einrastens" braucht, damit es einem besser geht. Was knackt denn Deiner Meinung und der Meinung Deiner Physio nach?
Wirst Du nach Schroth behandelt?
Was meinst Du mit "Manuelle Therapie versuche ich alle 14 Tage zu schaffen"?

Gruß,
Alex
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Re: Dauernde Blockaden der BWS

Beitrag von xylosa »

Alex_activitas hat geschrieben:Sind die Übungen für Dich bzw. Deine Skoliose angepasst?
Kann man das als Patient beurteilen?
Alex_activitas hat geschrieben: Wie ist es denn nach dem Training: wie fühlt sich der Rücken an? Mehr Blockaden, weniger?
Der Rücken ist meist entspannter. Wenn Blockaden da waren, kommt es mittlerweile öfter vor, dass sie sich ein paar Stunden nach dem Training von selbst löst.
Blockaden erzeugt habe ich damit eigentlich selten bis nie. Mittlerweile weiß ich, dass so Klassiker, die normalerweise (bei WS-Gesunden) eher zu Deblockierung führen (auf dem Rücken liegen, Knie anwinkeln, und dann Knie auf die eine Seite legen und Kopf/Oberkörper auf die Andere [Du weißt, welche ich meine, oder?]) mir eher meinen "Lieblingswirbel" blockieren lassen. Aber ansonsten geht's meist besser :ja:

Alex_activitas hat geschrieben: Das mit dem "Einrasten" ist so eine Sache: sehr häufig ist es auch so, dass man das Gefühl des "Einrastens" braucht, damit es einem besser geht. Was knackt denn Deiner Meinung und der Meinung Deiner Physio nach?
Nein, nein, ich meine nicht das Knacken, auf das Viele immer warten. Eher nur so ein Gefühl des Lösens, manchmal ist das begleitet von einer Art Blubbern oder so (kann ich schlecht beschrieben).
Was knackt ist ja eher "nur" der Gelenkspalt, der bei einem Impuls ein Stück weit geöffnet wird.
Alex_activitas hat geschrieben: Wirst Du nach Schroth behandelt?
Nein, da habe ich mich erst in letzter Zeit mal etwas schlau gemacht, aber ich habe hier noch keinen Therapeuten gefunden [Hotline-Nummer ist schon gespeichert ;)]
Alex_activitas hat geschrieben: Was meinst Du mit "Manuelle Therapie versuche ich alle 14 Tage zu schaffen"?
Zeitlich zu schaffen. Da ich Vollzeit arbeite, ist das nicht immer ganz so einfach zu organisieren. Abgesehen davon zahle ich das Ganze privat, was ja auch monatlich ein schönes Sümmchen ist - Rezepte dafür gibt's ja irgendwie nicht :(

LG
Xylosa
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Re: Dauernde Blockaden der BWS

Beitrag von Alex_activitas »

xylosa hat geschrieben:Kann man das als Patient beurteilen?
Wenn man sich als Patient mit der Skoliosebehandlung bzw. mit seinem Skoliosemuster auskennt, schon.
Sprich: es sind nicht unbedingt symmetrische Übungen bzw. modifizierte Ausgangsstellungen für die Übungen im Vergleich zu "Nicht-Skoliose-Patienten".
xylosa hat geschrieben:Was knackt ist ja eher "nur" der Gelenkspalt, der bei einem Impuls ein Stück weit geöffnet wird.
Das ist aber auch nur eine Theorie von vielen. Was tatsächlich "knackt" ist i.d.R. nicht klar.
xylosa hat geschrieben:Abgesehen davon zahle ich das Ganze privat, was ja auch monatlich ein schönes Sümmchen ist - Rezepte dafür gibt's ja irgendwie nicht :(
Warum nicht? Wer sagt, dass es dafür keine Rezepte gibt? Wenn eine Diagnose vorliegt, ist es natürlich möglich, dafür ein Rezept zu bekommen. Unter Umständen muss dann der Physio mit dem Arzt Kontakt aufnehmen, um ihm die Sachlage zu erklären und klarzustellen, dass es nicht darum geht, künstlich Verordnungen zu generieren. Ich würde an Deiner Stelle nochmal nachhaken deswegen.
Denn privat "Manuelle Therapie" zu erhalten ist auch nicht ganz unproblematisch... Behandlungen, denen eine Diagnose zu Grunde liegt und somit nicht präventiv sind, dürfen nicht ohne Rezept abgegeben werden. Es sei denn, der Therapeut ist Arzt oder Heilpraktiker.

Gruß,
Alex
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Re: Dauernde Blockaden der BWS

Beitrag von xylosa »

Alex_activitas hat geschrieben:Wenn man sich als Patient mit der Skoliosebehandlung bzw. mit seinem Skoliosemuster auskennt, schon.
Sprich: es sind nicht unbedingt symmetrische Übungen bzw. modifizierte Ausgangsstellungen für die Übungen im Vergleich zu "Nicht-Skoliose-Patienten".
Schlau gemacht habe ich mich, sicher, aber Du weißt auch, was man in der Literatur und auch im Netz für gegensätzliche Darstellungen und Übungen findet....
Alex_activitas hat geschrieben:Das ist aber auch nur eine Theorie von vielen. Was tatsächlich "knackt" ist i.d.R. nicht klar.
Zumindest ist es die Theorie, die am meisten Sinn macht - zumindest aus meiner beruflichen Sicht.
Alex_activitas hat geschrieben:Warum nicht? Wer sagt, dass es dafür keine Rezepte gibt? Wenn eine Diagnose vorliegt, ist es natürlich möglich, dafür ein Rezept zu bekommen. Unter Umständen muss dann der Physio mit dem Arzt Kontakt aufnehmen, um ihm die Sachlage zu erklären und klarzustellen, dass es nicht darum geht, künstlich Verordnungen zu generieren. Ich würde an Deiner Stelle nochmal nachhaken deswegen.
Diese Aussage bekommst Du in 9 von 10 Fällen aller Orthopäden. Und das Warum wird wohl das liebe Budget sein. Das Problem ist, dass mich auch mit meinen 13 bzw. 16 Grad niemand als Skoliosepatient sieht. Das wird zwar immer gen als Begründung der Blockaden benutzt, aber das war's auch. Sicher gibt es viele, die es weitaus "krummer" erwischt haben, aber mir machen die paar Grad tatsächlich ernsthafte Probleme, auch hinsichtlich des vegetativen Nervensystems.
Nachhaken ist eine gute Idee, allerdings bekomme ich frühestens im August wieder einen Termin bei meinem Orthopäden.....
Alex_activitas hat geschrieben: Denn privat "Manuelle Therapie" zu erhalten ist auch nicht ganz unproblematisch... Behandlungen, denen eine Diagnose zu Grunde liegt und somit nicht präventiv sind, dürfen nicht ohne Rezept abgegeben werden. Es sei denn, der Therapeut ist Arzt oder Heilpraktiker.
Wo steht das denn? :)
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Re: Dauernde Blockaden der BWS

Beitrag von Alex_activitas »

xylosa hat geschrieben:Alex_activitas hat geschrieben:
Denn privat "Manuelle Therapie" zu erhalten ist auch nicht ganz unproblematisch... Behandlungen, denen eine Diagnose zu Grunde liegt und somit nicht präventiv sind, dürfen nicht ohne Rezept abgegeben werden. Es sei denn, der Therapeut ist Arzt oder Heilpraktiker.

Wo steht das denn? :)
Im Heilpraktikergesetz.
xylosa hat geschrieben: Alex_activitas hat geschrieben:
Das ist aber auch nur eine Theorie von vielen. Was tatsächlich "knackt" ist i.d.R. nicht klar.

Zumindest ist es die Theorie, die am meisten Sinn macht - zumindest aus meiner beruflichen Sicht.
Ein Lösen von z.B. bindegewebigen Querverbindungen kann das gleiche Phänomen hervorrufen und würde ebenfalls Sinn machen...
Was machst Du beruflich?
xylosa hat geschrieben:Sicher gibt es viele, die es weitaus "krummer" erwischt haben, aber mir machen die paar Grad tatsächlich ernsthafte Probleme, auch hinsichtlich des vegetativen Nervensystems.
Nachhaken ist eine gute Idee, allerdings bekomme ich frühestens im August wieder einen Termin bei meinem Orthopäden.....
Das ist genau das Problem, dass zu wenig auf die tatsächlichen Probleme geschaut wird und zu sehr auf "nackte" Zahlen wie z.B. 13° Krümmung.
Unbedingd nachhaken, bei Problemen auch schon vorher: für akute Probleme sind in der Regel immer Termine beim Orthopäden frei. Zumindest bei uns in der Gegend.

Gruß,
Alex
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Re: Dauernde Blockaden der BWS

Beitrag von xylosa »

Alex_activitas hat geschrieben:Im Heilpraktikergesetz.
Und das gilt auch für Reha/Physioeinrichtungen?
Alex_activitas hat geschrieben:Ein Lösen von z.B. bindegewebigen Querverbindungen kann das gleiche Phänomen hervorrufen und würde ebenfalls Sinn machen...
Was machst Du beruflich?
Stimmt.
-> Biologin.
Alex_activitas hat geschrieben:Das ist genau das Problem, dass zu wenig auf die tatsächlichen Probleme geschaut wird und zu sehr auf "nackte" Zahlen wie z.B. 13° Krümmung.
Unbedingd nachhaken, bei Problemen auch schon vorher: für akute Probleme sind in der Regel immer Termine beim Orthopäden frei. Zumindest bei uns in der Gegend.
Da hast Du meine volle Zustimmung, die Zahl ist ausschlaggebend und wenn die nicht horrend ist, wird man mehr oder wneiger weggeschoben als wenn man sich seine Probleme nur einbildet....
Ja, als Schmerzpatient kann ich immer kommen, aber dann habe ich Wartezeiten von bis zu 6 Stunden --- und das kann ich im Job auch nicht oft machen ;)


Mir fällt grad ein, dass mein Doc mir einlagen verschrieben wollte, damit die Statik an einer Seite verändert würde. Ich hab das bisher dankend abgelehnt, weil ich froh bin, dass mein Beckenschiefstand endlich scheinbar dauerhaft weg ist.
Meinst Du, die Einlagen würden Sinn machen??
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Re: Dauernde Blockaden der BWS

Beitrag von Alex_activitas »

xylosa hat geschrieben:Alex_activitas hat geschrieben:
Im Heilpraktikergesetz.

Und das gilt auch für Reha/Physioeinrichtungen?
Das gilt für alle Menschen - egal wo sie arbeiten.
xylosa hat geschrieben:Ja, als Schmerzpatient kann ich immer kommen, aber dann habe ich Wartezeiten von bis zu 6 Stunden --- und das kann ich im Job auch nicht oft machen ;)
Ups - das ist tatsächlich ein Problem!
xylosa hat geschrieben:Mir fällt grad ein, dass mein Doc mir einlagen verschrieben wollte, damit die Statik an einer Seite verändert würde. Ich hab das bisher dankend abgelehnt, weil ich froh bin, dass mein Beckenschiefstand endlich scheinbar dauerhaft weg ist.
Meinst Du, die Einlagen würden Sinn machen??
Wenn sie gut gemacht sind, kann das schon Sinn machen. Mit "gut gemacht" meine ich, dass sie nicht nur mit einem "Tritt" in Schaumstoff abgenommen werden, sondern mit einer Ganganalyse und einem Gehen über eine Druckplatte, so dass man sieht, was der Fuß während der Bewegung macht. Dann kann die Einlage entsprechend an die tatsächlichen Abläufe angepasst werden. Und der Orthopädiemachaniker muss natürlich mit Deiner Situation bzw. Problematik vertraut sein.

Gruß,
Alex
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Re: Dauernde Blockaden der BWS

Beitrag von Klaus »

Hallo xylosa,
Das Problem ist, dass mich auch mit meinen 13 bzw. 16 Grad niemand als Skoliosepatient sieht.
Wenn Du z.Bsp. Dr. Hoffmann aufsuchen würdest, wäre das nun überhaupt kein Problem!
Wer weiß, ob es nicht noch seitliche Fehlstellungen gibt ?

An anderer Stelle (Dr. Colemont) habe "diskret" ;) darauf hingewiesen, dass man in jedem Fall einen Spezialisten aufsuchen sollte. Ich finde es zwar toll, wie Alex sich hier einklinkt, aber ich würde schon unbedingt die Grundlage jeder Behandlung anstreben, nämlich die konkrete kompetente Diagnose der gesamten Wirbelsäule incl. ärztlichen Abklärung Deiner hier beschriebenen Symptome !! Und zwar offline mit persönlicher Begutachtung. ;)

Gruß
Klaus
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Re: Dauernde Blockaden der BWS

Beitrag von xylosa »

Klaus hat geschrieben: An anderer Stelle (Dr. Colemont) habe "diskret" ;) darauf hingewiesen, dass man in jedem Fall einen Spezialisten aufsuchen sollte. Ich finde es zwar toll, wie Alex sich hier einklinkt, aber ich würde schon unbedingt die Grundlage jeder Behandlung anstreben, nämlich die konkrete kompetente Diagnose der gesamten Wirbelsäule incl. ärztlichen Abklärung Deiner hier beschriebenen Symptome !! Und zwar offline mit persönlicher Begutachtung. ;)
Ich suche hier einfach nach zusätzlichen Meinungen und Tipps ;)
Ich habe in all den Jahren genug Wirbelsäulendiagnose und ärztliche Abklärung erhalten, aber ich möchte einfach mehr Meinungen, um meinem behandlenden Arzt dort thematisch auf Augenhöhe entgegen zu können oder auch eine gemeinsame Idee zu entwickeln.

Keine Sorge, ich brauche keine online-Diagnostik. Irgendwie dachte ich, hier würde es wie in anderen Selbsthilfeforen zu Krankheiten laufen :)


@Alex: Danke für Deine Ratschläge :)
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Re: Dauernde Blockaden der BWS

Beitrag von Klaus »

xylosa hat geschrieben:Ich habe in all den Jahren genug Wirbelsäulendiagnose und ärztliche Abklärung erhalten, aber ich möchte einfach mehr Meinungen, um meinem behandlenden Arzt dort thematisch auf Augenhöhe entgegen zu können oder auch eine gemeinsame Idee zu entwickeln.
Aber genau deshalb habe ich doch auf die Spezialisten hingewiesen, auch bei 13/16 Grad.
Wirkliche Spezialisten zum Thema Fehlstellungen, die Du durch die Frage nach Dr. Colemont offensichtlich auch suchst. !

Die konservative Versorgungslage ist bei Skoliose/Hyperkyphose nun mal aus Sicht derjenigen katasthrophal, die sich schon intensiv jahrelang mit diesem Thema in diesem Forum aufgrund sehr vieler Erfahrungsberichte beschäftigen.
Deswegen ist es auch so schwierig, davon zu überzeugen, dass viele angeblich kompetente Orthopäden im Fazit nicht weiterbringen. Und solange man nicht weiß, was denn optimal bedeuten kann, ist das auch erst einmal schwer nachzuvollziehen.
Irgendwie dachte ich, hier würde es wie in anderen Selbsthilfeforen zu Krankheiten laufen :)
Wenn es darum geht, "zusammen mit Deinem behandelnden Arzt eine gemeinsame Idee zu entwickeln", ist das sicherlich eine gute Idee mit Informationen aus diesem Forum zu arbeiten. Ich denke aber, dass ein Spezialist wie z. Bsp. Dr. Hoffmann, der Dich auch sieht und Dich manuell untersucht eine viel bessere Grundlage für evtl. weitere Diskussionen bieten kann, wenn denn einiges trotzdem unklar bleibt.

Was jetzt das eigentliche Thema Blockaden angeht, sollte man auch grundsätzlich denken. Eine Skoliose als Fehlstellung hat ja auch Auswirkungen auf die gesamte Struktur des Rückens. Man kann die Symptome ständig durch irgendwelche Maßnahmen bekämpfen, man kann aber auch versuchen, der Ursache entgegen zu wirken. Die ist mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Skoliose zu sehen, die verkürzte Strukturen ständig aufrecht erhält, wenn man nicht ständig entgegen wirkt. Nach meiner Meinung müsste man auch feststellen können, ob die Verkürzungen stärker ausgeprägt sind, als es die relativ geringe Skoliose vermuten lässt.
Ein Aufgabengebiet für eine gute Schroth Therapeutin (normale KG Verordnung).

Gruß
Klaus
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